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Pressemitteilung Nr. 11 | 21. März 2016
Sechs Universitäten erhalten neuartige Röntgenmikroskope

Geräte dienen der Erfassung des Gefüges und der Elementverteilung von Materialien auf der Submikrometerskala / 13,4 Millionen Euro im Rahmen der Großgeräteinitiative

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stattet sechs Universitäten in Deutschland mit neuartigen Röntgenmikroskopen aus. Im Rahmen ihrer aktuellen Großgeräteinitiative stellt die DFG 13,4 Millionen Euro zur Verfügung, um die Technik im Kontext leistungsstarker Forschungsgruppen an den Standorten Bremen, Dortmund, Erlangen-Nürnberg, Halle, Hannover und Saarbrücken zu etablieren. Die Anträge dieser Standorte wählte der Hauptausschuss der DFG jetzt auf Basis der Ergebnisse einer international besetzten Gruppe von Expertinnen und Experten aus einem Feld von insgesamt 19 Anträgen aus.

Die erst seit Kurzem verfügbaren Röntgenmikroskope im Labormaßstab liefern eine hohe Auflösung im Submikrometerbereich. Sie ermöglichen es, automatisiert und mit hohem Probendurchsatz das Gefüge und die Struktur von Materialien und Werkstoffen zu analysieren. Darüber hinaus liefern die Röntgenmikroskope auch Messsignale zur Bestimmung der räumlichen chemischen Zusammensetzung. Auf diese Weise soll eine substanzielle Beschleunigung der Charakterisierung in unmittelbarer Nähe zur Materialsynthese erzielt werden. Ferner können Hochleistungsmaterialien mit spezifischen Eigenschaftskombinationen entwickelt werden – flankiert von Multiskalensimulationen, die passgenau mit experimentellen Daten unterstützt und validiert werden. Die Röntgenmikroskope bilden damit die gerätetechnische Grundlage für neue Methoden in der Materialentwicklung im Sinne des weltweit stark diskutierten „Integrated Computational Materials Engineering“.

Die Forscherinnen und Forscher an den sechs ausgewählten Standorten können nun mithilfe der Geräte neue interdisziplinäre Projekte in der Grundlagenforschung anstoßen. Zudem werden die neuen Mikroskope während 20 Prozent der Hauptnutzungszeit auch anderen wissenschaftlichen Arbeitsgruppen in Deutschland zur Verfügung gestellt.

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