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Prof. Dr. Frank Bradke - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2016

Neuroregeneration, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Bonn

Prof. Dr. Frank Bradke
Prof. Dr. Frank Bradke
© DFG / Ausserhofer
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Frank Bradke erhält den Leibniz-Preis 2016 für seine wegweisenden Forschungen auf dem Gebiet der regenerativen Neurobiologie. Im Mittelpunkt seines Interesses steht das Wachstum der Axone, also jener Fortsätze von Nervenzellen, deren fehlende Regenerationsfähigkeit eine zentrale Rolle bei Querschnittslähmungen spielt. Wie diese Fasern doch wieder zum Wachstum angeregt werden können, untersuchte Bradke in einer ganzen Reihe aufeinander aufbauender Arbeiten. Dabei entdeckte er zunächst, dass die für die Stabilität des Zytoskeletts wichtigen Mikrotubuli im Axon deutlich stabiler als in anderen Zellfortsätzen sind. Darauf folgte die ebenso weitreichende Erkenntnis, dass eine pharmakologische Stabilisierung dieser Mikrotubuli auch die Regeneration der Axone fördern kann. Ebenso bahnbrechend – wie unerwartet – war schließlich der Befund, dass eine solche pharmakologische Stabilisierung zugleich auch die Narbenbildung im Rückenmark hemmt. Alle diese und weitere Arbeiten Bradkes sind sowohl für die Grundlagenforschung als auch für therapeutische Ansätze von außerordentlicher Bedeutung.

Frank Bradke studierte Biochemie in London und Berlin. Nach der Promotion in Heidelberg und Aufenthalten in Stanford und San Francisco leitete er eine Nachwuchsgruppe am Max-Planck‐Institut für Neurobiologie in Martinsried. Seit 2011 forscht Bradke am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn und ist zugleich Professor an der Bonner Universität.

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© 2010-2017 DFG Aktualisierungsdatum: 01.03.2016Sitemap  |  Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Kontakt  |  RSS Feeds

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