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FAQ: Graduiertenkollegs

Häufig gestellte Fragen


Allgemeine Fragen


Eine Förderperiode dauert 4,5 Jahre, die DFG fördert ein GRK/IGK für maximal zwei Förderperioden. Der/die einzelne Promovierende kann 36 Monate mit einem Stipendium bzw. auf einer Stelle über das GRK finanziert werden. Das heißt, dass in den maximal neun Jahren drei Doktorand/inn/engenerationen gefördert werden.

Sollte die Begutachtung des Fortsetzungsantrags nicht zu einer Verlängerungsentscheidung führen, kann das Graduiertenkolleg für die noch promovierenden Doktorand/inn/en eine Auslauffinanzierung ad personam für maximal 12 Monate beantragen und zwar bis zur Erreichung der Förderdauer von 36 Monaten.

Eine Graduiertenschule soll die Schwerpunktbildung des Standorts durch die entsprechende Nachwuchsförderung unterstützen und dabei für die Universität und die beteiligten Fächer einen wissenschaftlichen und strukturellen Mehrwert erbringen. Hinsichtlich ihrer Größe und thematischen Breite sind also die entsprechenden Strategien der Universität leitend. Strenge Vorgaben hinsichtlich der Größe, der Struktur – beispielsweise der zu beteiligenden Wissenschaftler, Institute, Doktoranden etc. - gibt es nicht. Graduiertenkollegs verfolgen hingegen ein fokussiertes Forschungsprogramm und ihr Umfang an Beteiligten ist begrenzt.

Alle von der DFG geförderten Graduiertenkollegs bieten den Promovierenden eine Einführung in die internationale Scientific Community und ein international geprägtes Umfeld. Von einem Graduiertenkolleg wird erwartet, dass es enge Kontakte ins Ausland pflegt, Gastwissenschaftler/innen aus dem Ausland einlädt, die Doktorand/inn/en international rekrutiert und ihnen Auslandsaufenthalte und Besuche von internationalen Konferenzen ermöglicht.

Internationale Graduiertenkollegs zeichnen sich darüber hinaus durch eine formalisierte Kooperation mit einer Partnereinrichtung (ggf. auch zwei) im Ausland aus, mit der (denen) sie ihr Forschungsprogramm und ihr Betreuungskonzept gemeinsam realisieren und finanzieren. Die Promovierenden verbringen i.d.R. mehrmonatige Aufenthalte beim jeweiligen Partner (i.d.R. 6 bis 12 Monate) und werden auch von einer/einem Hochschullehrer/in an der Partnerinstitution mit betreut.

Wenn der Sonderforschungsbereich und das Graduiertenkolleg thematisch weitgehend deckungsgleich sind, ist es sinnvoll und notwendig, sie gebündelt zu fördern. Für Graduiertenkollegs, die unabhängig von einem Sonderforschungsbereich eingerichtet werden sollen, gelten die üblichen DFG-Verfahrensregeln zur Verhinderung einer Doppelförderung. Eine thematische Überschneidung ist dann zulässig, wenn hinreichende inhaltliche oder strukturelle Alleinstellungsmerkmale des Graduiertenkollegs vorliegen. Ein strukturelles Alleinstellungsmerkmal kann beispielsweise in der Einrichtung eines Internationalen Graduiertenkollegs gesehen werden.

Mit Forschergruppen wird im Rahmen des Normalverfahrens Forschung gefördert, die die hohe wissenschaftliche Qualität von Einzelprojekten nochmals übersteigt. Entsprechend sind hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Qualität der Forschung/der Teilprojekte die herausragenden Merkmale von Forschergruppen. Von zentraler Bedeutung sind daher die Forschungsergebnisse und nicht die – häufig damit einhergehende – Promotion der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. deren individuelle Qualifikation. Bei Forschergruppen wird im Antrag eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Teilprojekte gefordert (analog zu Einzelprojekten), deren Ergebnisse bei einer Fortsetzungsbegutachtung bewertet werden.

Graduiertenkollegs sind durch ein übergreifendes Forschungsprogramm charakterisiert, das in Teilprojekte gegliedert sein kann. Hier stehen neben der Qualität der Forschung auch das Qualifizierungs- und das Betreuungskonzept zur Förderung der im Kolleg arbeitenden Promovierenden im Vordergrund.

Bitte lassen Sie sich im Einzelfall beraten, welches Förderprogramm für Ihr Vorhaben am besten geeignet ist.

Promovierende, deren Stipendium oder Stelle nicht aus GRK-Mitteln, sondern anderweitig finanziert wird, können als „Kollegiat/inn/en“ in das Graduiertenkolleg aufgenommen werden. Als solche können sie von den Angeboten und auch von den Mitteln (z.B. Reisemittel) des GRK profitieren. Für die Aufnahme und Betreuung von Kollegiat/inn/en gelten dieselben Kriterien wie für die Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Fragen nach der Bewilligung/während der Laufzeit eines Graduiertenkollegs (GRK) / Internationalen Graduiertenkollegs (IGK)


Sie können Ausschreibungen zu Stellen in DFG-geförderten Projekten, also auch Graduiertenkollegs und Graduiertenschulen, über die DFG-Website veröffentlichen (unter dem Link "Stellenausschreibungen" auf der DFG-Website ganz unten rechts finden Sie alle Informationen. Bitte beachten Sie die Hinweise im grauen Kasten in der rechten Marginalspalte der Seite "Ausschreibungen aus DFG-geförderten Vorhaben").

