Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

Dr. Hildegard Westphal - Albert Maucher-Preisträgerin 2004

Hildegard Westphal

Hildegard Westphal

Das Arbeitsgebiet von Hildegard Westphal ist die Paläoklimaforschung. Diese nimmt in den Geowissenschaften einen wichtigen Platz ein, weil die Untersuchung der Klimaschwankungen in der Erdgeschichte ein besseres Verständnis der Klimaveränderungen in der Neuzeit ermöglicht. Zu diesem Zweck befasst sich Hildegard Westphal mit der Untersuchung von Karbonatsedimenten, die als eine Art Klimaarchiv bestimmte Umweltfaktoren wie Meersspiegelschwankungen, Temperaturen oder Luftfeuchte überliefern und so die Entstehungsbedingungen der Sedimente rekonstruierbar machen. Um eine möglichst fehlerfreie Interpretation der Karbonate zu ermöglichen, ist Hildegard Westphal damit befasst, Parameter zu erarbeiten, mit deren Hilfe auch atypische Karbonate eindeutig kategorisiert werden können. In diesem Zusammenhang bearbeitet sie Karbonatabfolgen aus weiten Bereichen der Erdgeschichte, vom Erdaltertum bis in die Erdneuzeit. Darüber hinaus beschäftigt sich Hildegard Westphal auch mit Karbonaten als Erdgas- und Erdölspeichergesteine.

Hildegard Westphal studierte Geologie und Geophysik an der Universität Tübingen und der University of Queensland in Brisbane, Australien. Ihre Promotion schloss sie 1997 am GEOMAR Forschungszentrum für Marine Geowissenschaften der Universität Kiel ab. Nach einem einjährigen Forschungsaufenthalt an der University of Miami in der Arbeitsgruppe von Professor Gregor P. Eberli ging Westphal zunächst als Hochschulassistentin an die Universität Hannover. Seit 2003 arbeitet sie am Paläontologischen Institut der Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre Habilitation schloss sie Anfang dieses Jahres mit Erlangung der venia legendi für Geologie ab.

Zur Person

Preisträger und Programm