Programme
Auf europäischer Ebene beteiligt sich die DFG an mehreren Programmen mit bilateraler oder gesamteuropäischer Ausrichtung, umso wissenschaftliche Kooperationen im Europäischen Forschungsraum möglich zu machen.
Europaweite thematische Zusammenarbeit
EUROCORES (European Collaborative Research Programmes)
Die EUROCORES (European Collaborative Research Programmes) sind ein von der European Science Foundation (ESF) im Jahr 2000 geschaffenes Instrument zur Förderung europaweiter thematischer Zusammenarbeit.
Einzelne EUROCORES sind von der Programmstruktur her mit DFG-Schwerpunktprogrammen vergleichbar. Die EUROCORES sollen dazu beitragen, die europäische Wissenschaft durch gemeinsame Programmausschreibungen zu stärken und die europäische Kooperation zu verbessern.
Die ersten EUROCORES werden seit 2001 gefördert. Teilnehmer sind jeweils die Organisationen, die sich auf freiwilliger Basis („à la carte“) an einer Ausschreibung beteiligen. Aus den vergangenen Ausschreibungen – die letzte in 2005/2006 – werden 23 EUROCORES finanziert, zehn davon mit DFG-Beteiligung. Ausschreibung und Begutachtung der EUROCORES-Initiativen werden von der ESF durchgeführt, die Finanzierung der Projekte übernehmen die jeweils beteiligten Mitgliedsorganisationen.
Gemeinsame Antragstellung mit Österreich und Schweiz (D-A-CH)
D-A-CH/Lead Agency-Verfahren
Im Rahmen der D-A-CH Zusammenarbeit wurde zwischen der DFG und ihren Partnerorganisationen FWF und SNF eine Vereinbarung über gegenseitige Öffnung der jeweiligen Förderverfahren („Lead Agency“-Verfahren) und grenzüberschreitende Förderung („Money follows Cooperation Line“) unterzeichnet, um die Mobilität der Forschenden und die Durchführung grenzüberschreitender Forschungsprojekte zu erleichtern.
Programm zur Förderung in den Sozialwissenschaften
Open Research Area (ORA) für Sozialwissenschaften
Die Agence Nationale de la Recherche (ANR), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), der Economic and Social Research Council (ESRC) und die Netherlands Organisation for Scientific Research (NWO) haben ein gemeinsames Programm zur Förderung der Zusammenarbeit in den Sozialwissenschaften eingerichtet. Die vier Förderorganisationen bieten im Rahmen der Open Research Area (ORA) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller vier Länder (Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden) die Möglichkeit, einen gemeinsamen Antrag zu stellen.
Programm zur Implemintierung eines europäischen Förderprogrammes in der Chemie
Open Initiative of ERA-Chemistry
ERA-Chemistry ist ein Konsortium von 14 Forschungsförderorganisationen aus 12 europäischen Ländern mit dem Ziel, gemeinsame bottom-up-gesteuerte europäische Förderprogramme zu implementieren. Es wurde von 2004 bis 2008 von der Europäischen Kommission gefördert. Nach zwei erfolgreichen thematischen calls 2005 und 2007, zielt die "Open Initiative" seit 2008 darauf ab, Exzellenz in der chemischen Forschung über Wettbewerb und Kooperation ohne thematische Einschränkung zu fördern. Sechs der ERA-Chemistry – Partner beteiligen sich in diesem Jahr an der "Open Initiative". Es ist vorgesehen, alljährlich im Januar einen Aufruf zur Antragstellung zu veröffentlichen.