EUROCORES
Von der Idee zur konkreten europäischen Kooperation
Jedes Jahr im März fordert die ESF europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf, Themenvorschläge für EUROCORES einzureichen. Aus diesen wählt die ESF in einer vergleichenden Begutachtung die Themen aus, die zur Ausschreibung gelangen. Der Prozess der Auswahl beginnt mit schriftlichen Gutachten und einem internen Ranking durch jeweils eins der fünf ESF Scientific Committees (in denen von der DFG benannte Vertreter sitzen). Aus den Ergebnissen dieses ersten Schritts erarbeitet das ESF Science Advisory Board, dem zwei deutsche Wissenschaftler angehören, eine Empfehlung, über die der ESF Governing Council entscheidet.
Zum 1. Oktober werden die ausgewählten Themen den Mitgliedsorganisationen mit der Frage vorgelegt, ob und unter welchen Bedingungen (Zahl der zu fördernden Projekte und maximale Fördersumme) sie sich an einer Ausschreibung zu dem entsprechenden Thema beteiligen. Bis zum Dezember fällt die Entscheidung. Im Falle der DFG erarbeiten die jeweiligen Fachkollegien einen Entscheidungsvorschlag für den Senat, der endgültig über die Beteiligung der DFG an den jeweiligen Ausschreibungen befindet.
Falls genügend Mitgliedsorganisationen zusagen, veröffentlicht die ESF eine Ausschreibung für sogenannte Collaborative Research Projects (CRPs). In jedem CRP müssen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mindestens drei der Teilnehmerländer zusammenarbeiten. Die Begutachtung der CRPs erfolgt durch die ESF im zweistufigen Verfahren (Antragsskizzen und Vollanträge) durch ein internationales Panel – bei den Vollanträgen zunächst schriftlich durch externe Gutachter und anschließend im Panel. Seitens der DFG ist in jedem Panel ein Fachkollegiat vertreten. Die nationalen Projektanteile, die so genannten Individual Projects (IPs) werden dann von den nationalen Fördereinrichtungen mindestens bis zu den vorab zugesagten Grenzen finanziert, im Falle der DFG aus dem Einzelverfahren. Sollte die vorab zugesagte maximale Fördersumme nicht erreicht werden, bleibt das Geld bei der DFG - es fließen also keine Mittel über die Grenze. Die DFG zahlt jährlich über die Projektförderung hinaus einen festgelegten Betrag pro beteiligtem deutschen Projekt an die ESF, aus dem diese die Management- und Networking Activities der einzelnen Programme finanziert.
Insgesamt hat sich die DFG von 2001 bis 2009 an 27 EUROCORES beteiligt, 2009 gab es 16 mit DFG-Beteiligung.
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