Akademische Beflissenheit und
verbrecherische Politik
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Eugen Fischer ... |
Otto Reche, Direktor des Instituts für Rassen- und Völkerkunde
der Universität Leipzig, war ein angesehener Anthropologe und
Ethnologe. Ende September 1939 übergab er der SS aus eigener
„akademischer Beflissenheit“ heraus „Leitsätze
zur bevölkerungspolitischen Sicherung des deutschen Ostens“.
Reche wollte seine „rassischen und rassenhygienischen Überlegungen“
in die Ostraumpolitik einbezogen wissen: „Ich würde es
für eine Pflichtverletzung meinerseits halten, wenn ich mich
jetzt nicht meldete, um mich auf diesem Gebiet nützlich zu
machen; es steckt in meinen Gedankengängen zudem ja ein erheblicher
Teil meiner Lebensarbeit.“
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... Otto Reche ... |
So wie Reche boten sich viele Wissenschaftler auf eigene Initiative
als Experten „für den Osten“ an.
Zum Beispiel Eugen Fischer und Fritz Lenz vom Kaiser-Wilhelm- Institut
für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik. Sie erstellten
im Rahmen des Generalplans Ost Gutachten zur Ansiedlung „deutscher
Menschen“.
Ihr Kollege Wolfgang Abel dachte in seiner Untersuchung an russischen
Kriegsgefangenen schon über die Liquidierung des russischen
Volkes nach, da dieses „unter rassischen Gesichtspunkten eine
Gefahr für die Deutschen“ darstelle.
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... und Fritz Lenz zählten zu jenen Wissenschaftlern, die
sich aus eigenem Antrieb in den Dienst der nationalsozialistischen
Ostraumpolitik stellten. |
"Die bisherigen Bewohner des neu abzutretenden Raumes sind für die Aufnahme in den Volkskörper des deutschen Volkes ... zum größten Teil völlig unbrauchbar … Eine Vermischung mit Deutschen ist auf alle Fälle zu vermeiden; das läßt sich nur durch Entfernung der Polen erreichen."
Otto Reche, 1939
Leitsätze zur bevölkerungspolitischen Sicherung des deutschen Ostens
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