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Pressemitteilung Nr. 10 | 31. März 2014
16 neue Schwerpunktprogramme

Themen von Kommunikation zwischen Automobilen über Multitasking bis zu evolutionärer Adaptation / 89 Millionen Euro Fördermittel für zunächst drei Jahre

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet 16 neue Schwerpunktprogramme (SPP) ein, in denen in den kommenden Jahren grundlegende wissenschaftliche Fragestellungen in besonders aktuellen oder sich gerade bildenden Forschungsgebieten untersucht werden sollen.

Die neuen SPP wurden jetzt vom Senat der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Selbstverwaltungsorganisation für die Wissenschaft in Deutschland auf dessen Frühjahrssitzung in Bonn aus insgesamt 72 Konzepten ausgewählt. Sie decken die gesamte fachliche Breite von den Geistes- und Sozialwissenschaften über die Lebenswissenschaften und Naturwissenschaften bis zu den Ingenieurwissenschaften ab. Das Themenspektrum reicht dabei von der Analyse historischer Grundlagen für ökonomisches Handeln bis zur Untersuchung und Entwicklung elektromagnetischer Sensoren für Anwendungen in den Bereichen Medizin, Biologie oder Pharmakologie. Multitasking, neuartige Kommunikations- und Sicherheitssysteme für den Straßenverkehr sowie Signal- und Informationsverarbeitung in Ingenieurwissenschaften und angewandter Mathematik sind weitere Themen.

Alle Programme sind in hohem Maße interdisziplinär ausgerichtet und zeichnen sich durch den Einsatz innovativer Methoden aus. In allen Einrichtungen ist die Einbindung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zentral – sie ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Einrichtung eines neuen Schwerpunktprogramms. Darüber hinaus weisen alle Einrichtungen auch ein Gleichstellungskonzept auf.

Die nun bewilligten Konzepte beschreiben jeweils das Oberthema des Schwerpunktprogramms. Alle 16 SPP werden in den kommenden Monaten von der DFG einzeln ausgeschrieben, die daraufhin eingehenden Förderanträge in einem strengen Begutachtungsverfahren auf ihre wissenschaftliche Qualität und ihren Beitrag zum jeweiligen Hauptthema geprüft.

Für die 16 neuen SPP stehen in einer ersten Förderperiode in den kommenden drei Jahren insgesamt 89 Millionen Euro zur Verfügung. In der Regel arbeiten die Schwerpunktprogramme sechs Jahre. Momentan fördert die DFG insgesamt 95 SPP. Die 16 neuen Einrichtungen nehmen 2015 ihre Arbeit auf.

Die neuen Schwerpunktprogramme, geordnet nach den Wissenschaftsbereichen, sind:

Geistes- und Sozialwissenschaften

  • Erfahrung und Erwartung. Historische Grundlagen ökonomischen Handelns
    (Koordinatoren: Prof. Dr. Alexander Nützenadel, Humboldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr. Jochen Streb, Universität Mannheim)
  • Kognitive Mehrfachanforderungen: Repräsentationen und Mechanismen
    (Koordinatorinnen und Koordinator: Prof. Dr. Andrea Kiesel, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Prof. Dr. Iring Koch, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Prof. Dr. Hermann Müller, Justus-Liebig-Universität Gießen)

Lebenswissenschaften

  • Rapid Evolutionary Adaptation: Potential and Constraints
    (Koordinator: Prof. Dr. Karl Schmid, Universität Hohenheim)
  • Epithelial Intercellular Junctions as Dynamic Hubs to Integrate Forces, Signals and Cell Behavior
    (Koordinator: Prof. Thomas Magin, Universtät Leipzig)
  • Chemical Biology of Native Nucleic Acid Modifications
    (Koordinator: Prof. Dr. Mark Helm, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Naturwissenschaften

  • The Cross-fertilization of Homotopy Theory and Algebraic Geometry, Especially Through Motivic Homotopy Theory, Derived Algebraic Geometry and Differential Homotopy Theory
    (Koordinator: Prof. Dr.-Ing. Marc Levine, Universität Duisburg-Essen)
  • Control of London Dispersion Interactions in Molecular Chemistry
    (Koordinator: Prof. Dr. Peter R. Schreiner, Justus-Liebig-Universität Gießen)
  • Quantum Dynamics in Tailored Intense Fields (QUTIF)
    (Koordinator: Prof. Dr. Manfred Lein, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover)
  • Building a Habitable Earth
    (Koordinator: Prof. Dr. Carsten Münker, Universität zu Köln)
  • Study of Earth System Dynamics with a Constellation of Potential Field Missions
    (Koordinator: Prof. Dr. Hermann Lühr, Helmholtz-Zentrum Potsdam)
  • EARTHSHAPE: Earth Surface Shaping by Biota
    (Koordinator: Prof. Dr. Todd Alan Ehlers, Eberhard-Karls-Universität Tübingen)

Ingenieurwissenschaften

  • Compressed Sensing in der Informationsverarbeitung
    (Koordinatorin und Koordinator: Prof. Dr. Gitta Kutyniok, Technische Universität Berlin, Prof. Dr. Rudolf Mathar, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen)

  • Elektromagnetische Sensoren für Life Sciences (ESSENCE)
    (Koordinator: Prof. Dr.-Ing. Rolf Jakoby, Technische Universität Darmstadt)

  • High Frequency Flexible Bendable Electronics for Wireless Communication Systems (FFLexCom)
    (Koordinator: Prof. Dr.-Ing. Frank Ellinger, Technische Universität Dresden)
  • Tailored Disorder – A Science- and Engineering-based Approach to Materials Design for Advanced Photonic Applications
    (Koordinatorin: PD Dr.-Ing. Silke Christiansen, Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, Erlangen)
  • Kooperativ interagierende Automobile
    (Koordinator: Prof. Dr.-Ing. Christoph Stiller, Karlsruher Institut für Technologie KIT)

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:

  • Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG,
    Tel. +49 228 885-2443,
    presse@dfg.de

Informationen erteilen auch die Koordinatorinnen und Koordinatoren der neuen Schwerpunktprogramme.

Zu DFG-Schwerpunktprogrammen siehe auch:

Hinweis:

Die Pressemitteilung Nr. 10 vom 31.03.2014 wurde am 01.04.2014 überarbeitet.

Zusatzinformationen

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