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Prof. Dr. Dag Nikolaus Hasse - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2016

Philosophie, Institut für Philosophie, Universität Würzburg

Prof. Dr. Dag Nikolaus Hasse
Prof. Dr. Dag Nikolaus Hasse
© DFG / Ausserhofer
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Der Philologe und Philosoph Dag Nikolaus Hasse hat mit seinen Arbeiten grundlegend neue Einblicke in die Anfänge des modernen Europa eröffnet, für die er nun mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet wird. Im Mittelpunkt seines Œuvres stehen die Beziehungen zwischen der christlich-lateinischen, arabischen und jüdischen Philosophie, Theologie und Naturwissenschaft vom Mittelalter bis zur Aufklärung. Mit einer ganzen Reihe von Studien konnte Hasse zeigen, wie intensiv und fruchtbar der kulturelle Austausch zwischen Gelehrten und Institutionen aus Orient und Okzident war. In seinen Arbeiten verbindet er historisch-philologische Forschung mit detektivischer Beobachtungsgabe und neuen, selbst entwickelten Analyseverfahren. So identifizierte er mit computergestützten Methoden die sprachlichen Eigenheiten einzelner Übersetzer arabischer Texte und rekonstruierte so deren Einfluss auf die großen Übersetzerschulen, aber auch die höfische Gelehrsamkeit in Morgen- und Abendland. Ebenso grundlegend sind zwei von Hasse geleitete Langzeitprojekte, die die Veränderungen des ptolemäischen Weltbildes im west-östlichen Austausch und die fachsprachlichen Beziehungen zwischen lateinischer und arabischer Welt erschließen.

Dag Hasse lehrt seit 2005 Geschichte der Philosophie in Würzburg. Er wurde in Göttingen, Yale, Tübingen und London als Latinist, Gräzist und Arabist sowie in Philosophie und Philosophiegeschichte ausgebildet und legte bereits mit seiner Dissertation und weiteren Frühstudien zu Avicenna und Aristoteles den Grundstein für seine originellen und höchst anerkannten Forschungen.

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