Bereichsnavigation

Pressemitteilung Nr. 3 | 25. Januar 1999
Verdienste um die deutsch-japanische Zusammenarbeit

Eugen und Ilse Seibold-Preis wird zum zweiten Mal verliehen

Zum zweiten Mal vergibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den mit je 20.000 Mark dotierten Eugen und Ilse Seibold-Preis zur Förderung der Wissenschaft und zur Verständigung zwischen Deutschland und Japan an einen deutschen und an einen japanischen Wissenschaftler. Preisträger sind Professor em. Dr. Hans-Joachim Queisser vom Max-Planck-Institut für Festk örperforschung in Stuttgart und Professor Dr. Yasuo Tanaka, Universität Tokio, zur Zeit Direktor des Liaison Office der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) in Bonn.

Der auf Halbleiter spezialisierte Experimentalphysiker Hans-Joachim Queisser, Jahrgang 1931, studierte Physik in Berlin und Göttingen, wo er 1958 promovierte. Er habilitierte sich 1964 an der Universität Frankfurt und wurde 1970 einer der Gründungsdirektoren des Max-PlanckInstituts für Festkörperforschung in Stuttgart. Queisser war Mitglied der "Zukunftskommission" des Landes Baden-Württemberg und gehört seit 1992 dem "Deutsch-japanischen Dialog" an. Seit 1993 ist er Mitglied im Kuratorium des National Advanced Interdisciplinary Research Laboratory in Tsukuba, Japan. 1997 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Yasuo Tanaka, ebenfalls Jahrgang 1931, ist der bekannteste japanische Experte auf dem Gebiet der Hochenergie-Astrophysik. Er initiierte die Zusammenarbeit zwischen dem Max-PlanckInstitut für Extraterrestrische Physik und dem japanischen Institute for Space and Astronautical Science. Nach seiner Emeritierung wurde er 1994 mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet. Als Direktor des Liaison Office der JSPS in Bonn hat er seit 1995 zur Intensivierung der deutsch-japanischen Zusammenarbeit durch Stipendien und die Projektfinanzierung beigetragen.

Der Meeresgeologe und ehemalige DFG-Präsident Professor Dr. Eugen Seibold und seine Frau Dr. Ilse Seibold haben den Preis für Wissenschaftler gestiftet, die als Deutsche durch wissenschaftliche Arbeiten in oder über Japan oder als Japaner in oder über Deutschland Qualität bewiesen und zum besseren Verständnis des jeweils anderen Landes beigetragen haben. Er wird alle zwei Jahre vergeben. Die Verleihung findet am 12. April 1999 um 17.00 Uhr im Wissenschaftszentrum in Bonn statt.

Zusatzinformationen

© 2010-2014 DFG Aktualisierungsdatum: 20.04.2012Sitemap  |  Impressum  |  Kontakt  |  RSS Feeds

Textvergrößerung und Kontrastanpassung