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Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik (WGI)

In vielen Förderprogrammen der DFG können Geräte beantragt und bewilligt werden. Darüber hinaus können Großgeräte für die Forschung an Hochschulen zu 50 % durch die DFG mitfinanziert und länderfinanzierte Großgeräte für die Ausbildung / Lehre / Krankenversorgung durch die DFG begutachtet werden.

Großgeräteanträge werden von besonderen Gremien nach technischen und fachlichen Kriterien bewertet. Für viele Gerätegruppen und Infrastrukturmaßnahmen liegen Stellungnahmen und Empfehlungen vor.

Forschungsgroßgeräte nach Art. 91b GG

Ziel der Förderung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) kann im Rahmen des Förderprogramms "Forschungsgroßgeräte" nach Art.91b GG in Kofinanzierung mit dem jeweiligen Sitzland Forschungsgroßgeräte an Hochschulen fördern. Die Investitionsvorhaben für die Hochschulforschung müssen sich durch herausragende wissenschaftliche Qualität und nationale Bedeutung auszeichnen. Die Geräte müssen weit überwiegend der Forschung dienen, d.h. die Notwendigkeit ihrer Beschaffung und ihrer Nutzung muss allein mit dem Einsatz in der Forschung begründet sein. Darüber hinaus darf das Gerät auch in der Lehre und/oder Krankenversorgung eingesetzt werden. Diese Gebiete werden bei der Beurteilung der Notwendigkeit nicht berücksichtigt.

Antragsvoraussetzungen

  1. Antragsberechtigt sind staatliche Hochschulen und nichtstaatliche, institutionell akkreditierte Hochschulen.
  2. Die Großgeräteanträge können zu jeder Zeit eingereicht werden. Sie werden nach Maßgabe der jeweiligen Landesregelung bei der DFG vorgelegt. Erforderlich ist die Zusicherung der 50%igen Kofinanzierung durch das Sitzland bzw. die Hochschule.
  3. Der federführende Wissenschaftler muss als verantwortlicher Ansprechpartner ein entsprechendes Antragsformular einschließlich der Beiblätter vorlegen. Der Antrag wird dann entweder von der Hochschule direkt oder über das jeweils zuständige Wissenschafts- oder Kultusministerium an die DFG weitergeleitet.

Art und Umfang der Förderung

Ein Großgerät ist die Summe der Geräteteile einschließlich Zubehör, die für einen vorgesehenen Betriebszustand eine Funktionseinheit bildet. Zwischen dem Grundgerät (einschließlich Software) und dem Zubehör - dazu können auch die für den Betrieb nicht unmittelbar notwendigen methodischen und messtechnischen Ergänzungen oder Hilfsmittel gehören - soll eine angemessene Relation bestehen.

Die Investitionssumme muss bei Fachhochschulen jeweils über 100 T € und bei den übrigen Hochschulen über 200 T € liegen. Die Obergrenze liegt bei 5 Mio. €.

Weitere Informationen

Großgeräte in Forschungsbauten nach Art. 91b GG

Forschungsbauten sind Neu-, Um oder Erweiterungsbauten einschließlich Großgeräten an Hochschulen mit Kosten über 5 Mio. €. Anträge auf Forschungsbauten werden von den Ländern dem Wissenschaftsrat zur Begutachtung vorgelegt. Dieser spricht Empfehlungen an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) über die zu realisierenden Projekte aus. Die GWK entscheidet jährlich, welche Forschungsbauten jeweils realisiert werden sollen.

Großgeräte mit einer Summe über 5 Mio. € werden wie Forschungsbauten behandelt und zunächst durch den Wissenschaftsrat und die GWK bewertet. Darüber hinaus erfolgt eine Begutachtung durch die DFG, die schließlich eine Empfehlung an den Wissenschaftsrat ausspricht.

