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Pressemitteilung Nr. 29 | 1. Juli 2015
DFG-Präsident Peter Strohschneider wiedergewählt

Mittelalter-Germanist von Mitgliederversammlung in Bochum für vier Jahre im Amt bestätigt

Peter Strohschneider steht für eine weitere Amtszeit an der Spitze der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der 59-jährige Professor für Germanistische Mediävistik wurde am Mittwoch, dem 1. Juli 2015, von der Mitgliederversammlung der DFG in Bochum wiedergewählt. Seine zweite Amtsperiode beginnt am 1. Januar 2016 und dauert statt wie bislang drei dann vier Jahre, wie dies in der im vergangenen Jahr novellierten Satzung der DFG für alle Gremienmitglieder nunmehr einheitlich festgelegt ist.

Strohschneider ist seit 2013 Präsident der größten Forschungsförderorganisation in Deutschland. Seine bisherige Präsidentschaft stand wissenschaftspolitisch vor allem im Zeichen der Diskussion um die Zukunft des Wissenschaftssystems in Deutschland und hier insbesondere um die Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative und der anderen großen hochschul- und wissenschaftspolitischen Pakte sowie, und eng damit verbunden, um den künftigen Zuschnitt der Förderangebote der DFG – Themen, die auch in die zweite Amtszeit Strohschneiders hineinreichen werden.

Für die DFG als zentrale Selbstverwaltungsorganisation für die Wissenschaft waren die 2014 erfolgte Novelle ihrer Satzung und die im Jahr zuvor beschlossene Reform der Wahlordnung für die Wahl der DFG-Fachkollegien die wichtigsten Ereignisse in Strohschneiders erster Amtszeit.

Auf internationaler Ebene setzte sich Strohschneider für eine weitere weltweite Stärkung der freien erkenntnisgeleiteten Forschung ein, so im Rahmen des „Global Research Council“ (GRC), bei dem er 2013/2014 Vorsitzender des Governing Boards und Co-Gastgeber des Jahrestreffens 2013 in Berlin war, sowie durch den weiteren Ausbau der bilateralen Beziehungen mit Partnerorganisationen in Russland, China, Japan oder Indien, aber auch in Brasilien, Mexiko und den USA.

Peter Strohschneider wurde am 3. Oktober 1955 in Stuttgart geboren und studierte von 1975 bis 1982 Germanistik und Geschichtswissenschaften sowie daneben Rechtswissenschaften, Soziologie und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, an der er 1984 auch promoviert wurde und sich 1991 für Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit habilitierte. 1992 wechselte Strohschneider an die Technische Universität (TU) Dresden, wo er ab 1993 den Lehrstuhl für Germanistische Mediävistik und Frühneuzeitforschung innehatte. Seit 2002 lehrt er an der LMU München Germanistische Mediävistik. Seine besonderen Forschungsinteressen gelten der Geschichte und Theorie vormoderner Textualität, dem höfischen Lied, den Erzählformen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit sowie der mediävistischen Kulturwissenschaft.

Ab 2005 gehörte Strohschneider sechs Jahre lang dem Wissenschaftsrat an, dem wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremium von Bund und Ländern. Als dessen Vorsitzender von Februar 2006 bis Januar 2011 war er unter anderem zusammen mit den DFG-Präsidenten Ernst-Ludwig Winnacker und Matthias Kleiner maßgeblich an der Durchführung der ersten Phase sowie an der Vorbereitung der zweiten Phase der Exzellenzinitiative beteiligt. Strohschneider war unter anderem Gastprofessor an der École Pratique des Hautes Études, Paris, und am Freiburg Institute für Advances Studies, und ist unter anderem ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Der Präsident repräsentiert die Deutsche Forschungsgemeinschaft nach innen und außen und entwickelt gemeinsam mit dem Präsidium die strategisch-konzeptionelle Ausrichtung der DFG.

Weiterführende Informationen

Ein Foto sowie ein ausführlicher Lebenslauf des DFG-Präsidenten finden sich im Internet unter:

Medienkontakt:

  • Marco Finetti
    Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG
    Tel. +49 228 885-2230
    Marco.Finetti@dfg.de

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