Dr. Stefan Linden - Heinz Maier-Leibnitz-Preisträger 2007
Experimentalphysik, Universität Karlsruhe (TH)
Der Forschungsschwerpunkt von Stefan Linden liegt auf dem noch jungen Gebiet der optischen Metamaterialien. Das sind künstlich hergestellte Materialien, mit der besonderen Eigenschaft, einfallendes Licht nach „links“ zu brechen. Bei allen natürlichen Materialien, wie Glas, wird der Lichtstrahl abgelenkt, also nach „rechts“ gebrochen. Linden gelang es erstmals, „linkshändige“ Metamaterialien im nahen Infrarot bis hin zum sichtbaren Lichtbereich zu erschließen, also in extrem kurzen Wellenlängen. Diese revolutionären Ergebnisse der Grundlagenforschung können zukünftig viel versprechende Anwendung bei lithographischen Verfahren, in der Halbleiter-Industrie und in der Telekommunikation finden. Für ihre Leistungen wurden Stefan Linden und seine Kollegen 2005 mit dem René-Descartes-Preis der Europäischen Union für Forschungszusammenarbeit ausgezeichnet. Linden ist Leiter der Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe „Metamaterials for Photonics“.