Darüber hinaus können Sie sie im "Stipendiatenforum" annoncieren.

Auch die Kooperationsstelle EU der deutschen Wissenschaftsorganisationen (KOWI) informiert über Stellenausschreibungen an deutschen Forschungseinrichtungen:

Hinweisen möchten wir Sie auch noch auf das europäische Mobilitätsportal, in dem Sie sowohl Ihre Stellenausschreibungen veröffentlichen als auch die CVs von Bewerber/inne/n einsehen können.

Für die Auswahl und Aufnahme von Doktorandinnen und Doktoranden ist das GRK zuständig. Fragen zu Aufenthalts- und Visa-Bestimmungen etc. sollten Sie frühzeitig mit dem Akademischen Auslandsamt Ihrer Universität besprechen. Viele Universitäten haben heute schon Welcome Centre oder entsprechende Einrichtungen für Wissenschaftler/innen, die neu sind in Deutschland, um ihnen die Integration/das Einleben zu erleichtern. Hilfreiche Tipps finden Sie möglicherweise auch im Europäischen Mobilitätsportal.

Graduiertenkollegs zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Promovierenden hervorragende Promotionsbedingungen und eine intensive Betreuung gewährleisten. Nichtsdestoweniger ist es auch im Rahmen von GRKs sinnvoll, die Aufgaben und Pflichten beider Seiten, der Betreuenden und der Betreuten, sowie die Grundsätze der Betreuung und sonstige Rahmenbedingungen schriftlich festzuhalten.

Unten finden Sie einen Link zu Empfehlungen, welche Punkte in einer Betreuungsvereinbarung sinnvollerweise berücksichtigt werden sollten.

Sie sollten bei der Beantragung möglichst alle Mittel beantragen, die für Ihr GRK notwendig sind. Nachanträge sind nur in folgenden Situationen möglich:

  • Erstens, um Kosten zu begleichen, die durch Schwangerschaften und Kinder entstehen.
  • Zweites, wenn ein Postdoc-Stipendium beantragt und bewilligt wurde, aber für ein Stipendium keine geeignete/n Kandidat/inn/en zu finden sind und daher eine Aufstockung erfolgen soll.

(Bitte nehmen Sie in beiden Fällen Kontakt mit der für Ihr Bundesland zuständigen Ansprechperson in der DFG-Geschäftsstelle auf.)

Außerdem ist ein Nachantrag möglich, wenn Maßnahmen zur weiteren Internationalisierung in erheblichem Umfang ergriffen werden sollen.

Grundsätzlich ist vor der Stellung eines Zusatzantrags zu prüfen, ob die bereits bewilligten Mittel hierfür umgewidmet werden können.

Wenn ein/e weitere/r Hochschullehrer/in in die Antragstellergruppe aufgenommen werden soll, ohne dass weitere Mittel beantragt werden (etwa, um ein ausscheidendes Mitglied zu ersetzen), dann informieren Sie bitte die für Ihr Bundesland zuständige Ansprechperson (beachten Sie dazu bitte den u.a. Link).

Zusatzanträge für die Bereitstellung zusätzlicher Mittel sind prinzipiell im Programm zugelassen, können zurzeit jedoch aus finanztechnischen Gründen bis zum 31.12.2013 nicht entgegengenommen und bewilligt werden. Eine nicht finanzrelevante Neuaufnahme weiterer Antragsteller/-innen ist hingegen wie oben beschrieben weiterhin möglich.

Stipendiatinnen und Stipendiaten können eine Verlängerung des maximalen Förderzeitraums um bis zu 12 Monate in Anspruch nehmen, wenn sie zum Zeitpunkt des Stipendienantritts mit ihrem Kind bzw. ihren Kindern in einem Haushalt leben und mindestens ein Kind noch unter 12 Jahren (12. Geburtstag) alt ist. Dies gilt auch, wenn das erste Kind während der Laufzeit des Stipendiums geboren wird.

Alternativ zur Verlängerung des Stipendiums besteht die Möglichkeit, nicht in Anspruch genommene Verlängerungsmonate in Mittel zur Finanzierung nachgewiesener Kinderbetreuungskosten umzuwandeln ("Geld-statt-Zeit"). Hierfür stehen pro Monat maximal die jeweiligen Stipendiengrundbeträge zur Verfügung, nicht die Sachkostenzuschüsse, Kinderzulagen und ggf. Auslandszuschläge. Dieses Angebot soll die Stipendiatinnen und Stipendiaten motivieren, ihre Promotionen bzw. ihre Projekte möglichst zügig voranzutreiben. Diese "Geld-statt-Zeit"-Variante bietet sich besonders auch für die Stipendien mit kürzeren Laufzeiten an, z.B. für die Qualifizierungsstipendien.

Um eine Verlängerung bzw. die „Geld-statt-Zeit“-Option in Anspruch zu nehmen, teilen Sie uns bitte schriftlich, aber formlos mit, zu welchem Zeitpunkt Sie Mittel in welcher Höhe (normales oder erhöhtes Stipendium?) beantragen.

