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Pressemitteilung Nr. 59 | 14. Dezember 2016
Neue Geräte für die Forschung

DFG fördert zwölf Projekte zur Entwicklung neuartiger Techniken / Weiteres Forschungsgroßgerät zum Röntgen von Stahlbetonbauteilen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert im Rahmen zweier Ausschreibungen neue Geräte für verschiedenste Felder der erkenntnisgeleiteten Forschung. Der Hauptausschuss der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Selbstverwaltungsorganisation für die Wissenschaft in Deutschland fällte dazu jetzt auf seiner Dezember-Sitzung in Bonn die jeweiligen Förderentscheidungen.

Die Entscheidungen erfolgten zum einen im Rahmen der erstmals erfolgten Ausschreibung „Neue Geräte für die Forschung“, die auf die Entwicklung neuartiger Gerätetechnik für Forschungsfragen abzielt, die mit derzeit verfügbaren Geräten nicht zu beantworten sind. Die so entwickelten Geräte sollen möglichst vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für ihre Grundlagenforschungen zur Verfügung stehen.

Nach sehr großem Interesse an der im Januar 2016 erfolgten Ausschreibung – für sie wurden insgesamt 79 Förderanträge eingereicht – beschloss der Hauptausschuss der DFG nun die Förderung von zwölf Projekten für zunächst drei Jahre und mit einem Fördervolumen von insgesamt 8 Millionen Euro. Die Projekte kommen aus den Naturwissenschaften (einschließlich Geowissenschaften), den Lebenswissenschaften, der Medizintechnik sowie den Ingenieurwissenschaften und sind an diesen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen angesiedelt:

Hochschule Aalen; Charité – Universitätsmedizin Berlin; Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; Technische Universität Darmstadt; Universitätsklinikum Erlangen, Universitätsklinikum Freiburg und Radiologisches Institut Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg; Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik, Hannover, und Leibniz-Institut für Photonische Technologien, Jena; Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Friedrich-Schiller-Universität Jena; Universität zu Köln, Leibniz-Institut für Astrophysik, Potsdam, und Landessternwarte Königstuhl, Heidelberg; Technische Universität München, Ernst-Moritz-Arndt-Universität und Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Greifswald; Universitätsklinikum Münster; Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

3-D-Röntgen von Stahlbetonbauteilen

Die zweite Entscheidung fiel im Rahmen einer Großgeräteinitiative. Mit ihr fördert die DFG mit 8 Millionen Euro künftig den Aufbau und die Inbetriebnahme einer neuartigen Anlage an der Technischen Universität Kaiserslautern zum Röntgen von Bauteilen aus Stahlbeton und anderer Materialien mittels Computertomografie (CT). Die Anlage arbeitet mit wesentlich stärkeren Röntgenstrahlen – 9 Megaelektronenvolt – als medizinische Röntgengeräte, sodass Stahlbetonbauteile bis zu einem Durchmesser von 30 Zentimetern und einer Länge von 6 Metern durchleuchtet werden können. Die Bauteile lassen sich auch röntgen, wenn sie gleichzeitig belastet oder sogar zerstört werden; die dreidimensionalen Röntgenaufnahmen dieser Prozesse sind für die Forschung sehr aufschlussreich.

Die mit der neuen Anlage durchgeführten Forschungen sollen Aussagen über die Haltbarkeit und Eigenschaften etablierter Baumaterialien treffen, aber auch die Neuentwicklung besserer Bau- und Verbundstoffe ermöglichen. Das neue Röntgengerät wird für 20 Prozent seiner Nutzungszeit auch anderen wissenschaftlichen Arbeitsgruppen in Deutschland zur Verfügung stehen.

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:

Fachliche Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:

Für „Neue Geräte für die Forschung“:

Für die Großgeräteinitiative:

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