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Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2018

Wirtschaftswissenschaften, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main

Für ihre methodologischen Innovationen und die konsequente Weiterentwicklung der Wirtschaftswissenschaften erhält Nicola Fuchs-Schündeln den Leibniz-Preis. Fuchs-Schündelns Forschungstätigkeit gründet in der Makroökonomie, zeichnet sich aber dadurch aus, dass sie mikroökonomische Fragen und mikroökonometrische Methoden in die Makroökonomie einführt. Auf dieser Basis entstanden einflussreiche empirische Arbeiten: So war beispielsweise die Methode des „natürlichen Experiments“ in der Mikroökonomie seit den 1990er-Jahren verbreitet, stieß aber in der Makroökonomie auf begründete Vorbehalte. Fuchs-Schündeln erkannte in der deutschen Wiedervereinigung ein Ereignis, das sich als „natürliches Experiment“ untersuchen ließ, da Bevölkerungen mit unterschiedlichen wirtschaftlichen und politischen Erfahrungen zusammenkamen, deren Verhalten sich vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen erforschen ließ. Ausgehend von diesem Durchbruch konzentrierte sie sich unter anderem auf die Untersuchung von individuellem Spar- und Konsumverhalten sowie auf die Herausbildung von individuellen Präferenzen, etwa hinsichtlich des Arbeitsangebots, die in den Wirtschaftswissenschaften bislang eher als exogen bestimmt angesehen wurden.

Nicola Fuchs-Schündeln studierte Wirtschaftswissenschaften und Lateinamerikastudien an der Universität zu Köln, 2004 wurde sie an der Yale University promoviert. Ab 2004 war sie fünf Jahre als Assistant Professor an der Harvard University tätig, bis sie 2009 einen Ruf auf die Professur für Makroökonomie und Entwicklung an der Goethe-Universität Frankfurt/Main annahm.

GEPRIS

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