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Prof. Dr. Christian Büchel - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2011

Kognitive Neurowissenschaften, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Prof. Dr. med. Christian Büchel
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Prof. Dr. med. Christian Büchel

© DFG / David Ausserhofer

Christian Büchel erhält den Leibniz-Preis für seine grundlegenden Forschungen zu neuronalen Netzwerkeigenschaften, die bei komplexen Hirnprozessen wie Lernen, Gedächtnis, Sprache, Angst und Schmerz zum Tragen kommen. Seine Arbeiten zeichnen sich durch große Themenvielfalt und Interdisziplinarität aus. In der kognitiven Neuroforschung konnte Büchel anhand der Aufmerksamkeit beim Menschen erstmals belegen, dass die funktionelle Interaktion zwischen den Hirnregionen höheren kognitiven Prozessen unterliegt. In anderen Arbeiten erforschte er die Mechanismen, die zu Angst und Furcht beitragen. Hier zeigte er als Erster am Menschen, dass die Amygdala – eines der Kerngebiete des Gehirns – bei der Furchtkonditionierung eine zentrale Rolle spielt. Von ebenso hoher Bedeutung sind Büchels Beobachtungen, dass bereits neuronale Aktivitäten im Rückenmark durch kognitive Faktoren moduliert werden können und wie Schmerz die Wahrnehmung verändert. Die oft mit hohem technischem Aufwand durchgeführten Forschungen verbinden Kognitionsforschung und neurobiologische Grundlagenstudien und sind auch für die klinische Anwendung hochrelevant.

Christian Büchel studierte Medizin in Heidelberg und wurde parallel zu seiner wissenschaftlichen Qualifikation in Essen, Jena und London zum Facharzt für Neurologie ausgebildet. Nach mehrjährigen Forschungen in Großbritannien ist er seit 2005 Lehrstuhlinhaber für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Für seine Forschungen wurde Büchel national wie international bereits mehrfach ausgezeichnet.