Für Promovierende, die durch Stellen finanziert werden, gelten die tariflich festgelegten Regelungen und Leistungen.

Eine Reduktion aus anderen als familiären Gründen ist nicht vorgesehen. Ein Stipendium oder eine Stelle in einem GRK kann aber unterbrochen werden, wenn zum Beispiel ein Auslandsaufenthalt durchgeführt wird, der aus einer anderen Quelle finanziert wird. Bitte wenden Sie sich im Einzelfall an die für Ihr -> Bundesland zuständige Ansprechperson.

Sollte eine Vertretung notwendig sein, z.B. wenn die werdende Mutter mit fruchtschädigenden Stoffen forscht/Umgang hat und die Arbeit nicht fortführen darf, können die zur Vertretung erforderlichen Mittel in der Regel aus den bereits von der DFG bewilligten Mittel finanziert werden. Es werden im Bedarfsfall aber auch zusätzliche Mittel bereitgestellt.

Fragen zu Internationalen Graduiertenkollegs (IGK)


Ein IGK funktioniert erfahrungsgemäß dann am besten, wenn die Beiträge der Partner möglichst gleichgewichtig und komplementär sind. Sie sollten ein IGK daher (nur) beantragen, wenn die Kooperation gleichberechtigt ist, das Interesse Ihrer Partner an der Zusammenarbeit und dem Austausch genauso groß ist wie Ihres. Es besteht auch die Möglichkeit, ein nationales GRK mit starker internationaler Ausrichtung zu beantragen und für die zweite Phase ggf. eine Überleitung in ein IGK anzuvisieren (auf die in der ersten Phase hingearbeitet werden kann).

Bitte wenden Sie sich für eine Beratung an die zuständige Ansprechperson in der DFG-Geschäftsstelle.

Voraussetzung für die Beantragung eines IGKs ist in der Regel, dass Sie bereits mit Ihrem Partner/Ihren Partnern in einem gewissen Rahmen erfolgreich zusammengearbeitet haben. Außerdem können Sie bei der DFG Mittel für einen Vorbereitungsworkshop beantragen (beachten Sie bitte u.a. Link).

Bitte wenden Sie sich an -> die für Ihr Bundesland zuständige Ansprechperson.

Um erfolgreich zu sein, brauchen IGKs etwa gleich starke Gruppen auf beiden Seiten sowie komplementäre Interessen und Expertisen. Auch wichtig ist, dass die Partner über die nötigen Mittel verfügen, damit die Kooperation und vor allem der Austausch der Doktorand/inn/en gut funktionieren. Aus welchen Quellen die „matching funds“ kommen, ist dabei unerheblich. Mit einer Reihe von ausländischen Partnereinrichtungen hat die DFG Vereinbarungen, in denen die bilaterale Förderung von IGKs geregelt ist. (bitte beachten Sie u.a. Link).

Aber auch mit Ländern, für die keine derartigen Abkommen existieren, lassen sich in der Regel passende Lösungen finden. Bitte nehmen Sie frühzeitig mit Ihrer/Ihrem zuständigen Ansprechpartner/in Kontakt auf.

Ihr ausländischer Partner sollte möglichst frühzeitig Kontakt zu einer Förderorganisation in seinem Land aufnehmen. Bitte kontaktieren Sie vorher den/die für das jeweilige Land zuständige/n Ansprechpartner/in, um sich über das konkrete Vorgehen zu informieren.

Die Beantragungs- und Begutachtungsverfahren sind ähnlich wie bei ‚nationalen‘ Graduiertenkollegs, die Kriterien konzentrieren sich bei IGKs jedoch wesentlich stärker auf die internationale Kooperation und das gemeinsame Betreuungs- und Qualifizierungskonzept. Bei IGKs findet in einigen Fällen bereits bei der Begutachtung eine Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen der DFG statt. Richten Sie sich daher bei der Beantragung eines IGKs ausschließlich nach dem u.a. Merkblatt.

Nein, es gibt weder für Fachgebiete noch für Länder irgendwelche Quoten. Alle Anträge auf Einrichtung oder Fortsetzung von GRKs und IGKs nehmen zu den gleichen Bedingungen am Begutachtungsverfahren teil und stehen miteinander im Wettbewerb.

Fragen zur Antragstellung


Informationen zur Antragstellung und zum Begutachtungs- und Entscheidungsverfahren:

Module in DFG-Programmen geben die Möglichkeit, passgenau Förderung zu beantragen. Zu dem Basismodul "Graduiertenkollegs" kommen vielfältige Module für verschiedene Zwecke.

Antragsberechtigt bei der DFG ist grundsätzlich jede/r Wissenschaftler/in in der Bundesrepublik Deutschland, der an einer deutschen wissenschaftlichen Einrichtung beschäftigt ist.

Der Einrichtungs- wie der Fortsetzungsantrag wird in 12 Exemplaren von der Universität oder einer ihr gleichgestellten Hochschule, die als Antragstellerin fungiert, eingereicht. Ein Exemplar reichen Sie bitte über das Land ein, das dem Antrag zustimmen muss. Der designierte Sprecher bzw. die designierte Sprecherin und die Hochschulleitung unterschreiben den Antrag.

