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Pressemitteilung Nr. 29 | 24. Juni 1999
Erste Bewilligungen im Emmy Noether-Programm der DFG

Frühe Selbständigkeit des wissenschaftlichen Nachwuchses

Als Instrument zur Förderung der frühen Selbständigkeit des wissenschaftlichen Nachwuchses hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im vergangenen Jahr das Emmy NoetherProgramm neu geschaffen. Nach der Ausschreibung im Februar 1999 gingen insgesamt 136 Antr äge ein. Nun hat der Hauptausschuß im Rahmen der DFG-Jahresversammlung in Bremen die ersten Bewilligungen ausgesprochen. Von den insgesamt 53 positiv beschiedenen Bewerbungen stammen 27 aus den Naturwissenschaften, 22 aus der Medizin und den Biowissenschaften, drei Bewilligungen wurden in den Geistes- und eine in den Ingenieurwissenschaften ausgesprochen.

Das Emmy Noether-Programm eröffnet besonders qualifizierten jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern unmittelbar nach der Promotion die Möglichkeit, innerhalb von fünf Jahren durch einen Forschungsaufenthalt im Ausland und eine anschließende selbständige Forschungstätigkeit an einer deutschen Hochschule die wissenschaftlichen Voraussetzungen für eine Berufung als Hochschullehrerin oder Hochschullehrer zu erlangen. Dabei sollen die Bewerberinnen und Bewerber voll in den regulären Lehr- und Forschungsbetrieb der Gastinstitute integriert sein.

Das Programm ist nach der bedeutenden Mathematikerin Emmy Noether benannt, die 1918 als erste Frau an der Universität Göttingen habilitiert wurde, obwohl den Frauen dieses Recht offiziell erst im Februar 1920 zugestanden wurde. Emmy Noether emigrierte nach der Entziehung ihrer Lehrbefugnis in Göttingen 1933 in die USA, wo sie bis zu ihrem Tode 1935 unter anderem mit Albert Einstein zusammengearbeitet hat. Weitere Bewerbungen für das Emmy Noether-Programm nimmt die DFG jederzeit entgegen.

Es ist geplant, das Programm weiter auszubauen.

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