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Exzellenzakademien und Nachwuchsakademien in der Medizintechnik

Über die Exzellenzakademie Medizintechnik der DFG sollen herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern und den Lebenswissenschaften (Biomedizinische Technik, Medizin, Biomedizinische Physik, Bioinformatik, u.a.) ausgewählt und möglichst frühzeitig in ihrer Laufbahn an eigenständiges Forschen nach internationalen Standards herangeführt werden.

Hintergrund

Die enge Verflechtung von Natur- und Ingenieurwissenschaften mit den Biowissenschaften stellt sich immer mehr als eine entscheidende Grundlage für viele Innovationen in der Medizin mit weitreichenden gesundheitspolitischen und ökonomischen Folgen heraus. Diese Entwicklung erfordert in besonderem Maße den Aufbau leistungsfähiger fächerübergreifender Strukturen in Forschung und Lehre und eine gezielte Förderung herausragender Wissenschaftler. In Deutschland besteht im internationalen Vergleich in vielen Bereichen der Medizintechnik noch Nachholbedarf. Insbesondere müssen wir uns in der Medizintechnik auf den immer stärker werdenden internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe einstellen. Eine gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist zum Ausbau der noch jungen Forschungslandschaft Medizintechnik in Deutschland dringend notwendig.

5. NAMT „Biomaterialien“, 2011

Die 5. Nachwuchsakademie Medizintechnik (NAMT) wird vom 22. - 27. August als gemeinschaftliche Veranstaltung der Charité - Universitätsmedizin Berlin, des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam-Golm und des HZG Zentrums für Biomaterial¬entwicklung in Teltow stattfinden. Gefördert durch die DFG widmet sie sich dem Thema „Vom lebenden Material lernen, technische Materialien für die Geweberegeneration und für medizinische Implantate entwickeln“. Die NAMT soll besonders qualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Vorträgen, Praktika und Laborbesichtigungen einen aktuellen Überblick über dieses innovative Forschungsfeld geben und zur Entwicklung eigener Forschungsprojekte motivieren. Die Bewerbung für die Teilnahme ist bis zum 15. Mai möglich.

4. NAMT „Molekulare Bildgebung", 2010

Die vierte Nachwuchsakademie Medizintechnik der DFG bot jungen Forschenden unter der Thematik „Krankheitsspezifische und molekulare Bildgebung“ eine Plattform für Weiterbildung, Informationsaustausch und Anschubfinanzierung an. In einer Woche hatten sie die Möglichkeit sich durch international führende Wissenschaftler des Feldes über die neuesten Forschungsergebnisse informieren zu lassen und diese mit ihnen zu diskutieren. Durch die limitierte Zahl an Teilnehmern und das angebotene Rahmenprogramm war auch ausreichend Möglichkeit für persönliche beratende Gespräche gegeben. Im Rahmen der 4. NAMT sind zehn einjährige Forschungsprojekte begonnen worden.

3. EAMT „Adaptive Implantate in der Medizin", 2008

Die DFG führte ihre dritte Exzellenzakademie in der Medizintechnik zum Thema „Adaptive Implantate in der Medizin“ durch. Es wurden 20 besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler ausgewählt, die sich in Vorträgen, Praktika und Laborbesichtigungen mit dem neuesten Stand dieses innovativen und für den Medizinstandort Deutschland überaus wichtigen Forschungsfeld vertraut machen konnten. Im zweiten Teil der EAMT wurden kurz gehaltenen Anträge auf Anschub-Projekte von den Teilnehmern erarbeitet und auf einem Begutachtungskolloquium bewertet. Elf erfolgreiche Teilnehmer haben inzwischen ihre Projekte größtenteils durchgeführt.

2. EAMT „Monitoring & Computing in der perioperativen Medizin", 2007

Die DFG führte zum Thema "Monitoring & Computing in der perioperativen Medizin" ihre zweite Exzellenzakademie Medizintechnik durch. 20 herausragende, auf diesem Gebiet forschende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern und den Lebenswissenschaften wurden zur Teilnahme zugelassen. Phase eins der Exzellenzakademie bestand aus einer einwöchigen Seminarveranstaltung, die vom 5. bis 9. Februar 2007 in Bonn stattfand. Phase zwei umfasste als Angebot einen Wettbewerb um projektgebundene Forschungsmittel zur Finanzierung einer Personalstelle, gegebenenfalls in Verbindung mit einem Forschungsaufenthalt an einer auswärtigen Forschungseinrichtung.

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Hoeft,
Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin,
Universitätsklinik Bonn
Sigmund-Freud-Str. 25
53105 Bonn
Email: andreas.hoeft@ukb.uni-bonn.de

1. EAMT „Multimodale Bildgebung in der Medizin", 2006

Die erste Veranstaltung der Exzellenzakademie Medizintechnik (EAMT) fand in der Zeit vom 13. bis 18. Februar 2006 am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München zum Rahmenthema "Multimodale Bildgebung in der Medizin" statt. Es gibt derzeit kaum ein anderes Thema in der Medizin, das so weitreichende Bedeutung von der Grundlagenforschung bis zu neuen Diagnose- und Heilverfahren hat und gleichzeitig weitgespannt den Bogen von Naturwissenschaft und Technik zu den Lebenswissenschaften schlägt. Schließlich kann die Auswirkung der Entwicklung innovativer Technologien im Bereich der Bildgebungsverfahren auf die Gesundheitsökonomie und den Standort Deutschland kaum überschätzt werden. Die Förderung der Medizintechnologie gerade im Bereich der Bildgebung spiegelt deshalb nicht nur einen aktuellen Forschungsschwerpunkt sondern stellt gleichzeitig eine herausragende Zukunftsinvestition dar.

Das wissenschaftliche Programm der Veranstaltung umfasste Vorträge von international ausgewiesenen Experten zu aktuellen Themen der Bildgebung (Ultraschall, Computertomographie, PET / SPECT, Kernspinresonanz, optische Verfahren) sowie der physiologischen und molekularbiologischen Grundlagen ihrer medizinischen Anwendung. In die Akademieveranstaltung waren Workshops zu praktischen Fragen der Forschungsförderung, Projektantragstellung, Projektdurchführung und Publikation enthalten. Das Programm wurde angereichert mit 3 keynote lectures international hochrenommierter Wissenschaftler. Schließlich sollten sich die Teilnehmer mit einer Exkursion vor die Tore der Stadt auch ein Bild von der landschaftlichen Schönheit der Münchner Umgebung machen.

Die Ergebnisse der neun erfolgreichen Anschub-Projekte wurden auf einem Evaluierungskolloquium am 18.01.2008 präsentiert und diskutiert. In der Folge wurde ein Gemeinschaftsprojekt und ein Forschungsstipendium beantragt und in beiden Fällen auch bewilligt.


Ansprechperson

Dr. Christian Renner

Zusatzinformationen

© 2010-12 DFG Aktualisierungsdatum: 03.12.2010Sitemap  |  Impressum  |  Kontakt  |  RSS Feeds

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