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Pressemitteilung Nr. 37 | 15. September 2014
DFG verleiht geowissenschaftliche Preise im Rahmen der „GeoFrankfurt 2014“

Albert Maucher-Preis für Kathryn E. Fitzsimmons / Bernd Rendel-Preis an Haytham El Atfy und Mandy Freund

Mit dem Albert Maucher-Preis und dem Bernd Rendel-Preis verleiht die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am 23. September 2014 im Rahmen der „GeoFrankfurt 2014" in Frankfurt am Main gleich zwei Auszeichnungen in den Geowissenschaften. Dr. Kathryn E. Fitzsimmons erhält den Albert Maucher-Preis 2014 für ihre Arbeiten zur Lumineszenzdatierung; mit Mandy Freund und Haytham El Atfy zeichnet die DFG mit dem Bernd Rendel-Preis 2014 eine Meteorologin und einen Paläoklimatologen aus, die sich beide auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Klima der Vergangenheit beschäftigen. Die „GeoFrankfurt 2014" ist eine gemeinsame Veranstaltung der Fachgesellschaften Deutsche Geophysikalische Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften, Geologische Vereinigung und Paläontologische Gesellschaft.

Den mit 10000 Euro dotierten Albert Maucher-Preis stiftete der Münchner Geologe Albert Maucher, der zu Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn durch die DFG gefördert wurde. Nach dem Willen Mauchers würdigt die Auszeichnung hervorragende Forschungsergebnisse von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Kathryn E. Fitzsimmons arbeitet seit 2010 in der Abteilung Humanevolution am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Ihr Forschungsinteresse gilt dem Umweltwandel und Mensch-Umwelt-Interaktionen.

Zur Person: Dr. Kathryn E. Fitzsimmons, Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie, Leipzig

Fitzsimmons betrachtet in ihrer Forschung, wie sich Trocken- und Löβgebiete in den vergangenen 2,6 Millionen Jahren – im sogenannten Quartär – verändert haben. Anhand von Feldprojekten versucht sie, die Geschichte der Umweltveränderungen und deren Einfluss auf den Menschen besser zu beschreiben. Dazu nutzt sie insbesondere die Lumineszenzdatierung. Ihre Studien führten Fitzsimmons unter anderem in die Dünenfelder der australischen Sandwüsten, in die Willandra-Seenregion, eine UNESCO Welterbestätte in Australien, oder in die Eurasische Lößsteppe in Rumänien und Kasachstan. Die Vielseitigkeit der gebürtigen Australierin zeigt sich schon in den zwei Vordiplomen in den Geowissenschaften und der Germanistik, die sie parallel in Melbourne, Australien, ablegte. Nach dem Diplom in den Geowissenschaften promovierte sie in Canberra und arbeitete dort auch als Post-Doc. Seit 2010 ist sie am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie tätig.

Der Bernd Rendel-Preis zeichnet diplomierte Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus, die bereits vor ihrer Promotion wichtige und originelle Beiträge zur geowissenschaftlichen Grundlagenforschung geleistet haben. Die beiden in diesem Jahr Ausgezeichneten erhalten je 1000 Euro für wissenschaftliche Zwecke. Das Preisgeld stammt aus den vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwalteten Erträgen der Bernd Rendel-Stiftung.

Zu den Personen:

Mandy Freund, Universität Melbourne, Australien

Das Klima der Vergangenheit und dessen Modellierung beschäftigen auch Mandy Freund. Die Meteorologin, die 2013 an der Freien Universität (FU) Berlin ihr Studium mit dem MSc abgeschlossen hat, betrachtet jedoch Flut- und Trockenzeiten. Das Thema ihrer Diplomarbeit an der FU und dem Helmholtz-Zentrum GFZ lautete „European Drought Reconstruction of the Past 400 Years: An Isotope-Climate Network Approach“. Freund steht noch am Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere und hat 2014 eine Promotion an der Universität Melbourne begonnen.

Haytham El Atfy, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt

Das Forschungsgebiet von Haytham El Atfy ist die Palynologie, die wissenschaftliche Analyse von Pollen, die Rückschlüsse auf vergangene Klimaentwicklungen erlaubt. El Atfy hat seine wissenschaftliche Ausbildung an der ägyptischen Mansoura-Universität begonnen und dort mit einer ausgezeichneten Masterarbeit im Jahr 2008 abgeschlossen. Seit 2011 promoviert er mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Frankfurt und schließt derzeit seine Dissertation zum Thema „Palynology and Organic Geochemistry of the Miocene Deposits: Source Rock Evaluation and Paleoenvironmental/Paleoclimatic Interpretation, Gulf of Suez, Egypt" ab.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Albert Maucher-Preis und zur Preisträgerin finden Sie im Internet unter:

Weitere Informationen zum Bernd Rendel-Preis und den beiden Preisträgern finden Sie unter:

Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:

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