Die Gruppe der Antragsteller/innen, die das GRK trägt, sollte zwischen fünf und zehn Mitglieder umfassen. Die verantwortliche Beteiligung von Nachwuchswissenschaftler/innen ist ausdrücklich erwünscht.

Sowohl die Einrichtungs- wie auch die Fortsetzungsbegutachtung werden an der Universität durchgeführt, an der das GRK eingerichtet werden soll bzw. ist.

Bei der Begutachtung handelt es sich um ein zweistufiges Verfahren, der Bewilligungsausschuss für die Graduiertenkollegs tritt zweimal im Jahr zusammen. Aus diesen Gründen müssen Sie mit einer Gesamtzeit von i.d.R. 1 bis max. 1,5 Jahren rechnen. Dies beinhaltet die Beratungen, bei Internationalen Graduiertenkollegs ggf. einen Vorbereitungsworkshop, sowie die Begutachtung von Skizze und Vollantrag. Bitte nehmen Sie für die genaue Zeitplanung Kontakt mit Ihrem/Ihrer Ansprechpartner/in in der DFG-Geschäftsstelle auf.

Kooperationen mit einem Unternehmen oder einem anderen Anwendungspartner (gemeinnützige oder öffentliche Einrichtung) können für die Promovierenden  sehr wertvoll sein. Insofern werden derartige Kooperationen nachdrücklich begrüßt und gefördert, wobei es natürlich verschiedene Aspekte zu berücksichtigen gilt.

Für den Fall, dass Sie mit einem Unternehmen oder einem anderen Anwendungspartner (gemeinnützige oder öffentliche Einrichtung) im Rahmen Ihres GRK zusammenarbeiten wollen, beachten Sie bitte Folgendes:

  • Die DFG kann keine Auftragsforschung finanzieren

  • Der Beitrag des/der Kooperationspartners zur Zusammenarbeit muss angemessen sein und ist offen zu legen.

  • Die Zusammenarbeit sollte durch einen Kooperationsvertrag geregelt sein. Ein unverbindliches Muster zu einem solchen Kooperationsvertrag finden Sie unter DFG-Vordruck 41.026 und 41.026a.

Es ist grundsätzlich möglich, ein oder mehrere Transferprojekte im Rahmen eines geförderten Graduiertenkollegs zu beantragen. Hinweise entnehmen Sie bitte DFG-Vordruck 50.07 und 54.06.

Es wird empfohlen, sich im Vorfeld durch die DFG-Geschäftsstelle beraten zu lassen. Für eine erste Beratung melden Sie sich bitte bei der für Erkenntnistransfer zuständigen Ansprechperson der Gruppe Graduiertenkollegs.

Das ist prinzipiell nicht ausgeschlossen. Da aber GRKs auch dazu dienen, die strukturelle Entwicklung des jeweiligen Standorts voranzutreiben, ist dies bei einem GRK an zwei Standorten womöglich schwieriger und weniger aussichtsreich. Sie sollten ein ortsverteiltes GRK nur beantragen, wenn das gemeinsame Forschungsthema dies erfordert und die Standorte komplementär und synergetisch ihren Beitrag leisten.

Wenn Sie ein ortsverteiltes GRK beantragen, beschreiben Sie bitte sehr klar, wie die Kooperation der beiden Standorte konkret umgesetzt werden soll und wie sichergestellt wird, dass sich die Promovierenden standortübergreifend austauschen. Die Durchführung des Qualifizierungsprogramms stellt für ortsverteilte GRK eine besondere Herausforderung dar, die in dem Entscheidungsprozess besonders beurteilt wird. Je weiter die Standorte auseinander liegen, desto wichtiger ist, dass an beiden Standorten eine kritische Masse an Betreuerinnen/Betreuern und Promovierenden vorhanden ist. Beschreiben Sie bitte den Mehrwert, der durch die überörtliche Zusammenarbeit entsteht, und warum eine allein örtliche Zusammensetzung der Antragstellergruppe für Ihr Thema nicht möglich ist.

Die Beantragung von Forschungsfreisemestern ist sind prinzipiell im Programm möglich, Anträge können zurzeit jedoch aus finanztechnischen Gründen bis zum 31.12.2013 nicht entgegengenommen und bewilligt werden.

Fragen rund um die Aufnahme in ein Graduiertenkolleg (GRK) / Internationalen Graduiertenkolleg (IGK) oder in andere DFG-finanzierte Promotionsmöglichkeiten


Die DFG fördert Doktorandinnen und Doktoranden nicht individuell, sondern indirekt in DFG-finanzierten

  • Graduiertenkollegs,

  • Graduiertenschulen oder über

  • Mitarbeiterstellen in Projekten.

Auch in den Sonderforschungsbereichen (SFBs) werden Doktoranden und Doktorandinnen zur Mitarbeit eingestellt. Einige SFBs haben so genannte Integrierte Graduiertenkolleg-Module, das heißt, dass den Promovierenden genauso wie in den Graduiertenkollegs ein maßgeschneidertes Ausbildungs- und Betreuungsangebot gemacht wird.

Die Stellen oder Stipendien werden von den Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen, Projekten oder SFBs ausgeschrieben. Bitte bewerben Sie sich direkt bei diesen.

