Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert in dieser Großgeräteinitiative die Verknüpfung der Festkörper-NMR-Spektroskopie (NMR = nuclear magnetic resonance = Kernspinresonanz) mit der Technik des Dynamischen Kernpolarisationstransfers (dynamic nuclear polarisation, DNP). Die mögliche Förderung beinhaltet die Bereitstellung eines DNP-Festkörper-NMR-Geräts.
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Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik (WGI)
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Großgeräteinitiativen
Im Rahmen von Großgeräteinitiativen können aufwändige Großgeräte mit herausragender, innovativer Technik und dem Ziel der Förderung von speziellen wissenschaftlichen und technischen Fragestellungen beantragt werden. Eine Initiative wird in Zusammenwirken mit dem Apparateausschuss bzw. der Kommission für IT-Infrastruktur entwickelt. Die Beantragung erfolgt in einem von der DFG initiierten Verfahren, bei dem gezielt zur Antragstellung für eine Initiative aufgefordert wird. Eine solche Aufforderung erfolgt auf der Webseite der DFG oder ggf. zusätzlich auch durch Kontakte mit Wissenschaftlern. Die Anträge zu einer Initiative werden gemeinsam begutachtet und entschieden.
Beispiele für Großgeräteinitiativen der DFG in den letzten Jahren
Im Rahmen einer neuen Großgeräteinitiative fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Entwicklung und Nutzung von bildgebenden massenspektrometrischen Verfahren (Mass Spectrometric Imaging, MSI) in den Lebenswissenschaften.
Im Rahmen ihrer aktuellen Großgeräteinitiative unterstützt die DFG die Anschaffung von drei innovativen 3-Tesla-Magnetresonanz-Positronenemissionstomographen (MR-PET) mit insgesamt über 11 Millionen Euro.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat in diesem Jahr den Einsatz von Prüfanlagen, die es erlauben, komplexe Leichtbaustrukturen aus Verbundwerkstoffen zu untersuchen, gefördert.
Zur Abdeckung des Bedarfs an höchstauflösenden massenspektrometrischen Untersuchungen im Bereich der Geo- und Umweltwissenschaften hat die DFG ein Hochleistungs-Beschleuniger-Massenspektrometer mit einer Terminalspannung von sechs Megavolt gefördert.
Insgesamt wurden vier Tomotherapiegeräte an Universitätskliniken bewilligt, um im internationalen Maßstab wesentliche Forschungsbeiträge zur Evaluierung der Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes der Tomotherapie sowohl aus medizinischer als auch aus medizin-physikalischer und radiobiologischer Sicht zu leisten.
Insgesamt wurden vier ultrahochauflösende und zwei ultraschnelle Systeme gefördert, die an verschiedenen Mikroskopiezentren aufgestellt wurden und dort auch zu 20% externen Nutzern zur Verfügung stehen werden.
Es wurden zwei Geräte bewilligt, die Nutzern für Forschungsarbeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und Produktionstechnik zur Verfügung stehen.
Insgesamt 5 fMRT-Systeme mit Magneten zwischen 3 und 4 Tesla wurden für medizinische Forscherteams bereitgestellt. Die Geräte gelangen vornehmlich in neurowissenschaftlichen Fragestellungen zum Einsatz.
Es wurden u.a. zwei 20 Tesla und ein 19 Tesla Labormagnetsystem bewilligt, die nach Lieferung neue Arbeiten im Rahmen des Schwerpunktprogramms "Quantenhalleffekt" ermöglichen sollen.
Im Rahmen dieser größeren, auch unter strukturellen Gesichtspunkten durchgeführten Aktion sind mehrere Dutzend Massenspektrometer (v.a. MALDI, ESI, FT-ICR) für diverse Forschungsvorhaben in den Lebenswissenschaften zur Verfügung gestellt worden.
Mit rund 13 Millionen Mark hat die DFG acht Hochleistungs-Elektronenmikroskope, darunter auch drei Subångström-Transmissions-Elektronenmikroskope (SATEM), mit denen eine bislang unerreichte Auflösung erzielt werden kann, gefördert.
In dieser Initiative konnten drei Photoelektronenspektroskopieapparaturen für Oberflächenuntersuchungen und ein Analysatormessplatz für atomphysikalische Experimente bewilligt worden. In einer Evaluatation der Ergebnisse durch ausländische Gutachter wurde festgestellt, dass die mit den Geräten erzielten Photoemissionsdaten höchster Energie- und Winkelauflösung neue Dimensionen in der Erforschung der elektronischen Struktur kondensierter Materie eröffnet hätten.
Drei kommerzielle W-Band-Spektrometer (95 GHz) sowie der Aufbau eines 360 GHz-Gerätes konnten für Elektronenspinresonanz-Experimente bewilligt werden. Diese Aktion erwies sich als Keimzelle eines sich anschließenden DFG-Schwerpunktprogramms "Hochfeld-EPR in Biologie, Chemie und Physik", welches seit 1998 läuft.
Für Untersuchungen zur Struktur und Dynamik an Biomakromolekülen sind ein 750 MHz- und das seinerzeit weltweit erste 800 MHz-NMR-Spektrometer finanziert worden. Diese Aktion hat vielfältige weitere Aktivitäten auf diesem Gebiet beflügelt, die neben einer breiten Streuung weiterer vergleichbarer Systeme in den Folgejahren (finanziert v.a. durch HBFG) u.a. im Jahr 1999 die Bewilligung zweier 900 MHz-Systeme durch die DFG zur Folge hatten.