Großgeräte bis 5 Mio. €, die zu einem empfohlenen Forschungsbau gehören, können zusammen mit diesem beantragt und finanziert werden. Das Sitzland bzw. die Hochschule legt einen Antrag bei der DFG vor. Die DFG begutachtet diese Großgeräte und spricht eine Empfehlung zur Beschaffung gegenüber dem Wissenschaftsrat bzw. dem BMBF aus.

Die finanzielle Abwicklung für diese Großgeräte erfolgt gemeinsam durch das Sitzland und den Bund, die Beschaffung durch die jeweilige Hochschule.

Weitere Informationen

Webseite der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) und des Wissenschaftsrates

Großgeräte der Länder

Ziel des Programms

Im Rahmen des Programms „Großgeräte der Länder“ werden Großgeräte an Hochschulen und Hochschulklinika durch die Bundesländer bzw. Hochschulen finanziert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) begutachtet im Auftrag der Länder Großgeräte aus diesem Programm, die für den Einsatz in Forschung, Ausbildung und Lehre sowie Krankenversorgung vorgesehen sind. Dieser Zweckbestimmung können sie sowohl unmittelbar als auch mittelbar dienen. Insofern gelten als Großgeräte auch IT-Systeme für Rechenzentren, Hochschulbibliotheken sowie Hochschul- und Klinik-Verwaltungssysteme.

Antragsvoraussetzungen

  • Antragsberechtigt sind staatliche Hochschulen und Hochschulklinika.
  • Anträge können zu jeder Zeit nach Maßgabe der jeweiligen Landesregelung durch das Land bzw. die Hochschule bei der DFG vorgelegt werden. Erforderlich ist die Zusicherung der Finanzierung durch die Hochschule bzw. deren Sitzland.
  • Die Investitionssumme (brutto) muss bei Universitäten über 200.000,- EUR und bei den übrigen Hochschulen über 100.000,- EUR liegen. Für Bayern, Schleswig-Holstein und das Saarland gelten zurzeit die Bagatellgrenzen 125.000,- EUR für Universitäten und 75.000,- EUR für die übrigen Hochschulen.

Begutachtet werden Großgeräte, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Als Großgerät ist die Summe der Geräteteile einschließlich Zubehör zu verstehen, die für einen vorgesehenen Betriebszustand eine Funktionseinheit bildet. Zwischen dem Grundgerät (einschließlich Software) und dem Zubehör - dazu können auch die für den Betrieb nicht unmittelbar notwendigen, methodischen und messtechnischen Ergänzungen oder Hilfsmittel gehören - soll eine angemessene Relation bestehen. Baumaßnahmen sind nicht Bestandteil des Großgerätes.
  • Anträge auf Upgrades und Ergänzungen von vorhandenen Großgeräten werden dann begutachtet, wenn sie für sich über der Bagatellgrenze liegen.
  • Im IT-Bereich werden auch Konzepte begutachtet, wenn sie mit konkreten Beschaffungsmaßnahmen verbunden sind.
  • Anträge auf Vernetzung im Hochschul- und Universitätsklinikbereich werden darüber hinaus auch begutachtet.
  • Anträge auf Wissenschaftler-Arbeitsplatzrechner werden begutachtet.

Weitere Informationen

Geräte in DFG-Programmen

Die DFG kann Geräte bewilligen, wenn sie zur Durchführung spezieller Forschungsprojekte benötigt werden und nicht zur Grundausstattung in dem jeweiligen Fach gehören. Jährlich gehen bei der DFG mehrere hundert Sachbeihilfeanträge ein, die Geräte enthalten. Voraussetzung für eine Bewilligung von Geräten ist neben der wissenschaftlichen Notwendigkeit auch die Bereitschaft des Institutsträgers, die notwendigen Voraussetzungen für die Aufstellung und den Betrieb des Gerätes zu schaffen. In diesem Rahmen gibt es kein Verfahren zur alleinigen Beantragung von Geräten.

