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Prof. Dr. Brigitte Röder - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2014

Biologische Psychologie/Neuropsychologie, Universität Hamburg

Prof. Dr. Brigitte Röder
Prof. Dr. Brigitte Röder
© DFG / David Ausserhofer
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Mit Brigitte Röder erhält eine Forscherin den Leibniz-Preis, deren wissenschaftliches Werk sowohl für die Psychologie als auch für die modernen Lebenswissenschaften von höchster Bedeutung ist. Röders Forschungsarbeiten bewegen sich an den Schnittstellen von Kognitionspsychologie, Entwicklungspsychologie und kognitiver Neurowissenschaft. Vor allem mit ihren Untersuchungen zu den grundlegenden Mechanismen neuronaler Plastizität gehört Brigitte Röder zur Weltspitze. Leitfragen sind dabei etwa: Wie und in welchem Maß ist unser Gehirn fähig zur Anpassung an altersbedingte Veränderungen oder sensorische Deprivation bei Blindheit oder Gehörlosigkeit? Ist die Anpassungsfähigkeit des Gehirns trainierbar? Wie werden funktional spezialisierte Systeme des Gehirns entwickelt und aufrechterhalten? Röder betrachtet dabei gezielt die zeitliche Dynamik der Entwicklung. So untersucht sie etwa, wie sich Wahrnehmung und Verhalten bei erblindeten oder gehörlos gewordenen Personen verändern, vergleicht dies mit von Geburt an blinden oder gehörlosen Personen und setzt beides in Beziehung zur kortikalen Entwicklung. Diese und andere Arbeiten, die sich durch hohe Kreativität und vielfältige Verbindungen von psychologischen und psychophysiologischen Experimenten, Blickbewegungsmessungen und Bildgebungsverfahren auszeichnen, sind über die Grundlagenforschung hinaus auch für die Entwicklung von Bildungs- und Rehabilitationsprogrammen von hoher Bedeutung.

1967 geboren, studierte Brigitte Röder Psychologie in Marburg, wo sie bei Frank Rösler im Bereich der Kognitiven Neurowissenschaften auch promovierte und sich 2002 habilitierte. Ihre wissenschaftliche Heimat verließ sie mehrfach und forschte als Doktorandin und Postdoc in Illinois beziehungsweise Oregon. 1999 gehörte Brigitte Röder zu den ersten Geförderten im Emmy Noether-Programm der DFG. Von Marburg aus folgte sie einem Ruf an die Universität Hamburg, wo sie seitdem ungeachtet mehrerer Rufe forscht und lehrt. Für ihre Arbeiten wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, 2010 erhielt sie einen Advanced Grant des ERC.


Foto-Clip - Prof. Dr. Brigitte Röder

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© 2010-2017 DFG Aktualisierungsdatum: 11.03.2014Sitemap  |  Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Kontakt  |  RSS Feeds

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