Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und ihre Vergangenheit
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist ein elementarer Bestandteil
der Forschungslandschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Sie fördert
die Wissenschaft in allen ihren Zweigen durch die finanzielle Unterstützung
von Forschungsvorhaben, berät Parlamente und Behörden in wissenschaftlichen
Fragen, pflegt die Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und
fördert die Beziehungen der deutschen Forscher zur ausländischen
Wissenschaft. Dabei gilt ihre besondere Aufmerksamkeit der Förderung
des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Die DFG ist ein eingetragener Verein. Ihre Mitglieder sind Universitäten,
Forschungseinrichtungen und die Akademien der Wissenschaft. Sie wurde
1920 gegründet, damals noch unter dem Namen „Notgemeinschaft
der deutschen Wissenschaft“. Ihre Schwerpunkte, aber auch das politische
Profil ihrer Gremien spiegelten von Beginn an die jeweils innerhalb der
deutschen Wissenschaft dominanten Strömungen.
Während der Weimarer Republik beherrschten jene nationalkonservativen
Professoren die DFG, die auch die Universitäten prägten. Im
Nationalsozialismus mobilisierte die DFG ihre Ressourcen mit derselben
Begeisterung für das Regime, mit der sich auch die große Mehrheit
der deutschen Wissenschaftler für den NS-Staat engagierte. Und nach
der Neugründung im Jahr 1949 fand die DFG ihren Platz in einer pluralistischen
Demokratie – so wie es die zuvor durchaus demokratiefeindliche Professorenschaft
insgesamt tat.
Zur Aufarbeitung ihrer Geschichte hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft
eine Forschergruppe eingerichtet, deren Ziel es unter anderem ist, die
Rolle der DFG während des Nationalsozialismus aufzuklären. Diese
Ausstellung ist ein Teil dieser Bemühungen.
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