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Prof. Dr.-Ing. Holger Boche  - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2008

Nachrichtentechnik und Informationstheorie, Institut für Telekommunikationssysteme der Technischen Universität (TU) Berlin und Fraunhofer German-Sino Lab for Mobile Communications, Berlin, und Fraunhofer Institut Nachrichtentechnik (Heinrich-Hertz-Institut), Berlin (2,5 Mio. Euro)

Prof. Dr.-Ing. Holger Boche

Prof. Dr.-Ing. Holger Boche

Der Ausbau der Mobilfunktechnik hat in den vergangenen Jahren durch Holger Boche zahlreiche wichtige Impulse erhalten. Auf der Grundlage seiner theoretischen Arbeiten erweiterte Boche das Verständnis komplexer mobiler Kommunikationssysteme und setzte seine Erkenntnisse zugleich technisch für die Standardisierung neuer Mobilfunksysteme um. Von besonderer Bedeutung sind seine Forschungen zur schichtenübergreifenden Optimierung, mit der mobile Netze wirkungsvoller und zuverlässiger arbeiten können. Boche trägt so wesentlich dazu bei, dass sich die vorhandenen Mobilfunk-Frequenzen mit möglichst wenig fest installierten Sendern und Empfängern flächendeckend nutzen lassen - womit sich sowohl eine erhebliche wissenschaftliche Herausforderung als auch ein hohes wirtschaftliches Potenzial verbindet.

Holger Boches wissenschaftliche Karriere ist ungewöhnlich: Boche absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Mess-, Steuerungs- und Regelungstechniker im Mineralölwerk Lützkendorf in der damaligen DDR. Von 1986 bis 1990 studierte er dann Informationstechnik an der TU Dresden, von 1990 bis 1992 zusätzlich - und parallel zu seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter - Mathematik. Nach den jeweiligen Diplom-Abschlüssen promovierte Boche in beiden Fächern mit "summa cum laude". Seit 1998 steht er an der Spitze der Abteilung "Breitband-Mobilfunknetze" am Heinrich-Hertz-Institut der Fraunhofer-Gesellschaft, deren German-Sino Lab for Mobile Communications er ebenfalls leitet. Seit 2002 ist Boche zudem C4-Professor für Mobilkommunikation an der TU Berlin.