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Communicator-Preis 2012 an Jürgen Tautz

Bienenforscher wird für die herausragende Vermittlung seiner Themen in die Medien und Öffentlichkeit ausgezeichnet

Jürgen Tautz
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Jürgen Tautz

© Fotograf: A. Theismann

Der Bienenforscher Jürgen Tautz erhält den Communicator-Preis 2012 der DFG und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Mit ihm wird der Verhaltensbiologe und Leiter der Bienenforschungsgruppe am Biozentrum der Universität Würzburg für die langjährige, vielfältige und originelle Vermittlung seiner Forschungsarbeiten und der Bienenforschung in die Medien und die Öffentlichkeit ausgezeichnet.

Mit dem 62 Jahre alten Bienenforscher erhält ein Wissenschaftler den Communicator-Preis, der nach Einschätzung der Jury auf vorbildliche Weise seine eigenen Arbeiten und sein Forschungsgebiet nach außen vermittelt. Er erreicht seit Jahren über außerordentlich zahlreiche Vorträge, Artikel in Zeitungen und Zeitschriften und Buchpublikationen sowie über ein eigenes Bienen-Hörbuch und Führungen durch die von ihm geleitete Bienenstation unterschiedlichste Zielgruppen. Sein Sachbuch „Phänomen Honigbiene“ wurde in 17 Sprachen übersetzt. Als besonders originell hob die Jury die 2009 von Tautz entwickelte internetbasierte Lehr- und Lernplattform „HOney Bee Online Studies“ (HOBOS) hervor. Mit Livestreams aus dem Bienenstock oder interaktiven Lehrmaterialien für alle Schulformen vermittelt HOBOS inzwischen weltweit fachübergreifende Forschungserkenntnisse zum Bienenvolk und regt zudem zum Nachforschen an.

Jürgen Tautz ist der 13. Preisträger des Communicator-Preises. Verliehen wird der Communicator-Preis durch den DFG-Präsidenten, Professor Matthias Kleiner, und den Präsidenten des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Dr. Arend Oetker, am 3. Juli 2012 im Rahmen der DFG-Jahresversammlung in Dortmund.

Zum Preis

Der Communicator-Preis 2012

Der Communicator-Preis 2012

© DFG, Michael Bleyenberg

Auch im Jahr 2012 erhält der Communicator-Preisträger eine holographische Skulptur des Lichtkünstlers Michael Bleyenberg. Eine prismatische Folie, eingebettet zwischen Spiegel und Glas, ruht in einem Sockel aus massivem Acrylglas, mit dem Namen des diesjährigen Preisträgers.

Das Motiv dieses Unikats nimmt Bezug auf die Arbeit des ausgezeichneten Forschers. Bleyenberg hat sich in diesem Jahr für eine Darstellung entschieden, die eine Biene von vorn/unten vor einer Wabenstruktur zeigt. Fotos der Insekten auf Wassergläsern und wissenschaftlich-schematische Abbildungen dienten als Vorlagen. Das Ergebnis zeigt eine würdevolle, etwas rätselhafte, fast majestätisch anmutende Figur.

Kommentar des Künstlers

In der aufrechten Pose, vor ihrem Bau, wirkt die Biene fast bedrohlich. Falls dies jemand - vor dem Hintergrund des vieldiskutierten Bienensterbens - als Protesthaltung deuten möchte, habe ich nichts dagegen, sondern sehe das eher mit solidarischer Zustimmung.

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