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Pressemitteilung Nr. 56 | 12. Oktober 2009
10 Jahre Ombudsman der DFG - Wie gut funktioniert das deutsche Wissenschaftssystem?

Symposium der Vertrauenspersonen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Seit nunmehr zehn Jahren gibt es den "Ombudsman der Deutschen Forschungsgemeinschaft". 1999, zwei Jahre nach dem bislang gravierendsten Fall von Betrug und Fälschung in der deutschen Wissenschaft - dem "Fall Hermann/Brach" - wurde der Ombudsman im Zuge der DFG-Empfehlungen zur "Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis" eingerichtet. Seitdem steht das Gremium mit drei Vertretern unterschiedlicher Wissenschaftsbereiche allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen als unabhängige Anlaufstelle zur Beratung und Unterstützung in Fragen guter wissenschaftlicher Praxis und bei Verdachtsmomenten auf wissenschaftliche Unredlichkeit zur Verfügung.

Rund 400 Fälle hat der Ombudsman der DFG in diesen zehn Jahren bearbeitet. Daneben arbeiten inzwischen an jeder deutschen Hochschule und Forschungseinrichtung Ombudspersonen - auch das entspricht den Anfang 1998 verabschiedeten DFG-Empfehlungen zur guten wissenschaftlichen Praxis.

Wie hat sich das Ombudsman-System aufgrund dieser Erfahrungen bewährt? Welche Rückschlüsse lassen die bearbeiteten Fälle auf das deutsche Wissenschaftssystem zu - auf seine möglichen Schwachstellen, aber auch auf seinen Umgang mit wissenschaftlicher Unredlichkeit? Und: Wie lassen sich der Geist und die Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis mit dem Ziel der wissenschaftlichen Selbstkontolle in der Scientific Community noch stärker verankern und in der Öffentlichkeit noch bekannter machen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des 3. Symposiums der Ombudspersonen in der deutschen Wissenschaft, das am Donnerstag, 15. Oktober, und Freitag, 16. Oktober 2009, in Hamburg stattfindet. Das zweitägige Treffen wird gemeinsam vom Ombudsman der DFG und von der DFG veranstaltet und dient vor allem dem Erfahrungsaustausch der Ombudspersonen untereinander und mit der DFG. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vorstellung eines Curriculums, das allen Universitäten zur Verfügung gestellt werden soll, damit künftig Studierende eine Einführung in die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und Doktoranden eine vertieftere Ausbildung zu diesen Fragen erhalten.

Im Rahmen des Symposiums finden mehrere Veranstaltungen statt, zu denen auch Vertreter der Medien herzlich eingeladen sind.

Am Donnerstag, 15. Oktober, um 19 Uhr, hält die Sprecherin des Ombudsman der DFG, Professor Ulrike Beisiegel (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf), einen öffentlichen Vortrag zum Leitthema des Symposiums "10 Jahre Erfahrung des Ombudsman - Wie gut funktioniert das deutsche Wissenschaftssystem?"

Am Freitag, 16. Oktober, ab 10 Uhr, klingt das Symposium mit einer Podiumsdiskussion zwischen Vertretern des Wissenschaftssystems und der Medien aus. Über die Arbeit des Ombudsman hinaus soll es dabei um eine Bilanz der Selbstkontrolle in der deutschen Wissenschaft insgesamt gehen. Es diskutieren: Dorothee Dzwonnek (Generalsekretärin der DFG), Professor Ulrike Beisiegel, Professor Wolfgang Löwer (Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Wissenschaftsrecht an der Universität Bonn und Mitglied des DFG-Ombudsman), Angela Grosse (Hamburger Abendblatt), Ulrich Schnabel (DIE ZEIT) und Markus Verbeet (DER SPIEGEL); Moderation: Marco Finetti (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG).

Ebenfalls am Freitag, 16. Oktober, 11.30 Uhr, im Anschluss an die Podiumsdiskussion, werden DFG-Generalsekretärin Dzwonnek und die Ombudsman-Sprecherin Professor Beisiegel in einem Pressegespräch über die Tagung und ihre Ergebnisse berichten.

Das Symposium und alle öffentlichen Veranstaltungen finden statt auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), Erikahaus (W 29), Martinistraße 52, 20246 Hamburg. Um jeweilige Anmeldung wird gebeten.

 

Weitere Informationen

Das Programm des Symposiums sowie ausführliche Informationen zur Arbeit des Ombudsman der DFG inklusive der jährlichen Arbeitsberichte finden sich unter:

  • www1.uni-hamburg.de/dfg_ombud/

Kontakt und Anmeldung zu den öffentlichen Veranstaltungen des Symposiums

  • Helga Nolte
    Geschäftsstelle des Ombudsman der DFG,
    Tel.: +49 40 7410-52388,
    DFG-Ombudsman@rrz.uni-hamburg.de

Pressekontakt:

  • Marco Finetti, DFG,
    Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
    Tel. +49 228 885-2230,
    Marco.Finetti@dfg.de

Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle:

  • Dr. Kirsten Hüttemann, Justitiariat,
    Tel.: +49 228 885-2827,
    Kirsten.Huettemann@dfg.de

Ausführliche Informationen zum Ombudsman der DFG und die DFG-Empfehlungen zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis finden sich unter:

  • www.dfg.de/dfg_im_profil/struktur/gremien/ombudsman/index.html

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