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Prof. Dr. Jörg Vogel - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2017

Molekulare Infektionsbiologie, Institut für Molekulare Infektionsbiologie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Professor Dr. Jörg Vogel
Prof. Dr. Jörg Vogel
© DFG / Ausserhofer
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Mit Jörg Vogel wird einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Ribonukleinsäure-Biologie mit dem Leibniz-Preis geehrt. Er erhält die Auszeichnung für seine wegweisenden Beiträge zum Verständnis regulatorischer RNA-Moleküle in der Infektionsbiologie. Vogel erkannte sehr früh die Bedeutung der RNA-Biochemie in Prokaryonten und leistete Pionierarbeit mit der Anwendung und Entwicklung von Hochdurchsatz-Sequenzierungsverfahren für die Analyse von RNA. Mit diesem Verfahren konnte er den Einfluss von Krankheitserregern auf die Wirtszelle verfolgen. Vogel entdeckte zudem, wie kleine, regulatorische RNA-Moleküle die Proteinsynthese und den Abbau von RNA kontrollieren. Dies trug zur Entwicklung von neuen, gentherapeutisch nutzbaren Methoden bei. Gemeinsam mit Emmanuelle Charpentier, Leibniz-Preisträgerin 2016, entdeckte Vogel die tracrRNA, also trans-aktivierende RNA, die eine Anwendung des CRISPR/Cas9-Systems erst ermöglicht. Vogel deckte damit allgemeine biologische Prinzipien auf, die für das Verständnis von pathogenen Mikroorganismen eine große Rolle spielen und zu neuen therapeutischen Ansätzen führen.

Jörg Vogel studierte an der Humboldt-Universität in Berlin Biochemie, wo er auch zum Thema des RNA-Spleißens in Pflanzen promovierte. Nach Postdoc-Aufenthalten in Uppsala und Jerusalem wurde er 2004 Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologe in Berlin. Seit 2009 ist er Professor an der Universität in Würzburg und leitet dort das Institut für Molekulare Infektionsbiologie.

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