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Communicator-Preis 2010 an Hanns Hatt

Bochumer Zellphysiologe wird für die herausragende Vermittlung seiner Forschungsarbeiten zum Geruchssinn bei Mensch und Tier ausgezeichnet

Der Preisträger Professor Hanns Hatt
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Der Preisträger Professor Hanns Hatt

© DFG, Fotograf David Ausserhofer

Der Communicator-Preis der DFG und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft geht 2010 an den Zellphysiologen und Riechforscher Hanns Hatt. Der Professor an der Ruhr-Universität Bochum wird damit für die langjährige, herausragende Vermittlung seiner Forschungsarbeiten zum Geruchssinn bei Mensch und Tier ausgezeichnet.

Mit dem 62 Jahre alten Professor für Zellphysiologie erhält ein Wissenschaftler den Communicator-Preis, der nach Einschätzung der Jury hohe wissenschaftliche Qualität mit wirkungsvoller öffentlicher Darstellung zu verbinden vermag. Hanns Hatt sieht sich selbst als „Botschafter des Riechens“. Über mehrere Jahrzehnte hat er auf vielfältige Weise die Bedeutung und Wirkung von Duftstoffen einem breiten Publikum nahegebracht, so mit der mehrteiligen ZDF-Sendung „Vom Reiz der Sinne“, einer Reihe von Buchpublikationen und Hörbüchern sowie in Hunderten von Vorträgen und Auftritten in Hörfunk und Fernsehen. 2003 gelang dem Bochumer Forscher sein größter wissenschaftlicher und öffentlichkeitsrelevanter Erfolg, als er entdeckte, dass auch menschliche Spermien einen Riechrezeptor für Maiglöckchenduft besitzen. Das daran anknüpfendende Buch „Das Maiglöckchen-Phänomen“ wurde zum internationalen Bestseller.

Verliehen wurde der Communicator-Preis am 7. Juni 2010 in Magdeburg im Rahmen des diesjährigen Wissenschaftssommers von DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner und dem Präsidenten des Stifterverbandes, Dr. Arend Oetker.

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Der Communicator-Preis für Hanns Hatt

Der Communicator-Preis für Hanns Hatt

© DFG, Michael Bleyenberg

Der Maler und Lichtkünstler Michael Bleyenberg hat auch 2010 eine holographische Skulptur für den Communicator-Preis 2010 gestaltet und unter Bezug auf die Tätigkeit des Preisträgers ein einzigartiges Unikat geschaffen. Dargestellt sind zwei Köpfe im Profil, die an einer zwischen ihnen platzierten Blüte riechen. Auf den ersten Blick fügen sich die Bildelemente zu einem bunten Frühlingsbild. Für Irritation sorgen bei genauerer Betrachtung die stilisierten, aber leicht als Spermien erkennbaren Elemente. Bleyenberg spielt hier mit dem „Maiglöckchen-Phänomen“, das der Preisträger in seinem gleichnamigen Buch schildert, und bei dem es darum geht, dass Eizellen eine Art Maiglöckchen-Aroma verströmen und die Spermien sich mit Hilfe dieses Duftes orientieren. Der Künstler nimmt sich allerdings die Freiheit, aus gestalterischen Gründen die Maiglöckchen durch ein Veilchen zu ersetzen. 

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