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Prof. Dr. Lars Zender - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2014

Gastroenterologie/Onkologie, Universitätsklinikum Tübingen

Prof. Dr. Lars Zender
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Prof. Dr. Lars Zender

© DFG / David Ausserhofer

Lars Zender ist der jüngste der diesjährigen Leibniz-Preisträger. Im Mittelpunkt seines Forschungsinteresses steht die Leber. Zender hat wesentlich neue Mechanismen entschlüsselt, die zur Erhaltung oder zur Wiederherstellung der Funktion der Leber beitragen. Mittels onkogenetischer Screens entdeckte er dabei zum einen neue Gene, die Tumoren in der Leber hemmen. Die dabei aufgebaute Methodik wandte er dann in einem zweiten, pathophysiologischen Kontext an, nämlich der Regeneration der Leberfunktion nach akutem oder chronischem Leberversagen als in der Regel letzte Alternative zur Lebertransplantation. Das zweite zentrale Forschungsgebiet des Gastroenterologen ist die Aufklärung der Rolle, die die Seneszenz, also die Zellalterung, bei der Entstehung von Krebs spielt. Hier konnte Zender nachweisen, dass das „Anschalten" der Seneszenz die Entstehung von Tumoren aus prämalignen Leberzellen verhindert und somit einen wichtigen Schutzmechanismus darstellt. Auf beiden Forschungsgebieten sind Zenders Arbeiten sowohl wichtige Beiträge zur Grundlagenforschung als auch Optionen zur Entwicklung und Weiterentwicklung therapeutischer Verfahren.

1975 geboren, arbeitete Lars Zender bereits während seines Studiums an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) an wissenschaftlichen Projekten zur Regulation von Zelltod in der Leber. Nach Promotion, Approbation und Assistenzarzt-Tätigkeit an der MHH ging er 2004 im Rahmen des Emmy Noether-Programms der DFG als Postdoktorand an das renommierte Cold Spring Harbor Laboratory. 2008 nach Deutschland zurückgekehrt, setzte er seine Forschungen als Emmy Noether- und als Helmholtz-Nachwuchsgruppenleiter fort und lehnte mehrere Rufe aus dem In- und Ausland ab, bevor er sich 2012 für die Universität Tübingen entschied, an deren Klinikum er nun die Sektion für translationale gastrointestinale Onkologie leitet. Für seine Arbeiten wurde Zender bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem angesehenen Deutschen Krebspreis.

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