Um bei der DFG einen Antrag stellen zu können, ist eine abgeschlossene wissenschaftliche Ausbildung die Voraussetzung, die durch die Promotion nachgewiesen wird. Wer noch nicht promoviert ist, kann sich nicht bei der DFG um Förderung bewerben. Voraussetzung für die Antragsberechtigung ist darüber hinaus, dass der Antragsteller/die Antragstellerin in Zukunft in Deutschland leben und arbeiten möchte und dass eine deutsche Forschungseinrichtung bereit ist, als Gastgeber/Arbeitgeber zu fungieren.

Die DFG-Geschäftsstelle ist an die Vergabe von Stipendien und Stellen für Doktorandinnen und Doktoranden nicht beteiligt. Bitte wenden Sie sich an die Leitung des Graduiertenkollegs, der Graduiertenschule des Projekts oder des SFBs, in dem Sie mitarbeiten möchten.

Zunächst sollten Sie prüfen, wo ein Graduiertenkolleg, eine Graduiertenschule oder ein Projekt existiert, das für Sie aus wissenschaftlichem Grunde interessant ist.

In der Liste der derzeit geförderten Graduiertenkollegs können Sie nach Fächern und Bundesländern sortiert suchen. Zweimal im Jahr entscheidet der Senatsausschuss für die Graduiertenkollegs über die Bewilligung neuer Graduiertenkollegs. Informationen über bewilligte, aber noch nicht eingerichtete Graduiertenkollegs finden Sie in der  Pressemitteilung, die über die letzte Senatsausschusssitzung berichtet.

Ob Stipendien in Graduiertenkollegs oder freie Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter in Projekten vorhanden sind, erfahren Sie direkt bei der Leitung der Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen und Forschungsprojekte. Diese wählen ihre Doktorandinnen und Doktoranden bzw. ihre wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst aus. Die DFG nimmt hierauf keinen Einfluss.

Die Stipendien und Stellen werden von den Graduiertenkollegs vergeben. Für Informationen über freie Stipendien oder Stellen wenden Sie sich bitte an die Sprecherin bzw. den Sprecher des jeweiligen Kollegs. Alle zur Zeit laufenden Kollegs sind in der Liste der Graduiertenkollegs aufgeführt.

Die konkreten Voraussetzungen legen die jeweiligen Graduiertenkollegs, -schulen und Projekte sowie die jeweilige Promotionsordnung fest. Allgemein lässt sich aber Folgendes feststellen: Sie sollten Ihr Universitätsstudium zügig und mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen haben und Talent sowie Motivation für die Forschung mitbringen. Auch sollten Ihr Interessenschwerpunkt und Ihre Qualifikation zum Thema des/r jeweiligen Projekts/Kollegs/etc. passen. In Ihrem bisherigen Werdegang sollten Sie Leistungsbereitschaft und wissenschaftliches Interesse gezeigt haben und nach Möglichkeit erste Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten vorweisen können. Die Promotion sollte sich zudem sinnvoll in Ihren bisherigen beruflichen Lebenslauf und Ihre zukünftige Karriereplanung einfügen.

Haben Sie einen Bachelor- oder Fachhochschul-Abschluss, sollten Sie sich bei der Einrichtung oder Projektleitung, bei der Sie promovieren möchten, nach den Aufnahmebedingungen erkundigen. Einige Graduiertenkollegs bieten über die DFG Qualifizierungsstipendien (800 EUR/Monat) für maximal 12 Monate an, um Interessierten mit Bachelor-/Fachhochschulabschluss einen zügigen Zugang zur Promotion zu eröffnen.

Nein. Die Auswahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber soll in einem leistungsbezogenen und transparenten Verfahren erfolgen, das sich an den Voraussetzungen der Kandidatinnen und Kandidaten orientiert. (s.o. unter -> Voraussetzungen)

Ja. Wenn Sie nach Deutschland kommen möchten, können Sie in DFG-geförderten Projekten, Graduiertenkollegs und Graduiertenschulen promovieren. Bewerbungen von ausländischen Doktorandinnen und Doktoranden sind den Projektleitungen und Sprechern der Graduiertenkollegs und –schulen willkommen. Immer mehr Graduiertenkollegs bieten auch ihr Studienprogramm auf Englisch an und führen für ihre ausländischen Promovierenden Sprachkurse durch.

Welche Sprachkenntnisse für die Aufnahme als Doktorandin und Doktorand erforderlich sind, erfahren Sie von den GRK-, GSC- und Projektleitungen.

Bitte wenden Sie sich zur Klärung dieser Fragen an die zuständige Stelle an Ihrer Universität (Akademisches Auslandsamt). Hilfreiche Tipps für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die neu sind in Deutschland, finden Sie im Europäischen Mobilitätsportal:

Im Ausland fördert die DFG keine Promotionen. Als Doktorandin und Doktorand in einem GRK oder IGK können Sie aber von den internationalen Kontakten profitieren und Auslandsaufenthalte absolvieren. Bei IGKs gehören mehrmonatige (6- bis 12-monatige) Besuche bei der Partnereinrichtung zum Programm. Ein Promotionsstudium, das durchweg im Ausland erfolgt, ist mit der Stelle/dem Stipendium eines GRK nicht möglich.