Großgeräte in Sachbeihilfeanträgen

Als Großgeräte in Sachbeihilfeanträgen gelten solche mit einen Brutto-Beschaffungswert über 50 T €. Es gibt keine Obergrenze bezüglich der Investitionssumme. Anträge mit solchen Geräten durchlaufen zunächst die übliche Begutachtung in den verschiedenen Förderprogrammen und werden im Fall eines Bewilligungsvorschlags für den Antrag dann im Apparateausschuss oder in der Kommission für IT-Infrastruktur (bei IT-Systemen) unter methodischen und apparatetechnischen Gesichtspunkten beraten. Dort wird ein Entscheidungsvorschlag zum Gerät für die abschließende Entscheidung im Hauptausschuss der DFG abgegeben.

Großgeräteinitiativen

Im Rahmen von Großgeräteinitiativen können aufwändige Großgeräte mit herausragender, innovativer Technik und dem Ziel der Förderung von speziellen wissenschaftlichen und technischen Fragestellungen beantragt werden. Eine Initiative wird in Zusammenwirken mit dem Apparateausschuss bzw. der Kommission für IT-Infrastruktur entwickelt. Die Beantragung erfolgt in einem von der DFG initiierten Verfahren, bei dem gezielt zur Antragstellung für eine Initiative aufgefordert wird. Eine solche Aufforderung erfolgt auf der Webseite der DFG oder ggf. zusätzlich auch durch Kontakte mit Wissenschaftlern. Die Anträge zu einer Initiative werden gemeinsam begutachtet und entschieden.

Ansprechperson

Beschaffung wissenschaftlicher Geräte

Der Kauf der Geräte ab 10.000 Euro erfolgt durch die Zentrale Beschaffungsstelle (ZBS) der DFG in Abstimmung mit dem Antragsteller. Die Geräte werden der Wissenschaftlerin bzw. dem Wissenschaftler als Leihgabe zur Verfügung gestellt oder der akademischen Einrichtung zugunsten der Durchführung der Projekte übereignet. Bei einem Ortswechsel der Wissenschaftlerin bzw. des Wissenschaftlers können die Leihgaben mitgenommen werden.

Ansprechpersonen

Reparatur von Leihgaben

Bei Leihgaben besteht außerdem die Möglichkeit, zusätzliche Mittel für größere Reparaturen, die nicht zu den absehbaren Folgekosten gehören, vor der Auftragsvergabe zu beantragen. Kleinere Reparaturen an Leihgaben können auch aus umdisponierten Sachbeihilfemitteln finanziert werden, wenn die DFG zugestimmt hat. Bei Kosten unter 600 Euro ist die Zustimmung nicht erforderlich.

Ansprechperson

  • Frank König, Tel. 0228/885 2255, E-Mail: Frank.Koenig@dfg.de

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Großgeräteinitiativen

Im Rahmen von Großgeräteinitiativen können aufwändige Großgeräte mit herausragender, innovativer Technik und dem Ziel der Förderung von speziellen wissenschaftlichen und technischen Fragestellungen beantragt werden.

Ideen und Vorschläge für die Einrichtung einer Großgeräteinitiative kommen aus der Wissenschaft und werden in Form von strukturierten Konzepten eingereicht. Das Konzept begründet, warum die DFG eine bestimmte Technologie im Rahmen einer Großgeräteinitiative fördern sollte. Es erklärt die Bedeutung der vorgeschlagenen Gerätetechnologie für die erkenntnisorientierte Forschung und benennt deren Zielgruppe innerhalb der Wissenschaft. Dabei wird beschrieben, inwieweit diese Gerätetechnologie sich von bereits verfügbaren Technologien und Geräten absetzt und worin die besondere Relevanz, Originalität und Aktualität der Forschung besteht, die durch die Großgeräteinitiative ermöglicht werden soll.

