Auf der Suche
nach „deutschem Blut“
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Zur „rassischen Überprüfung“ gehörte
immer auch die photographische Dokumentation. Die Aufnahmen
zeigen polnische Kinder, die 1941/42 in der Außenstelle
Litzmannstadt des Rasse- und Siedlungshauptamtes der SS auf
ihre „Eindeutschungsfähigkeit“ untersucht wurden.
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Der von den Nationalsozialisten angestrebten Bildung einer „rassisch“
homogenen Gesellschaft im eroberten Osteuropa ging die Auslese der
dafür geeigneten Menschen voraus. Diese Aufgabe lag in den
Händen der Experten des Rasseund Siedlungshauptamtes der SS.
Mit anthropologischen und rassekundlichen Diagnosemethoden untersuchten
sie gleichermaßen „Volksdeutsche“ wie Polen, Ukrainer
und Tschechen. Mit „wissenschaftlicher“ Präzision
wollten sie „unerwünschten Bevölkerungszuwachs“
als Ostsiedler ausschließen und zugleich alle „rassisch
hochwertigen“ Individuen herausfiltern. Fiel das „Rasseexamen“
bei Personen nicht-deutscher Herkunft positiv aus, so erklärten
die Rassenexperten dies mit „verloren gegangenen deutschen
Wurzeln“. Als Anzeichen deutscher Erbanlagen galten unter
anderem große, schlanke Statur, gerade Nasen, hohe Wangenknochen,
helle Haut, blaue Augen und blonde Haare. Das Verfahren der rassischen
Auslese reduzierte die Individuen auf ihren angeblich rassischen
Wert. Die vermeintlich „rationale“ Klassifikation teilte
die Menschen in zahlreiche Untergruppen ein, auf die die Umvolkungsplaner
leichter zugreifen konnten und die ihnen eine Legitimation für
ihre Maßnahmen vom Umsiedeln bis zum Töten an die Hand
gaben.
"Bei all den Völkern, die wir vor uns haben, da wird ... jeder herausdestillierte reine Blutstropfen herübergenommen, oder, wenn er sich nicht mehr herübernehmen läßt, ausgelöscht."
Heinrich Himmler, 1942
vor SS- und Polizeiführern in der Ukraine
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