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Communicator-Preis 2011 an Gerd Gigerenzer

Risikoforscher wird für die herausragende Vermittlung seiner Themen in die Öffentlichkeit ausgezeichnet

Prof. Gerd Gigerenzer
Prof. Gerd Gigerenzer
© Fotograf Dietmar Gust
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Der Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft geht in diesem Jahr an den Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Berlin, Professor Gerd Gigerenzer. Der Psychologe und Risikoforscher, der zugleich Direktor des 2008 neu gegründeten Harding-Zentrums für Risikokompetenz in Berlin ist, wird für seine Fähigkeiten ausgezeichnet, zentrale Themen wie die Kunst des Entscheidens und den Umgang mit Risiken und Unsicherheiten einer breiten Öffentlichkeit nahezubringen.

Der „Communicator-Preis – Wissenschaftspreis des Stifterverbandes“ ist mit 50 000 Euro dotiert und gilt als die wichtigste Auszeichnung für die Vermittlung von wissenschaftlichen Ergebnissen in Medien und Öffentlichkeit in Deutschland. Mit dem Preis zeichnen die DFG und der Stifterverband seit dem Jahr 2000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die ihre Forschungsarbeiten einem breiten Publikum vielfältig, originell und kreativ nahebringen und sich darüber hinaus um den immer notwendigeren Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit verdient machen.

Gekürt werden die Preisträger von einer Jury aus Wissenschaftsjournalisten, Kommunikations- und PR-Fachleuten, die unter dem Vorsitz eines DFG-Vizepräsidenten steht. Die Jury hatte auch 2011 erneut die Wahl zwischen einer Vielzahl qualitativ hochstehender und professioneller Bewerbungen. Insgesamt 36 Forscherinnen und Forscher aus allen Wissenschaftsgebieten waren für den Preis vorgeschlagen worden. Sechzehn Kandidatinnen und Kandidaten kamen in die engste Wahl, in der sich am Ende Gerd Gigerenzer durchsetzte.

Mit dem 63 Jahre alten Risikoforscher erhält ein Wissenschaftler den Communicator-Preis, der nach Einschätzung der Jury hohe wissenschaftliche Qualität mit wirkungsvoller öffentlicher Darstellung zu verbinden vermag. Gerd Gigerenzer arbeitete nach Promotion und Habilitation in der Psychologie an der Universität München, von 1984 bis 1990 als Professor für Psychologie an der Universität Konstanz. Nach Jahren an den Universitäten Salzburg und Chicago wechselte Gigerenzer 1995 als Direktor an das Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München, bevor er 1997 Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin wurde. 2008 übernahm er zusätzlich die Leitung des neu gegründeten Harding-Zentrums für Risikokompetenz in Berlin.

Die Themen, mit denen sich Gerd Gigerenzer befasst, sind von hoher gesellschaftlicher Bedeutung. Durch den Einsatz unterschiedlicher Formate wie Vorträge, Diskussionsrunden, Artikel in Zeitungen und Zeitschriften sowie Buchpublikationen erreicht der neue Communicator-Preisträger alle relevanten Zielgruppen. Seine mehrfach ausgezeichneten Sachbücher wie „Das Einmaleins der Skepsis“ und „Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten“ wurden in 18 Sprachen übersetzt.

Die Jury hob besonders hervor, dass sich Gigerenzer nicht auf reine Informationsvermittlung beschränke, sondern pro-aktiv auch Praktiker wie Richter, Ärzte und Manager im In- und Ausland in Risikokommunikation und Entscheidungsfindung trainiere. Gerd Gigerenzer ist der zwölfte Preisträger des Communicator-Preises. Unter den bisherigen Preisträgern waren unter anderen der Astrophysiker Harald Lesch, der Katholische Theologe Hubert Wolf, der Paläoanthropologe Friedemann Schrenk sowie die Berliner Sozialwissenschaftlerin Jutta Allmendinger.

Verliehen wird der Communicator-Preis durch den Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Professor Matthias Kleiner, und den Präsidenten des Stifterverbandes, Dr. Arend Oetker, am 5. Juli 2011 im Rahmen der DFG-Jahrestagung in Bonn. Das Preisgeld stammt vom Stifterverband, in dem sich mehr als 3000 Unternehmen und Privatpersonen für die Förderung der Wissenschaft und deren Austausch mit der Öffentlichkeit engagieren.

Zum Preis

Der Communicator-Preis 2011
Der Communicator-Preis 2011
© DFG, Michael Bleyenberg

 

Wie auch in den Jahren zuvor hat der Maler und Lichtkünstler Michael Bleyenberg eine holographische Skulptur für den Communicator - Preis 2011 gestaltet. Eine prismatische Folie, eingebettet zwischen Spiegel und Glas, ruht in einem Sockel aus massivem Acrylglas, mit dem Namen des diesjährigen Preisträgers.

Auch dieses Mal hat Michael Bleyenberg versucht, bei der Gestaltung Bezug auf die Tätigkeit des Preisträgers zu nehmen und ein einzigartiges Unikat geschaffen.

Herr Gigerenzer beschäftigt sich unter anderem mit intuitiven Entscheidungsprozessen. Solche Vorgänge sind Herrn Bleyenberg als Gestalter bestens bekannt.

Die Skulptur ist ein "Spiel mit Entscheidungen“:

Das Hologramm zeigt zwei Bilder, oder besser zwei Elemente, die sich ergänzen.

Dazu bediene ich mich einer technischen Option, die es ermöglicht, zwei oder mehrere Bilder auf ein und dieselbe Folie zu belichten. Man sieht beide Bilder, wenn man jeweils von rechts bzw. von links schaut. Mit der Bewegung in die Mitte vor das Hologramm nimmt der Betrachter die Überblendung beider Elemente wahr, eine Animation, die er nach seinem "Bauchgefühl" steuern kann. Er kann sich für ein oder mehrere Bilder entscheiden.

Was ist zu sehen? Ein Schriftzug, eine Aufforderung PLAY A HUNCH! Das heißt so viel wie: „Folge deiner Intuition“ oder „Spiel ein Spiel“.

Beide Bildelemente tragen Teile dieses Schriftzuges, der dann in der Animation zu enträtseln ist.

Michael Bleyenberg entwirft Lichtskulpturen und Lichtapplikationen für den öffentlichen Raum. Er gestaltete das große Wandbild mit dem Titel AUGENFEUER am Erweiterungsbau der DFG in Bonn.

  • Michael Bleyenberg
    Arnoldsstraße 41
    50679 Köln/Cologne
    fon.fax ++49(0)221 884648
    mobil 01639034014
    bleyenberg@web.de
    skype: michael_bleyenberg

 



Foto-Clip - Prof. Gerd Gigerenzer

Zusatzinformationen

Preisverleihung des Communicator-Preises 2011

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Das Hologramm 2011
© DFG

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