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Prof. Dr. Bernhard Keimer - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2011

Experimentelle Festkörperphysik, Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart

Prof. Dr. Bernhard Keimer
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Prof. Dr. Bernhard Keimer

© DFG / David Ausserhofer

Bernhard Keimers Forschungen widmen sich zentralen und komplexen Fragen der Festkörperphysik. Keimer ist einer der international herausragendsten Vertreter auf dem Gebiet der Neutronenstreuung, sein Name steht für eine eigene Methodik, mit der er die seit mehr als 20 Jahren laufende und noch immer faszinierende Suche nach den Mechanismen der Hochtemperatur-Supraleitung in Cupraten – chemischen Verbindungen mit einem kupferhaltigen Anion – vorantreibt. Mit der Methode der inelastischen Neutronenstreuung setzt Keimer vor allem bei der Erforschung von Spinanregungen in Hochtemperatur-Supraleitern Maßstäbe. Die Grundlagen hierfür schuf er selbst durch ein Programm zur Herstellung von Einkristallen, die für die Neutronenexperimente aus Mosaiken von mehreren Hundert kleinen, nahezu perfekten Proben zusammengesetzt werden. Dieselbe langfristig angelegte Strategie setzte Keimer auch zur Aufklärung anderer Strukturen ein, so etwa der Magnetstruktur von Ruthano-Cuprat-Verbindungen. In weiteren Arbeiten leistete er wichtige Beiträge zum besseren Verständnis von Mott-Isolatoren.

Bereits nach dem Physik-Vordiplom an der TU München wechselte Bernhard Keimer an das renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, wo er auch promovierte. Anschließend hatte er verschiedene Professuren in Princeton inne, bevor er 1999 als Direktor an das Stuttgarter Max-Planck-Institut für Festkörperphysik berufen wurde. Er ist einer der weltweit meistzitierten Wissenschaftler seines Faches, Mitherausgeber führender Fachjournale und Mitglied zahlreicher Akademien. Hohes Ansehen genießt er auch als Mentor, der den wissenschaftlichen Nachwuchs aus aller Welt anzieht.