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Großgeräteinitiativen

Beispiele für Großgeräteinitiativen der DFG in den letzten Jahren

2016, Computertomografie zur Untersuchung von Tragwerken unter Laststeigerung

Die DFG fördert in dieser Großgeräteinitiative das Projekt, eine Durchleuchtung von Tragwerken mittels Computertomografie (CT) bei einer gleichzeitigen mechanischen Belastung der Probe zu ermöglichen. Gegenstand der Förderung ist die Finanzierung eines Forschungsgroßgeräts, das die CT-Röntgenbildgebung innerhalb der Versuchseinrichtung zur Erzeugung der mechanischen Belastung ermöglicht und die derzeit im Bauwesen eingesetzten CT-Geräte im Hinblick auf die Größe der untersuchbaren Proben deutlich übertrifft.

2016, Röntgenographisches Hochdurchsatzscreening für die Materialentwicklung

Die DFG fördert im Rahmen dieser Großgeräteinitiative die Anwendung und Weiterentwicklung der Röntgenmikroskopie zur Erfassung des Gefüges und der Elementverteilung von Materialien auf der Submikrometerskala. Die Förderung beinhaltet die Bereitstellung von Röntgenmikroskopen für die beschleunigte Materialentwicklung einschließlich spektroskopischer Technik zur Materialanalytik.

2015, Neuartige Großgeräte für die Strahlentherapie

Die DFG hat im Rahmen einer Großgeräteinitiative die Anschaffung zweier neuartiger Geräte bewilligt, die mit der Magnetresonanztomografie (MRT) und der bildgeführten Strahlentherapie eine vielseitige medizinische Bildgebungstechnik mit einer wirksamen modernen Krebsbehandlung kombinieren. Hybridgeräte für die magnetresonanz-geführte Strahlentherapie versprechen eine revolutionäre Weiterentwicklung der bildgestützten Bestrahlung. Die Förderung im Rahmen der Großgeräteinitiative schließt begleitende methodische Forschung parallel zu einem klinischen Einsatz ein.

2014, Nanopositionier- und Messmaschinen

Die DFG fördert in dieser Großgeräteinitiative Forschungsprojekte mit höchsten Anforderungen an mehrdimensionale Präzisionsmesstechnik mit der Möglichkeit der reproduzierbaren Ansteuerung, Manipulation und Fabrikation von großformatigen Nanostrukturen.

2012, Magnetic Particle Imaging (MPI)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert im Rahmen dieser Großgeräteinitiative die neue Bildgebungsmethode „Magnetic Particle Imaging (MPI)“. Präklinische Scanner wurden den Standorten Berlin und Hamburg zur Verfügung gestellt, um das Potential dieser neuen Technologie auszuloten und die Technik weiterzuentwickeln.

2011, Bildgebende Massenspektrometrie in den Lebenswissenschaften

Im Rahmen einer neuen Großgeräteinitiative fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Entwicklung und Nutzung von bildgebenden massenspektrometrischen Verfahren (Mass Spectrometric Imaging, MSI) in den Lebenswissenschaften.

2011, DNP-verstärkte Festkörper-NMR

Die DFG fördert in dieser Großgeräteinitiative die Verknüpfung der Festkörper-NMR-Spektroskopie (NMR = nuclear magnetic resonance = Kernspinresonanz) mit der Technik des Dynamischen Kernpolarisationstransfers (dynamic nuclear polarisation, DNP). Die mögliche Förderung beinhaltet die Bereitstellung eines DNP-Festkörper-NMR-Geräts.

2009, Magnetresonanz-Positronenemissions-Tomographen (MR-PET) für medizinische Bildgebung

Im Rahmen ihrer aktuellen Großgeräteinitiative unterstützt die DFG die Anschaffung von drei innovativen 3-Tesla-Magnetresonanz-Positronenemissionstomographen (MR-PET) mit insgesamt über 11 Millionen Euro.

2008, Schub-/Druck-/Zug-Prüfanlage für Leichtbauwerkstoffe

Die DFG hat in diesem Jahr den Einsatz von Prüfanlagen, die es erlauben, komplexe Leichtbaustrukturen aus Verbundwerkstoffen zu untersuchen, gefördert.

2007, Hochleistungs-Beschleuniger-Massenspektrometer

Zur Abdeckung des Bedarfs an höchstauflösenden massenspektrometrischen Untersuchungen im Bereich der Geo- und Umweltwissenschaften hat die DFG ein Hochleistungs-Beschleuniger-Massenspektrometer mit einer Terminalspannung von sechs Megavolt gefördert.

2005, Tomotherapiegeräte zur strahlentherapeutischen Behandlung von Tumoren

Insgesamt wurden vier Tomotherapiegeräte an Universitätskliniken bewilligt, um im internationalen Maßstab wesentliche Forschungsbeiträge zur Evaluierung der Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes der Tomotherapie sowohl aus medizinischer als auch aus medizin-physikalischer und radiobiologischer Sicht zu leisten.

