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Prof. Dr. Rainer Forst - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2012

Politische Philosophie/Theorie, Universität Frankfurt am Main

Prof. Dr. Rainer Forst
Prof. Dr. Rainer Forst
© DFG / David Ausserhofer
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Rainer Forst gilt national und international als der wichtigste deutsche politische Philosoph der Generation „unter 50“. Der Frankfurter Wissenschaftler führt die deutsche – und hier nicht zuletzt Frankfurter – politische Philosophie von Jürgen Habermas und Axel Honneth fort, bringt diese in kritischer Auseinandersetzung mit amerikanischen Vertretern wie John Rawls zusammen und setzt dabei Akzente zu einer ganz eigenen Philosophie. Diese dreht sich vor allem um die Grundbegriffe „Gerechtigkeit“, „Toleranz“ und „Rechtfertigung“. Auf höchst originelle Weise durchdachte und formulierte Forst die Erkenntnis, dass der Mensch schon immer in verschiedene „Rechtfertigungspraktiken“ eingebettet ist. Sie bedingen, dass letztlich alle Handlungen nach eigenen Logiken der Moral, des Rechts und anderer Diskurse legitimiert werden müssen. Unsere praktische Vernunft ist so nichts anderes als das Vermögen, diese Logiken zu erkennen und anzuerkennen – so das weitreichende Fazit des politischen Philosophen Forst.

Die ausgeprägte internationale Ausrichtung mit besonderem Interesse an den USA zeigte sich bei Rainer Forst schon früh. Nach dem Studium in Frankfurt, New York/Binghamton und Harvard war er Assistent und Gastprofessor in Berlin, Frankfurt und New York, bevor er nach Stationen in Frankfurt und Gießen 2004 Professor an der Frankfurter Universität wurde; ihr ist Forst trotz mehrerer Angebote renommierter ausländischer Universitäten treu geblieben.


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