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Prof. Dr. Matthias Mann - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2012

Biochemie, Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried

Prof. Dr. rer. nat. Dr. Dr. h.c. Matthias Mann
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Prof. Dr. rer. nat. Dr. Dr. h.c. Matthias Mann

© DFG / David Ausserhofer

Ohne die nun mit dem Leibniz-Preis ausgezeichneten Arbeiten von Matthias Mann wäre die moderne Biologie im Grunde nicht möglich. Als außergewöhnlich einfallsreicher und erfolgreicher Methodenentwickler und -anwender hat der Biochemiker die „large scale proteomics“ und damit die Erfassung aller Proteine von biologischen Systemen geprägt. Sein größtes Verdienst ist die Übertragung der aus der Physik stammenden Verfahren der Massenspektrometrie auf molekularbiologische Fragestellungen, die er auf verschiedenen Wegen verfolgte. Seine frühen Beiträge zur Entwicklung der Elektrospray-Ionisierung ebneten der biologischen Massenspektrometrie insgesamt erst den Weg. Nicht minder bedeutsam wurden die von Mann entwickelten Software-Algorithmen, die die Auswertung massenspektrometrischer Daten mithilfe von Sequenzdatenbanken erlauben. Diese und andere Techniken wie das SILAC-Verfahren zum direkten Vergleich tausender Proteine werden inzwischen weltweit in Laboren eingesetzt. Zusammen mit renommierten Arbeitsgruppen wandte Mann diese Techniken auch selbst an, wodurch 2008 am Beispiel der Bäckerhefe die erste vollständige Proteomanalyse eines Organismus gelang. Nächstes großes Ziel ist die vollständige Erfassung des Proteoms menschlicher Zellen, die kurz bevorsteht.

Nach dem Physik-Studium in Göttingen war jede Station in Matthias Manns wissenschaftlichem Werdegang mit der Entwicklung und Anwendung wegweisender Techniken verbunden, von der Promotion in Yale/USA über das Postdoktorat in Odense/Dänemark bis hin zur Gruppenleitertätigkeit am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg und zur Leitung des Zentrums für Experimentelle Bioinformatik an der University of Southern Denmark in Odense. Seit 2005 setzt er als Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried seine Arbeiten fort, die dem Verständnis biologischer Systeme immer wieder neue Perspektiven eröffnen.

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