DFG - Ausstellung: Wissenschaft, Planung, Vertreibung. Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten.
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Neuer „Lebensraum“
im Osten Europas
Die Entwicklung
des Generalplans Ost
Die Umsetzung
einer rassistischen Utopie
Eine leistungsfähige
Agrargesellschaft als Ziel
„Deutsche“ Dörfer für
die „Germanisierungszonen“
Grundlagenforschung
für den Generalplan Ost
Akademische Beflissenheit
und verbrecherische Politik
Bildergalerie zum
Thema PLANUNG

 



Grundlagenforschung für den Generalplan Ost

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DFG-Präsident in Uniform: Rudolf Mentzel (2. v. r.) bei einer Konferenz der Hochschulrektoren 1940 in Prag.

Die Umsiedlungsplanungen des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums (RKF), der Generalplan Ost von 1942 und die Entwürfe zum Generalsiedlungsplan von 1942/43 wurden in beträchtlichem Umfang von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. Von 1941 bis 1945 stellte sie insgesamt 510 000 Reichsmark für „planungswissenschaftliche Arbeiten zur Festigung deutschen Volkstums“ bereit. Weitere 100 000 Reichsmark wurden noch für 1945/46 bewilligt, aber nicht mehr ausgezahlt. Zum Vergleich: Der Gesamtetat der DFG lag 1941 bei sechs Millionen Reichsmark. Konrad Meyer wirkte bei der Abwicklung als Projektkoordinator.

Ein Teil der jährlichen Zuwendungen wurde ihm direkt überwiesen. Dieser Betrag lag zwischen 60 000 und 70 000 Reichsmark. Der Rest stand für Einzelanträge von Wissenschaftlern zur Verfügung, die von ihm geprüft und dann der DFG zugeleitet wurden.

Meyer war sich durchaus bewusst, dass seine Grundlagenforschung hohe Praxisrelevanz hatte. So verwies er 1942 in einem Antrag an die DFG darauf, dass mit den erweiterten Kompetenzen des RKF auch der Bedarf an vorbereitender Grundlagenforschung massiv gestiegen sei. Deswegen beantragte er eine Erhöhung seines Forschungsetats auf 150 000 Reichsmark im Jahr – und erhielt alsbald die Bewilligung.

 

DFG-geförderte Projekte im Umfeld des Generalplans Ost
1941/42 (Auswahl)

Dr. Erhard Mäding, RKF Berlin:
Statistische und verwaltungsrechtliche
Untersuchungen über die Gliederung der
Ostgebiete

Prof. Dr. Max Rolfes, Inst. für landwirtschaftliche
Betriebslehre, Universität Gießen
:
Untersuchungen zur Agrarpolitik und
Betriebslehre

Wilhelm Zoch, RKF Posen:
Einwirkungen der Agrarstruktur auf den
Volkstumskampf in den ehemals preußischen
Provinzen Posen und Westpreußen

DFG-geförderte Projekte für den Generalsiedlungsplan
1942/43 (Auswahl)

Dipl. Volkswirt Arthur von Machui, RKF Berlin:
Volksbiologische und volksgemeinschaftliche
Voraussetzungen des ländlichen
Aufbaus im neuen deutschen Osten

Dr. Erhard Mäding, RKF Berlin:
Aufstellung von Grundsätzen zur ländlichen
Neuordnung des Altreiches im Hinblick auf
die Aufgaben der Festigung deutschen
Volkstums in den neuen Siedlungsgebieten

Dr. Ing. Hans-Joachim Schacht, RKF Berlin:
Untersuchungen über die Einschaltung
neuer Baustoffe und Bauverfahren im
Aufbau im Osten

DFG-geförderte Projektein Fortführung der Arbeiten am Generalsiedlungsplan 1943/44 (Auswahl)

Dr. jur. habil. Horst Bartholomeyczik, Breslau:
Erforschung der rechtlichen Voraussetzungen
und der Rechtsform der Ostsiedlung

Prof. Dr. Reinhard Höhn, Universität Berlin:
Auswertung der Erfahrungen der Siedlungspolitik
der Preußischen Ansiedlungskommission
auf dem Gebiete der Kirche, der
Schulen und des Sprachenwesens

Dr. Franz Doubek, RKF Berlin:
Erstellung kartographischer Unterlagen
über die dem Reich eingegliederten Gebiete

DFG-geförderte Projekte in Fortführung der Arbeiten am Generalsiedlungsplan 1944/45 (Auswahl)

Prof. Dr. Felix Boesler, Universität Jena:
Untersuchung zu Problemen des
Ostaufbaus, laufende Forschungsaufträge
des RKF

Dr. Franz Doubek, RKF Berlin:
Erstellung von wissenschaftlichen Ausarbeitungen
zur raum- und volkspolitischen
Erkenntnis der dem Reich ein- und angegliederten
Gebiete unter besonderer Berücksichtigung
des organischen Zusammenhanges
dieser Gebiete

Dr. Franz Doubek, RKF Berlin:
Die Bedeutung der Donau Alpenreichsgaue
für die Neusiedlung und ihre Stellung in der
künftigen ländlichen Neuordnung des
Reiches

Dipl. Volkswirt Artur von Machui, RKF Berlin:
Wissenschaftliche Unterlagen zu den kriegsund
siedlungswirtschaftlichen Maßnahmen
in den eingegliederten Reichsteilen

 

"Die heutige Deutsche Forschungsgemeinschaft ... sieht ihre Aufgabe vor allem in großzügiger Förderung der im Dienst von Volk und Staat erwachsenden wissenschaftlichen Aufgaben."

Konrad Meyer, 1942


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