Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

Communicator-Preis 2014 an Onur Güntürkün

Bochumer Biopsychologe wird für die vorbildliche Vermittlung seiner Forschungen zu den biologischen Grundlagen des Verhaltens von Tier und Mensch ausgezeichnet

Prof. Dr. Onur Güntürkün
Galerie ansehen

Prof. Dr. Onur Güntürkün

© DFG / David Ausserhofer

Der Communicator-Preis der DFG und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft geht 2014 an den Biopsychologen Professor Dr. Onur Güntürkün. Der Wissenschaftler von der Ruhr-Universität Bochum wird für die vorbildliche Vermittlung seiner Forschungen zu den biologischen Grundlagen des Verhaltens von Tier und Mensch in die breite Öffentlichkeit und die Medien ausgezeichnet.

Nach Einschätzung der Jury verbindet Güntürkün hohe wissenschaftliche Qualität mit besonders engagierter Vermittlung in Öffentlichkeit und Medien. Für seine Forschungen wurde der Biopsychologe national wie international vielfach ausgezeichnet, allen voran 2013 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG.

Die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit vermittelt Güntürkün seit mehr als 15 Jahren in die Medien und die breite Öffentlichkeit. Neben seinen Beiträgen für Zeitungen und Zeitschriften sowie in Hörfunk und Fernsehen hob die Jury des Communicator-Preises vor allem seine wirkungsvollen Vorträge hervor. Innovative Wege bei der Vermittlung von Forschung geht Güntürkün mit seinem Einsatz für die optimale Organisation schulischen Unterrichts, in die er wichtige Beiträge aus der Biopsychologie einbringt. Sehr erfolgreich in der Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte und Ergebnisse ist auch das auf maßgebliche Initiative von Güntürkün aufgebaute Schülerlabor an der Ruhr-Universität.

Die Motivation für diese Vermittlungsarbeit speist sich bei Onur Güntürkün nicht zuletzt aus der Überzeugung, dass die Freiheit der Forschung eine Bringschuld mit sich bringt, die Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit allgemein verständlich zugänglich zu machen – was nach Ansicht der Jury in idealer Weise der Zielsetzung des Communicator-Preises entspricht. Mit seiner Persönlichkeit und Sprachmächtigkeit könne Güntürkün in besonderer Weise für Wissenschaft begeistern.

Die Verleihung des Communicator-Preises fand am 1. Juli 2014 im Rahmen der DFG-Jahresversammlung in Frankfurt/Main statt.

Zum Preis

Der Communicator-Preis 2014

Der Communicator-Preis 2014

© DFG, Michael Bleyenberg

Wie auch in den Jahren zuvor hat der Maler und Lichtkünstler Michael Bleyenberg eine holographische Skulptur für den Communicator - Preis 2014 gestaltet. Eine prismatische Folie, eingebettet zwischen Spiegel und Glas, ruht in einem Sockel aus massivem Acrylglas, mit dem Namen des diesjährigen Preisträgers. Der Entwurf nimmt Bezug auf die Skinner-Box-Experimente des Preisträgers. Aus der Presse erfahren wir, Tauben gehören zu den bevorzugten Versuchstieren von Onur Güntürkün. Angedeutet ist also eine typische experimentelle Situation: Taube vor Bild.

Prof. Güntürkün weist darauf hin, dass einzelne Tauben mindestens 725 verschiedene visuelle Muster unterscheiden können. Bei einiger Übung setzen sie optische Symbole zur Kommunikation ein, sie lügen gelegentlich, und sie sind in der Lage, Kategorien wie „natürliche“ gegen „vom Menschen gemachte“ Figuren zu unterscheiden. Und an die Tatsache, dass sie offensichtlich sogar in der Lage sein sollen, Werke kubistischer von impressionistischer Malerei zu trennen, knüpft der Entwurf an. Was sehen wir? Die flächig dargestellte Taube erkennt jeder sofort. Die zu "unterscheidenden Bildmuster" bestehen einerseits aus einer (kubistischen) Zeichnung, -Picasso nachempfunden, dekonstruiert, verfremdet-, und dem der Darstellung zu Grunde liegenden optischen Interferenz-Muster der holographischen Umsetzung.

Film-Portrait des Communicator-Preisträgers 2014 - Prof. Onur Güntürkün

© 2010-2017 by DFG
Ausdruck aus dem Angebot der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)