In der Regel schließt die Universität mit Ihnen einen Arbeitsvertrag/Stipendienvertrag. Ferner empfehlen wir den Abschluss einer Betreuungsvereinbarung, in der für beide Seiten – die betreuenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer wie die Promovierenden – die jeweiligen Aufgaben und Pflichten sowie die Grundsätze der Betreuung und die Rahmenbedingungen festgehalten werden.

Fragen zur DFG-finanzierten (Promotions-)Förderung


Die Förderdauer für Doktorandinnen und Doktoranden in einem Graduiertenkolleg beträgt 36 Monate, die Laufzeit eines Postdoktorandenstipendiums 24 Monate. Die gleiche Förderdauer gilt für Stellen in Graduiertenkollegs.

Wenn Sie durch ein DFG-gefördertes Stipendium finanziert werden, bekommen Sie 1000-1365 EUR/Monat, zuzüglich eines Sachkostenzuschusses von 103 EUR/Monat. Gegebenenfalls erhalten Sie auch eine Kinderzulage.

Eine Reihe von Projekten, Graduiertenkollegs und -schulen vergeben auch Mitarbeiterstellen. Bitte erkundigen Sie sich bei der jeweiligen Leitung nach den Konditionen. Die Stellen bewegen sich im Rahmen von TV-L E13 (50-100%) und orientieren sich meist an alternativen Stellenangeboten vor Ort und im Fachgebiet.

Als Doktorandin und Doktorand in einem GRK erhalten Sie zusätzlich Reise- und Verbrauchsmittel, um Ihre Forschungen durchzuführen und auf Konferenzen vorzustellen.

Ein Stipendium begründet kein Arbeitsverhältnis, d.h. weder die Universität noch die DFG werden Arbeitgeber. Das Stipendium ist steuerfrei und unterliegt nicht der Sozialversicherungspflicht. Daher haben Sie als Stipendiat/in keine automatische Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung und auch keine Kranken- und Unfallversicherung. Bitte erkundigen Sie sich aber bei der Universität nach den örtlichen Regelungen zur Unfallversicherung. Bei dem privaten Abschluss weiterer Versicherungen, insbesondere der Krankenversicherung, empfehlen wir Ihnen, die Angebote zu vergleichen. Hier kann auch die Verbraucherberatung weiterhelfen. Für ausländische Doktorandinnen und Doktoranden bietet der DAAD eine Gruppenversicherung mit vergleichsweise günstigen Konditionen an.

Finanzieren Sie Ihre Promotion über eine Stelle, ergibt sich darüber ein Arbeitsverhältnis mit der Universität oder der jeweiligen anstellenden Institution (nicht mit der DFG!). Entsprechend sind Sie dann renten-, pflege- und arbeitslosenversichert, müssen aber auch Steuern zahlen.

Vor Vertragsabschluss ist es vorteilhaft darauf zu achten, ob das Arbeitsverhältnis auf Grundlage von § 2 Abs. 1 WissZeitVG oder § 2 Abs. 2 WissZeitVG (Drittmittelbefristung) abgeschlossen wird. Dies hat Auswirkungen auf eine mögliche Verlängerung des Arbeitsverhältnisses aufgrund von potentiellen Mutterschutz- und/oder Elternzeiten bei gleichzeitiger Vertretung: Ein Anspruch auf Verlängerung des Arbeitsverhältnisses bzw. Weiterbeschäftigung um die Ausfallzeit, in der gleichzeitig eine Vertretung beschäftigt wurde, besteht nur dann, wenn das Arbeitsverhältnis auf Grundlage von § 2 Abs. 1 WissZeitVG abgeschlossen wurde, nicht aber auf Grundlage von § 2 Abs. 2 WissZeitVG.

Wenn Sie zu einer Konferenz fahren oder kurzfristig im Ausland einen Partner besuchen, im Archiv recherchieren oder Vorträge halten etc., können Sie Tagegelder erhalten, die die Mehrkosten im Ausland abdecken. Die Höhe richtet sich nach dem an der Einrichtung geltenden Bundes- bzw. Landesreisekostenrecht. Sind Sie im Rahmen Ihrer Promotion im GRK/IGK für mehrere Monate im Ausland, gelten andere Zuschläge.

Alle nicht-wissenschaftlichen Tätigkeiten werden auf das Stipendium angerechnet, d.h. das Stipendium verringert sich um den Betrag der Zusatzeinnahmen(ggf. einschl. Steueranteil (brutto)). Verdienste durch wissenschaftliche Tätigkeiten sind hingegen möglich, dürfen die Zuverdienstgrenze von 6000 EUR im Jahr nicht überschreiten. Nebenverdienste müssen dem Sprecher bzw. der Sprecherin des Kollegs mitgeteilt werden.

Die Förderdauer eines Graduiertenkollegs beträgt zweimal 4,5 Jahre; die zweite Förderphase ist abhängig von einer erfolgreichen Zwischenbegutachtung. Doktorandinnen und Doktoranden, die im Falle der Nichtverlängerung nach den ersten 4,5 Jahren noch keine 36 Monate gefördert wurden, erhalten bis zu 12 Monate, aber maximal bis zur Förderdauer von 36 Monaten ihre Förderung weiter.

