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Gemeinsame Pressemitteilung

Pressemitteilung Nr. 49 | 16. November 2016
Sensibilität für sicherheitsrelevante Forschung in der Wissenschaft steigt – Gemeinsamer Ausschuss von DFG und Leopoldina legt ersten Tätigkeitsbericht vor

Universitäten und Forschungsinstitute widmen sich zunehmend dem Thema sicherheitsrelevante Forschung. Das belegt der erste Tätigkeitsbericht des Gemeinsamen Ausschusses zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina Anfang 2015 eingesetzt haben. Der Bericht bildet die Aktivitäten des Ausschusses ebenso ab wie den Stand der Umsetzung der „Empfehlungen zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung“ aus dem Juni 2014. Ein erfreuliches Ergebnis der Bemühungen ist ein wachsendes Netzwerk aus Ansprechpersonen zum Thema. Bis dato haben sich bereits hundert Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und -gesellschaften in eine öffentliche Liste eingetragen. Der Tätigkeitsbericht gibt außerdem einen Überblick über die aktuellen politischen Entwicklungen und einen Ausblick auf die zukünftige Arbeit des Gemeinsamen Ausschusses.

Der Gemeinsame Ausschuss zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung hat sich zum Ziel gesetzt, die Bewusstseinsbildung kontinuierlich und nachhaltig zu fördern und damit zur Risikoerkennung und Risikominimierung in der Forschung beizutragen. Eine der größten Herausforderungen benennt der Bericht darin, dass Bewusstseinsbildung nicht administrativ verordnet werden kann. Die geplanten Aktivitäten umfassen daher auch regelmäßige Veranstaltungen zum Thema „Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsverantwortung“. Zusätzlich schlägt der Ausschuss die Verankerung des Themas Doppelte Verwendung (Dual-Use) von Forschung in den Lehrinhalten und Curricula möglichst aller relevanten Studiengänge an den Hochschulen vor.

Der Ausschuss versteht sich auch als Kontaktstelle für Fragen zum eigenverantwortlichen Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung sowie als Plattform für den Erfahrungsaustausch. Zentrales Element seiner „Empfehlungen zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung“ sind „Kommissionen für Ethik sicherheitsrelevanter Forschung“ (KEFs). Der Ausschuss geht bis Ende 2017 von deutschlandweit mindestens hundert KEFs oder entsprechenden Kommissionen an deutschen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und -gesellschaften aus. Als Handreichung für die sich gründenden KEFs hat der Gemeinsame Ausschuss eine Mustersatzung vorgelegt, die auch im Tätigkeitsbericht enthalten ist. Die KEFs sollen zukünftig einmal im Jahr dem zuständigen akademischen Entscheidungsgremium sowie dem Gemeinsamen Ausschuss über ihre Aktivitäten berichten.

Eine Austauschplattform für die KEFs aber auch darüber hinaus soll die Internetplattform inklusive Kontaktdatenliste bilden, die die Geschäftsstelle des Gemeinsamen Ausschusses pflegt und ausbauen möchte. Dieses Angebot macht den aktuellen Stand der Umsetzung der Empfehlung transparent, indem es Informationen über die Etablierung von KEFs oder ähnlichen Kommissionen an den jeweiligen Institutionen veröffentlicht. Außerdem dient es dem Erfahrungsaustausch zwischen den Forschungsinstitutionen.

Weitere Informationen

Liste der Ansprechpersonen und Kommissionen an Forschungseinrichtungen:

Tätigkeitsbericht des Gemeinsamen Ausschusses:

Weitere Informationen zum Thema unter

Ansprechpersonen:

für Vertreterinnen und Vertreter von Forschungsinstitutionen:

für Journalistinnen und Journalisten:

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