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Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik (WGI)
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Hinweise zur Beantragung von Rapid-Prototyping-Anlagen
Aus Stellungnahmen von Betreibern von RP-Anlagen und Gutachten zu entsprechenden Anträgen lassen sich einige Randbedingungen formulieren, die erfüllt sein sollten, damit ein sinnvoller und effektiver Betrieb einer RP-Anlage und eine zukunftsweisende Nutzung der Investition, deren Betrieb in der Regel mit hohen Folgekosten verbunden ist, erwartet werden kann.
Neben der Beantwortung der in den Unterlagen zu Großgeräteanträgen gestellten Fragen, der üblichen Beschreibung der Vorhaben in Forschung und Ausbildung und der daraus resultierenden Notwendigkeit der Beschaffung des angemeldeten Gerätes sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
- Eine RP-Anlage sollte in eine Prozesskette eingebunden sein. Es ist darzustellen, woraus diese Prozesskette besteht und wie sie realisiert werden soll.
- Eine DV-technische Einbindung, insbesondere die Kopplung mit einem 3D-CAD-System, ist eine unverzichtbare Voraussetzung. Es sollte belegt werden, dass dafür kompetentes Personal zur Verfügung steht.
- Der Einsatz allein in der Lehre ist kein hinreichender Beschaffungsgrund. Forschung und Entwicklung müssen in nennenswertem Umfang vorgesehen sein. Dabei erwartet man im Fachhochschulbereich eher Projekte der angewandten Forschung und Entwicklung. Die Vorhaben sollten so konkret wie möglich beschrieben werden, Vorarbeiten dazu sollten dargestellt werden. Prototypische Anwendungsfälle und Beispiele sollten explizit aufgeführt werden.
- Es sollte eine Kooperation mit der Industrie bestehen und durch konkrete Projekte belegt werden.
- Das Entstehen eines Kompetenzzentrums für Rapid-Prototyping sollte erkennbar sein.
- Beim Einsatz in Ausbildung und Lehre sollten die Lehrinhalte einschließlich der herzustellenden Werkstücke konkret beschrieben werden, die Lehre sollte prozesskettenorientiert sein.
- Es muss eine gute Auslastung gegeben sein, die durch entsprechende Vorhaben in Ausbildung und Forschung belegt sein müssen.
- Da die Folgekosten in der Regel recht hoch sind, sollte eine haushaltsmäßige Absicherung dieser Kosten gegeben sein, damit ein ordnungsgemäßer Betrieb gewährleistet werden kann.
- Falls weitere, auch eingeschränkte, Zugriffsmöglichkeiten zu anderen RP-Systemen bestehen, sollte bei der Gerätewahl geprüft werden, ob mit dem zu beschaffenden System eine weitere ergänzende Technologie beschafft werden kann.