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Pressemitteilung Nr. 20 | 11. Mai 2012
Internationalität bei Graduiertenkollegs weiter hoch im Kurs

Bewilligungsausschuss entscheidet über Neueinrichtungen und Verlängerungen

Zur weiteren Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland richtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein neues Graduiertenkolleg ein. Dies beschloss der zuständige Bewilligungsausschuss in seiner Sitzung am 11. Mai 2012 in Bonn. Das neue Graduiertenkolleg bietet Doktorandinnen und Doktoranden die Chance, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren.

Das neu eingerichtete Graduiertenkolleg ist ein Internationales Graduiertenkolleg, das eng mit den niederländischen Universitäten in Leiden und Amsterdam kooperiert. Die Internationalität erhöht die Attraktivität einer Promotion im Rahmen eines Graduiertenkollegs. Hinzu tritt die fachliche Interdisziplinarität, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit universitären und außeruniversitären Partnern wie beispielsweise Fachhochschulen fördert. Die Vielfalt in den Kooperationsformen und -wegen trägt auch zur strukturellen Weiterentwicklung des Promotionsprogramms bei.

Das neue Promotionsprogramm wird in der ersten Förderperiode von 4,5 Jahren von der DFG mit einer Summe von insgesamt rund 1,8 Millionen Euro (inklusive einer Programmpauschale für indirekte Kosten der Projekte) gefördert. Zusätzlich zu der Einrichtung des Internationalen Graduiertenkollegs stimmte der Bewilligungsausschuss auch der Verlängerung von sieben Graduiertenkollegs zu. Die DFG fördert zurzeit 214 Graduiertenkollegs, davon 47 Internationale Kollegs.

Zum Profil des bewilligten Internationalen Graduiertenkollegs (IGK):

Die umfassende Expertise im Bereich der arithmetischen algebraischen Geometrie und der komplexen Geometrie miteinander zu kombinieren und zu vernetzen – das ist das Ziel des Internationalen Graduiertenkollegs 1800 „Moduli und automorphe Formen: arithmetische und geometrische Aspekte“. Das besondere Interesse der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler gilt dabei der Untersuchung von Fragestellungen zum Zusammenspiel zwischen der Arithmetik und der Geometrie von Modulräumen sowie von Problemstellungen zur Theorie der automorphen Formen. Das Forschungsprogramm umfasst die drei Forschungsbereiche Arithmetik von Moduli, Höhen und Dichten, Degenerationen sowie automorphe Formen, welche wechselseitig miteinander in Verbindung stehen.
(Sprecherhochschule: Humboldt-Universität zu Berlin; Sprecher: Prof. Jürg Kramer; Kooperationspartner: Universität Leiden, Universität Amsterdam, Niederlande)

Weiterführende Informationen

Nähere Informationen zu den einzelnen Graduiertenkollegs erteilen deren Sprecher.

Mehr zum Programm und den geförderten Kollegs auch unter:

Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle:

  • Dr. Annette Schmidtmann,
    Leiterin der Gruppe Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen, Nachwuchsförderung,
    Tel. +49 228 885-2424,
    Annette.Schmidtmann@dfg.de

Zusatzinformationen

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