Nein, die DFG gewährt keine Abschlussförderung. Von den Graduiertenkollegs und Graduiertenschulen wird erwartet, dass sie durch intensive Betreuung, ein günstiges Forschungsumfeld und passende Promotionsthemen möglichst sicherstellen, dass die Promovierenden ihre Doktorarbeiten innerhalb von drei Jahren abschließen. Gelingt die Fertigstellung ausnahmsweise nicht während der maximalen Förderdauer, sind die Betreuerinnen und Betreuer bzw. die Universität aufgerufen, eine Abschlussfinanzierung zu gewähren/zu vermitteln.

Wenn Sie Mitglied in einem GRK sind, können Sie an den Publikationsmitteln partizipieren, die im Rahmen des GRK zur Verfügung stehen. Über die Vergabe der Mittel entscheidet das Graduiertenkolleg und die es tragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sind Sie nicht Mitglied in einem GRK, ist es zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen, von der DFG eine Druckkostenbeihilfe für eine Dissertation zu erhalten, aber die Hürden sind hoch. Im Merkblatt zu den Sachbeihilfen steht unter 5.2:

Anträge, die ausschließlich Publikationskosten zum Gegenstand haben, sind möglich

  • für Werke, die Grundlagenmaterial für die weitere Forschung zugänglich machen (im wesentlichen Quellen- und Werkeditionen) sowie

  • für Werke von besonderer wissenschaftlicher Bedeutung, in denen herausragende Forschungsleistungen erstmals veröffentlicht werden. Die Förderung von Dissertationen ist dabei nur in besonders begründeten Ausnahmefällen möglich; Antragsvoraussetzung ist deshalb die Bewertung mit der nach der jeweiligen Promotionsordnung möglichen Höchstnote.

Falls die DFG Ihnen nicht weiterhelfen kann, gibt es noch eine Reihe von Stiftungen oder Organisationen, die möglicherweise Unterstützung bieten können.

Weitere Informationen für Doktorandinnen und Doktoranden


Ihr Promotionsthema sollte in einem Gebiet liegen, das Sie interessiert und für das Sie qualifiziert sind. Besprechen Sie Themenideen mit erfahreneren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, um Machbarkeit und Qualität sicherzustellen. Sie sollten sich v.a. mit Ihrer Betreuerin oder Ihrem Betreuer absprechen, damit eine gute Betreuung sichergestellt werden kann. Auch bei sorgfältiger Vorbereitung ändern und konkretisieren sich Promotionsthemen häufig noch während der Promotion, damit sie an Forschungsumfeld und –interessen angepasst werden können.

Möchten Sie innerhalb einer bereits existierenden Graduiertenschule oder eines Graduiertenkollegs promovieren, muss das Thema zum vorgegebenen wissenschaftlichen Rahmen passen. Bei Interesse wenden Sie sich direkt an die entsprechende Leitung vor Ort. Das Datenbanksystem GEPRIS informiert über alle DFG-geförderten Graduiertenkollegs/-schulen und Projekte. Hier können Sie spezifisch nach Fachgebieten, einzelnen Wissenschaftler/inne/n, Universitäten oder Programmtypen suchen: www.dfg.de/gepris

Ausschreibungen von Stipendien/Stellen in DFG-geförderten Graduiertenkollegs/-schulen und Projekten unter:

Die Wahl der Betreuerin oder des Betreuers orientiert sich zunächst am eigenen Interessengebiet, in dem Sie promovieren möchten. Darüber hinaus müssen Sie sich Gedanken machen, wie viel Zeit Ihre Betreuerin oder Ihr Betreuer für die Zusammenarbeit mit Ihnen haben wird und wie erfahren sie/er ist in der Betreuung von Promovierenden. Es lohnt sich, solche Dinge bereits in einem Vorgespräch anzusprechen und auch mit Promovierenden, die bereits in einem Betreuungsverhältnis zu Ihrer Zielperson stehen, zu sprechen. Es ist meist hilfreich und häufig Standard, eine/n Zweitbetreuer/in in die Arbeit einzubinden.

Wenn Sie innerhalb eines strukturierten Programms promovieren, wie etwa in einem/r Graduiertenkolleg/-schule, dann besteht ein bereits ausgearbeitetes Betreuungskonzept, das die Rahmenbedingungen der Betreuung regelt (z.B. wie viele und welche Personen in Ihrem Betreuungsteam vorgesehen sind).

Generell lässt sich jedoch sagen, dass sich die Qualität der Betreuung schwer vorhersagen lässt. Das Betreuungsverhältnis ist, wie alle zwischenmenschlichen Beziehungen, stark von der Dynamik und dem Verständnis zwischen den beiden involvierten Personen abhängig. Meist kommt auch Ihnen dabei eine gewisse Gestaltungsverantwortung zu. Rechte und Verantwortlichkeiten beider Seiten können in einer Betreuungsvereinbarung niedergelegt werden.

Wenn Sie als Stipendiatin und Stipendiat eines Graduiertenkollegs für einige Zeit (> 2 Monate?) ins Ausland gehen, erhalten Sie zu Ihrem Stipendium einen Auslandszuschlag. Die Höhe unterscheidet sich je nach Zielland.

