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Prof. Dr. Michael Brecht - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2012

Neurophysiologie/Zelluläre Neurowissenschaft, Bernstein Center for Computational Neuroscience Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin

Prof. Dr. Michael Brecht
Prof. Dr. Michael Brecht
© DFG / David Ausserhofer
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Der Leibniz-Preis für Michael Brecht ehrt einen Wissenschaftler, der mit originellen Forschungsansätzen und innovativen Techniken Pionierarbeit in der Neurobiologie geleistet hat. Brecht interessiert vor allem die Frage, wie neuronale Aktivität Verhalten auslöst. Seine grundlegenden Antworten erzielt er mit der von ihm entwickelten „in vivo whole cell-Technik“, die präzise Messungen in frei sich bewegenden Tieren ermöglicht. Mit ihr zeigte Brecht, dass bereits die Stimulation einer Nervenzelle motorisches Verhalten auslösen kann. Auch von Brecht vorgenommene Ableitungen im sensorischen Cortex belegten, dass unter bestimmten Umständen schon durch einzelne stimulierte Nervenzellen Wahrnehmung und Verhalten gesteuert werden. Beides widerlegte die gängige Annahme, dass Verhalten erst durch die Aktivität zahlreicher Neuronen ausgelöst wird. Brechts Techniken basieren auf Verfahren, die zuvor bereits bei anästhesierten Nagetieren angewandt wurden, die er jedoch als einer der ersten auf wache, sich aktiv bewegende Tiere übertrug. So ermöglichte Brecht ein weitaus besseres Verständnis der neuronalen Informationsverarbeitung.

Michael Brechts Werdegang ist eng mit zwei der weltweit angesehensten deutschen Neuro- und Zellbiologen verbunden. Nach dem Studium der Biochemie und Biologie in Tübingen und einem Forschungsaufenthalt in San Francisco promovierte Brecht bei Wolf Singer in Frankfurt und habilitierte sich bei Nobelpreisträger Bert Sakmann in Heidelberg. Seit 2006 ist er Professor am Bernstein Center for Computational Neuroscience und an der Humboldt-Universität, beide in Berlin.


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© 2010-2017 DFG Aktualisierungsdatum: 09.12.2011Sitemap  |  Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Kontakt  |  RSS Feeds

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