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Pressemitteilung Nr. 52 | 1. Dezember 2016
DFG gratuliert Manfred Curbach zum Deutschen Zukunftspreis

Dresdner Bauingenieur und Team vom Bundespräsidenten ausgezeichnet / „Ausweis für große Bedeutung von Grundlagenforschung“

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gratuliert dem Dresdner Bauingenieur Professor Dr.-Ing. Manfred Curbach zum Deutschen Zukunftspreis 2016. Curbach und sein Team wurden am Mittwoch, dem 30. November 2016, unter drei Kandidaten für den „Deutschen Zukunftspreis – Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation“ ausgewählt. Bundespräsident Dr. h.c. Joachim Gauck überreichte die mit 250 000 Euro dotierte Auszeichnung am gestrigen Abend in Berlin an den Wissenschaftler von der Technischen Universität Dresden und seine Kollegen, Professor Dr.-Ing. Chokri Cherif und Professor Dr.-Ing. Peter Offermann.

Gemeinsam haben die drei Wissenschaftler maßgeblich eine Alternative zum herkömmlichen Stahlbeton entwickelt. Ihr neuartiger Beton-Verbundwerkstoff enthält statt des korrosionsanfälligen Stahls Carbon. Dieses Material, ein Gelege aus feinen Kohlenstofffasern, ist leichter und gleichzeitig langlebiger als Stahl. Aus Carbonbeton gefertigte Bauteile können daher zum einen deutlich schlanker ausfallen – zum anderen verlängert sich die Lebensdauer der errichteten Bauwerke.

DFG-Präsident Strohschneider: „Aus Sicht der DFG ist die Auszeichnung ein Ausweis für die große Bedeutung von Grundlagenforschung auch in Zeiten, in denen Wissenschaft zunehmend in einen Kontext wirtschaftlicher Verwertungslogiken gestellt wird. Manfred Curbach und sein Team haben den von ihnen entwickelten Beton-Verbundwerkstoff von der Grundlagenforschung hin zur großflächigen Anwendung innerhalb der Baubranche geführt – dies macht deutlich, welches Potenzial auch in grundlegenden Forschungen stecken kann.“

Die jetzt ausgezeichneten Forscher und ihr Projekt „Das faszinierende Material Carbonbeton – sparsam, schonend, schön“ waren von der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften für den Deutschen Zukunftspreis vorgeschlagen worden. Manfred Curbach wird von der DFG seit Jahren in mehreren Projekten gefördert. Er war von 1999 bis 2011 Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Textile Bewehrungen zur bautechnischen Verstärkung und Instandsetzung“, in dem wesentliche wissenschaftliche Grundlagen für den jetzigen Carbonbeton gelegt wurden, und ist aktuell Sprecher des Schwerpunktprogramms „Leicht Bauen mit Beton“. Curbach war zudem von 2002 bis 2008 Mitglied des Senats der DFG. Zurzeit ist er Sprecher des DFG-Fachkollegiums „Bauwesen und Architektur“.

Zuletzt wurde 2012 ein von der DFG vorgeschlagenes Forscherteam um Professor Birger Kollmeier von der Universität Oldenburg für die Weiterentwicklung von Hörgeräten ausgezeichnet. Mit dem Deutschen Zukunftspreis würdigt der Bundespräsident seit 1997 in jedem Jahr eine innovative Forschungsleistung und ihre marktfähige technologische Entwicklung.

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