Konzepte zur Unterstützung von Chancengleichheit sind eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Bewilligung von DFG-finanzierten Graduiertenkollegs/-schulen und Projekten. So können z.B. Graduiertenkollegs Gelder beantragen, um Doktorandinnen gezielt zu fördern. Außerdem wird erwartet, dass Frauen auf allen Ebenen des Kollegs angemessen vertreten sind. Darüber hinaus werden Promovierende mit Familie zusätzlich unterstützt.

Konzepte zur Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie sind Voraussetzung für die erfolgreiche Antragstellung von DFG-finanzierten Graduiertenkollegs/-schulen und Projekten. Beispielsweise bekommen Stipendiatinnen und Stipendiaten in Graduiertenkollegs mit einem Kind eine Kinderzulage von 400 EUR/Monat. Für jedes weitere Kind erhöht sich die Kinderzulage um 100 EUR/Monat. Darüber hinaus kann der maximale DFG-Förderzeitraum um bis zu 12 Monate verlängert werden, wenn Sie mit ihren Kindern im Alter bis zu 12 Jahren in einem Haushalt leben. Nehmen Sie diese Verlängerung nicht oder nur teilweise in Anspruch, so können Sie zusätzliche Mittel für Kinderbetreuung erhalten. Finanzieren Sie Ihre Promotion durch eine Stelle, gelten für Sie die üblichen gesetzlichen Regelungen und Leistungen. Außerdem wird von der Universität erwartet, dass geeignete Kinderbetreuungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Genauere Informationen kann Ihnen auch die/der Gleichstellungsbeauftragte der Universität geben.

Während der Zeit der Promotion erfordert die Forschungsarbeit scheinbar alle Aufmerksamkeit und der Blick über die Abgabe der Dissertation hinaus erscheint kaum möglich. Es lohnt sich jedoch, wenn Sie sich schon frühzeitig Gedanken machen, was Sie ‚danach‘ machen möchten. Eine Planung für den nächsten Karriereschritt kann den Übergang deutlich erleichtern. Sprechen Sie mit Ihren Betreuerinnen und Betreuern und mit anderen wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Personen in Ihrem Umfeld. Nutzen Sie das Beratungsangebot Ihrer Universität. Dies ermöglicht es Ihnen, z.B. schon während der Promotion gezielt Kontakte zu knüpfen, Netzwerke zu bilden und Optionen abzuwägen, auf die Sie dann später zurückgreifen können.

Falls Sie in der Forschung bleiben möchten, ist wichtig zu wissen: Mit dem erfolgreichen Abschluss Ihrer Promotion sind Sie antragsberechtigt bei der DFG und können Ihre eigenen Projekte beantragen. Um eine frühe Selbstständigkeit der Absolventinnen und Absolventen zu fördern, bieten manche DFG-finanzierte Graduiertenkollegs/-schulen, aber auch viele andere DFG-Verbundprojekte, eine sogenannte ‚Anschubförderung‘. Sie ermöglicht es, aus dem Kolleg oder Projekt hervorgegangene, ausgewählte Nachwuchswissenschaftler/innen unmittelbar im Anschluss an die Promotion finanziell zu unterstützen, damit sie mit Blick auf anschließende eigenständige Projektanträge eigene Forschungsthemen erarbeiten können. Wenn Sie an einer entsprechenden Regelung Interesse haben, sollten Sie sich mit den entsprechend Zuständigen in Verbindung setzen, um solche Möglichkeiten zu besprechen. Auch bieten einige Universitäten selbst inzwischen eine solche Anschubförderung für den besonders qualifizierten Nachwuchs an.

Im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der DFG und der Studienstiftung des Deutschen Volkes haben Sie als Doktorandin und Doktorand aus einem Graduiertenkolleg die Möglichkeit, an den Doktorandenforen der Studienstiftung in ihrem Fachgebiet teilzunehmen. Es gibt die Doktorandenforen in den folgenden Gebieten: Literatur; Geschichte; Gesellschaft; Natur und Wissenschaft.

Promovierende aus Graduiertenkollegs und Sonderforschungsbereichen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften können ihre „eigenen“ Forschungsstipendiatinnen und Forschungsstipendiaten aus Nordamerika einladen und betreuen.

Durch die Vernetzung thematisch verwandter Kollegs im Rahmen von Workshops, die von Promovierenden selbst organisiert werden, sollen der fachliche Austausch und die Eigenständigkeit der Geförderten angeregt und unterstützt werden. Wenn die Teilnehmenden ihre Ideen und Erfahrungen aus ihren jeweiligen Graduiertenkollegs diskutieren, trägt das dazu bei, besonders vorteilhafte Förderstrukturen innerhalb eines Fachgebiets zu identifizieren und somit allgemein die Qualität in der strukturierten Promotionsförderung zu erhöhen. Schließlich schafft der Erfahrungsaustausch GK-übergreifende Verbünde und trägt so zur meist dauerhaften persönlichen Vernetzung der Geförderten bei. Die Doktorandinnen und Doktoranden der GRK selbst ergreifen die Initiative für diese 2- bis 3-tägigen Vernetzungstreffen und stellen bei der DFG einen entsprechenden Antrag. Interessiert?

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