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Communicator-Preis 2003 an Wolf Singer

Wolf Singer
Wolf Singer

Der "Communicator-Preis - Wissenschaftspreis des Stifterverbandes" geht 2003 an Professor Wolf Singer. Der Direktor des Frankfurter Max-Planck-Instituts für Hirnforschung wurde am 16. September 2003 im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum Wissenschaftssommer in Mainz verliehen.

Wolf Singer wurde 1981 als wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und als Direktor an das Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt berufen. Der Neurophysiologe und Träger zahlreicher Auszeichnungen und Preise, darunter der Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft, beschäftigt sich mit den Grundlagen der Hirnentwicklung, insbesondere mit der Entwicklung, Struktur und funktionellen Organisation der Großhirnrinde sowie den neuronalen Grundlagen der Wahrnehmung.

Communicator-Preis 2003
Communicator-Preis 2003

Singer engagiert sich seit vielen Jahren für die breite öffentliche Vermittlung seiner Forschungsergebnisse und der Hirnforschung insgesamt. Dabei geht es ihm nicht nur darum, Ängste vor dem wissenschaftlichen Zugriff auf den "Sitz der Seele" abzubauen, sondern Nicht-Wissenschaftler in die Lage zu versetzen, selbst ein informierteres Urteil über die Bedeutung und Implikationen der Hirnforschung zu fällen.

Dazu gehört auch die bildungspolitische Debatte nach PISA, für die Erkenntnisse der Neurobiologie eine entscheidende Rolle spielen. Singer verfolgt in seiner Öffentlichkeitsarbeit unter anderem das Ziel, das Erziehungs- und Bildungssystem zu verbessern. Dabei sollen Erkenntnisse über die kindliche Hirnentwicklung und den prägenden Einfluss von Umweltfaktoren die Notwendigkeit einer grundlegenden Reform der Kinderbetreuung und -erziehung wissenschaftlich untermauern. Neben der Vermittlung von Forschungsergebnissen setzt sich Wolf Singer auch für die verbesserte Kommunikation zwischen Wissenschaft und Schule ein. Mit dem Projekt "Brückenschlagen - Wissenschaft in die Schulen" hat Singer ein Programm initiiert, das bei Schülerinnen und Schülern schon früh Interesse an wissenschaftlichen Themen wecken soll.

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