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Pressemitteilung Nr. 48 | 25. September 2015
Der Blick in die Erde und auf die Sonne – Bernd Rendel-Preis 2015 zeichnet frühe Erfolge in den Geowissenschaften aus

Eleanor Berryman und Benedikt Soja erhalten Auszeichnung im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft am 6. Oktober 2015 in Berlin

Vielversprechende geowissenschaftliche Forschung mit internationalem Potenzial, das zeichnet der Bernd Rendel-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aus. Geradezu prototypisch stehen dafür die Britin Eleanor Berryman und der Österreicher Benedikt Soja, die den Preis für noch nicht promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 2015 erhalten. Die Jahrestagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft in Berlin gibt zudem den passenden Rahmen für die Preisverleihung am 6. Oktober. Die vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwaltete Bernd Rendel-Stiftung hat zum Ziel, den Preisträgerinnen und Preisträgern die Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen zu ermöglichen. Die beiden Ausgezeichneten erhalten je 1000 Euro für wissenschaftliche Zwecke.

Zu den Personen:

Eleanor Berryman, Technische Universität Berlin und GeoForschungsZentrum Potsdam

Die Geochemikerin Eleanor Berryman untersucht die Entstehung des Minerals Turmalin anhand von Experimenten und Feldversuchen. Sie nutzt es als Indikator für die Entstehung bestimmter Gesteine und blickt somit in die Erdgeschichte zurück. Turmalin kommt vielfältig in den verschiedensten Gesteinsarten vor, doch seine komplexe chemische Kristallstruktur und sein konkretes Verhalten bleiben eine Herausforderung. Diesen Themen widmet Berryman sich in ihrer Doktorarbeit an der TU Berlin und dem GFZ Potsdam. Hier betrachtet sie beispielsweise die Entstehung von kalium- oder ammoniumreichem Turmalin im Labor und gleichzeitig die Gesteinsflüsse am österreichischen Pfitscher Joch und wie das Mineral dort entstanden sein kann.

Benedikt Soja, GeoForschungsZentrum Potsdam

Der Geodät und Geophysiker Benedikt Soja untersucht die Korona der Sonne mithilfe von Radioteleskopen. Dazu hat er in seiner Masterarbeit an der Technischen Universität Wien eine Methode entwickelt, um kontinuierlich die Struktur und den Zustand der Atmosphäre der Sonne zu beobachten. Konkret erstellte er zusammen mit Forscherinnen und Forschern der NASA und der TU Wien Beobachtungspläne für globale Radioteleskopnetzwerke, die in den Jahren 2011 und 2012 erfolgreich zum Einsatz kamen. In seiner Forschung bringt er Astronomie, Sonnenphysik und Geodäsie zusammen. In seiner Doktorarbeit in Potsdam verfeinert er zum Thema „Kalman-Filter“ seine Expertise zur Messmethode der Very-Long-Baseline Interferometry (VLBI) weiter.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Bernd Rendel-Preis und den beiden Preisträgern finden Sie unter:

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