2004, Höchstleistungslichtmikroskope im Bereich der molekularen Zell- und Entwicklungsbiologie

Insgesamt wurden vier ultrahochauflösende und zwei ultraschnelle Systeme gefördert, die an verschiedenen Mikroskopiezentren aufgestellt wurden und dort auch zu 20% externen Nutzern zur Verfügung stehen werden.

2003, Großkammer-Rasterelektronenmikroskope

Es wurden zwei Geräte bewilligt, die Nutzern für Forschungsarbeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und Produktionstechnik zur Verfügung stehen.

2002, Funktionelle Hochfeld-Kernspintomographen (fMRT)

Insgesamt 5 fMRT-Systeme mit Magneten zwischen 3 und 4 Tesla wurden für medizinische Forscherteams bereitgestellt. Die Geräte gelangen vornehmlich in neurowissenschaftlichen Fragestellungen zum Einsatz.

1999, Hochfeld-Labormagnetsysteme

Es wurden u.a. zwei 20 Tesla und ein 19 Tesla Labormagnetsystem bewilligt, die nach Lieferung neue Arbeiten im Rahmen des Schwerpunktprogramms "Quantenhalleffekt" ermöglichen sollen.

1999, Höchstfeld-NMR-Spektrometer

Für Untersuchungen zur Struktur und Dynamik an Biomakromolekülen sind ein 750 MHz- und das seinerzeit weltweit erste 800 MHz-NMR-Spektrometer finanziert worden. Diese Aktion hat vielfältige weitere Aktivitäten auf diesem Gebiet beflügelt, die neben einer breiten Streuung weiterer vergleichbarer Systeme in den Folgejahren (finanziert v.a. durch HBFG) u.a. im Jahr 1999 die Bewilligung zweier 900 MHz-Systeme durch die DFG zur Folge hatten.

1998, Hochleistungsmassenspektrometer in den Biowissenschaften

Im Rahmen dieser größeren, auch unter strukturellen Gesichtspunkten durchgeführten Aktion sind mehrere Dutzend Massenspektrometer (v.a. MALDI, ESI, FT-ICR) für diverse Forschungsvorhaben in den Lebenswissenschaften zur Verfügung gestellt worden.

1998, Hochauflösende Elektronenmikroskope

Mit rund 13 Millionen Mark hat die DFG acht Hochleistungs-Elektronenmikroskope, darunter auch drei Subångström-Transmissions-Elektronenmikroskope (SATEM), mit denen eine bislang unerreichte Auflösung erzielt werden kann, gefördert.

Weitere Initiativen

2015 Performance Engineering für wissenschaftliche Software

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert im Rahmen dieser Ausschreibung standortweite oder ortsübergreifende Konzepte für die Bereitstellung von Diensten für das Performance Engineering wissenschaftlicher Software.

Simulationen treten in einer zunehmenden Zahl von Wissenschaftsgebieten als dritte Säule des Wissenserwerbs neben die Theorie und das Experiment. Hochwertige IT-Infrastrukturen und deren effiziente Nutzung werden deshalb noch mehr als bisher zu einer notwendigen Bedingung für wissenschaftlichen Erfolg. Vielerorts werden Codes eingesetzt, die man als akzeptabel klassifizieren kann, weil sie fachlich korrekt zu einem wissenschaftlichen Ergebnis führen. Hinsichtlich der effizienten Nutzung der Ressourcen liegen aber oft massive Defizite vor. Häufig werden wesentlich zu große Rechner-Ressourcen verbraucht und damit die eigenen wissenschaftlichen Fragestellungen aufgrund der akzeptierbaren Rechenzeiten beschnitten, andere Projekte im Wettstreit um begrenzte Hochleistungsrechner-Ressourcen behindert und die realen IT-Kosten pro wissenschaftlicher Erkenntnis erhöht. In dieser Situation sind vermehrt Anstrengungen in der Softwareentwicklung und Programmoptimierung (Performance Engineering) nötig, um die hohen Investitionen für Hochleistungsrechner für möglichst viele Anwendungen kosteneffizient nutzen zu können.

Im Rahmen dieser Ausschreibung wurden 14 Anträge eingereicht, 6 davon werden mit einem Volumen von insgesamt 4 Mio. Euro gefördert.

1998, Hochfeld-EPR-Spektrometer

Drei kommerzielle W-Band-Spektrometer (95 GHz) sowie der Aufbau eines 360 GHz-Gerätes konnten für Elektronenspinresonanz-Experimente bewilligt werden. Diese Aktion erwies sich als Keimzelle eines sich anschließenden DFG-Schwerpunktprogramms "Hochfeld-EPR in Biologie, Chemie und Physik", welches seit 1998 läuft.

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