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Prof. Dr. Jörg Wrachtrup - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2012

Experimentelle Physik, Universität Stuttgart

Prof. Dr. Jörg Wrachtrup
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Prof. Dr. Jörg Wrachtrup

© DFG / David Ausserhofer

Jörg Wrachtrup hat ein völlig neuartiges und sehr erfolgreiches Forschungsgebiet an der Schnittstelle zwischen Festkörperphysik und Quantenoptik erschlossen. Den Grundstock hierzu legte er mit seinen wegweisenden Arbeiten zur Detektion einzelner Spins in Festkörpern. Als Meilenstein gilt vor allem die Detektion einzelner paramagnetischer Stickstoff-Fehlstellen in Diamant, den sogenannten NV-Zentren, die sich durch eine außergewöhnliche Fotostabilität auszeichnen. Wrachtrup erkannte als erster Wissenschaftler die Bedeutung von NV-Zentren für die Quanteninformationstechnologie und die Messtechnik. Das damit von ihm wesentlich begründete Forschungsfeld strahlt jedoch weit über die Festkörperphysik und die Quantenoptik hinaus bis in die Material- und Lebenswissenschaften hinein. So wurde die hohe Fotostabilität der NV-Zentren dazu genutzt, die Auflösung der Fluoreszenz-Mikroskopie zu maximieren. Auch die Entwicklung fluoreszierender Nanodiamanten zur Markierung von Biomolekülen wurde mithilfe von NV-Zentren erreicht. Ausgehend von Wrachtrups Arbeiten konnten schließlich diamantbasierte Einzelphotonenquellen und eine neue Klasse diamantbasierter Magnetsensoren hergestellt werden.

Seit 2000 ist Jörg Wrachtrup Direktor des 3. Physikalischen Instituts der Universität Stuttgart, an die er nach Studium und Promotion an der Freien Universität Berlin, einem Forschungsaufenthalt am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) in Bordeaux und anschließender fünfjähriger Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Chemnitz kam. Für seine Forschungen wurde Wrachtrup national und international bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem ist er Max Planck-Fellow und erhielt in diesem Jahr einen Advanced Grant des European Research Council (ERC).

Foto-Clip - Prof. Dr. Jörg Wrachtrup

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