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Information für die Wissenschaft Nr. 84 | 14. November 2018
Kolleg-Forschungsgruppen in den Geistes- und Sozialwissenschaften

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bietet erneut die Gelegenheit zur Einreichung von Antragsskizzen für Kolleg-Forschungsgruppen in den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Kolleg-Forschungsgruppen sind durch folgende Punkte charakterisiert:

  • Das Förderinstrument richtet sich an besonders ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Antragstellerinnen und Antragsteller müssen für das gewählte Themengebiet „stehen“ und eine hohe nationale und internationale Sichtbarkeit und Prägewirkung haben.
  • Kolleg-Forschungsgruppen sind durch flexible Arbeitsformen gekennzeichnet, die keine „äußeren Zwänge“ reflektieren sollen: kein Zwang zur Größe, nicht teilprojektförmig oder stark arbeitsteilig organisiert, vielmehr Vertiefung in die eigene forscherische Arbeit ermöglichend und verlangend, eingebettet in intensiven Austausch und Gespräch mit Peers.
  • Kolleg-Forschungsgruppen sollen „Orte der Forschung“ markieren, die für das jeweilige Thema sichtbar sind und Gravitationskraft entwickeln. Sie müssen daher an einem Ort angesiedelt sein.
  • Kolleg-Forschungsgruppen sollen nicht um eng definierte Themen konstruiert sein, sondern um Themengebiete und Forschungsfelder.
  • Sozialwissenschaftliche Vorhaben sind ausdrücklich zugelassen, sofern der Nachweis gelingt, dass das Zusammenwirken von Themenstellung, kollegförmiger Arbeitsweise und besonders ausgewiesenen Personen sich für die angestrebte Weiterentwicklung des Themas eignen.
  • Ein wesentliches Merkmal einer Kolleg-Forschungsgruppe ist eine intensive eigene forscherische Tätigkeit der verantwortlichen Personen (in der Regel zwei bis drei), gegebenenfalls ermöglicht durch Freistellungen.
  • Ein Fellow-Programm für Gäste aus dem In- und Ausland, die für eine Dauer von bis zu zwei Jahren eingeladen werden und über diese Zeit hinaus mit der Kolleg-Forschungsgruppe verbunden bleiben, ist ein integraler Bestandteil dieses Förderinstruments.
  • Die Integration von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Karrierephase ist möglich, die Nachwuchsförderung steht jedoch nicht im Zentrum des Programms.
  • Die Gesamtförderdauer beträgt acht Jahre mit einer ersten Förderperiode von vier Jahren. Über eine Weiterförderung wird aufgrund von Fortsetzungsanträgen entschieden.

Das Verfahren der Antragstellung ist mehrstufig:

  • Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden gebeten, sich durch die fachlich zuständigen Ansprechpersonen der DFG-Geschäftsstelle beraten zu lassen.
  • Auf der Grundlage dieser Beratung sollte über die Einreichung einer Antragsskizze entschieden werden. Antragsskizzen im Umfang von maximal acht Seiten (Schriftart: Arial; Schriftgrad: 11; Zeilenabstand: 1,2) werden in der Zeit vom 1. bis 19. März 2019 ausschließlich über das elan-Portal entgegengenommen.
  • Auf der Grundlage der Skizzen gibt die DFG nach erfolgter Auswahl durch eine Beratungsgruppe eine Empfehlung zur Einreichung eines vollständigen Antrags ab.

Die Skizzen müssen Informationen über den Kreis der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler enthalten, die vorgesehenen Fellows, die geplanten Arbeitsformen, das gewählte Arbeitsfeld sowie Hinweise auf die Bereitschaft der Universitätsleitung zur Unterstützung der Kolleg-Forschungsgruppe. Zusätzlich reichen die hauptverantwortlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Lebenslauf mit einer Liste bisheriger Projekte und einer Publikationsliste ein.

Weiterführende Informationen

Genaue Hinweise zur Abfassung der Antragsskizzen finden Sie unter:

Ansprechpersonen sind die fachlich Zuständigen in der DFG-Geschäftsstelle:

Für allgemeine Auskünfte stehen auch zur Verfügung:

Für administrative und technische Fragen wenden Sie sich bitte an:

Hinweis:

Diese "Ausschreibung - Information für die Wissenschaft" ist unter
Interner Linkwww.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/2018/info_wissenschaft_18_84
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