Ein Konzept für eine Großgeräteinitiative besteht aus einem PDF-Dokument von maximal zehn Seiten, welches zwingend gemäß folgender Vorlage zu erstellen ist:

Ergänzende und unterstützende Begleitschreiben (z. B. von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Universitätsleitungen, Fachgesellschaften und Firmen) können in einem zweiten PDF-Dokument gebündelt werden. Die federführende Person des Vorschlags reicht die Konzept-Dokumente (max. 12 MB) per Email an wgi@dfg.de ein.

Basierend auf den vorgelegten Konzepten entscheiden die Gremien der DFG regelmäßig über die Ausschreibung und Durchführung von Großgeräteinitiativen. Wenn ein Vorschlag für eine Großgeräteinitiative zur Durchführung ausgewählt wird, erfolgt eine Ausschreibung durch die DFG. Alle antragsberechtigten Hochschulen können dann gemäß der spezifischen Vorgaben der Ausschreibung Anträge auf Finanzierung des entsprechenden Großgeräts stellen. Die daraufhin eingereichten Anträge zu einer Initiative werden gemeinsam begutachtet und entschieden.

Gerätezentren - Core Facilities

Die Einrichtung von Gerätezentren kann bei entsprechenden Nutzungs- und Managementkonzepten zu einer insgesamt verbesserten Forschungsinfrastruktur beitragen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert daher die Etablierung von Gerätezentren und die gemeinsame, auch externe, Nutzung dort angebotener/verfügbarer Technologien. Dies erfolgt in Form von Ausschreibungen.
Nach Ausschreibungen in den Jahren 2011,2012 und 2015wurde am 26. Januar 2016 eine weitere Ausschreibung zu Gerätezentren veröffentlicht (Information für die Wissenschaft Nr. 8).

Des Weiteren bietet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit ihrem Internetportal RIsources (RI = Research Infrastructure) kompakte Informationen zu nationalen wissenschaftlichen Forschungsinfrastrukturen an, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Ressourcen und Dienstleistungen für Forschungsvorhaben bereitstellen. „Forschungsinfrastrukturen" sind dedizierte Geräteangebote und wissenschaftliche Dienstleistungen sowie Informationsinfrastrukturen wie Bibliotheken, Datenrepositorien oder wissenschaftliche Sammlungen.

Neue Geräte für die Forschung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Projekte mit dem Ziel, völlig neuartige Techniken und Methoden für gerätetechnische (z. B. Mess-, Produktions-, Bearbeitungs-)Verfahren zu erforschen und diese neuen Technologien im Rahmen eines noch in der Förderperiode zu entwickelnden Prototyps zu erproben. Diese Förderlinie zielt damit auf die Entwicklung von Geräten für Forschungsfragen, die mit derzeit verfügbaren Geräten nicht zu beantworten sind. Die so entwickelten Geräte sollen letztendlich möglichst vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für ihre Grundlagenforschungen zur Verfügung stehen.

Im Rahmen der erstmals erfolgten Ausschreibung „Neue Geräte für die Forschung“ im Jahr 2016 wurden insgesamt 79 Förderanträge eingereicht. Gefördert wurden davon zwölf Projekte für zunächst drei Jahre mit einem Fördervolumen von mehr als 8 Millionen Euro. Die Projekte kommen aus den Naturwissenschaften (einschließlich Geowissenschaften), den Lebenswissenschaften, der Medizintechnik sowie den Ingenieurwissenschaften.

Ansprechpersonen

Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik
Großgeräteverfahren

Allgemeine Informationen

Ansprechpersonen nach Geräteschwerpunkten / Zuständigkeiten

Zentrale Beschaffungsstelle
Beschaffung von Geräten aus DFG-Verfahren / Leihgaben - Grundsatzfragen

Beschaffung wissenschaftlicher Geräte

Gerätegruppenschlüssel

Leihgabenverwaltung

Leihfahrzeuge

Anfahrtskizze

Anfahrtsskizze zur DFG-Geschäftsstelle in Bonn

DFG-Geschäftsstelle Bonn
Gruppe Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik
Stephan Lochner-Str. 1
53175 Bonn
Tel. 0228 885 2302
Fax 0228 885 2272

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