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Information für die Wissenschaft Nr. 34 | 5. Juli 2018
Schwerpunktprogramm „Das iranische Hochland: Resilienzen und Integration in vormodernen Gesellschaften“ (SPP 2176)

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im März 2018 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms „Das iranische Hochland: Resilienzen und Integration in vormodernen Gesellschaften“ (SPP 2176) beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen. Die DFG lädt hiermit zur Antragstellung für die erste dreijährige Förderperiode ein.

Das Schwerpunktprogramm ist auf archäologische, kultur- und sprachwissenschaftliche Forschungsvorhaben (prä-)historischer Gesellschaften des Hochlands Iran ausgerichtet. Ziel des Programms ist es, die verschiedenen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Prozesse dieses Raums nach Rohstoffregimen, institutionellen Verhältnissen und der Mobilität seiner Bewohnerinnen und Bewohner nachzuzeichnen. Dabei werden die besonderen Formen von Krisenbewältigung und sozialer Widerständigkeit als auch die kulturelle Integrationsfähigkeit als tragende Elemente dieser Hochlandgesellschaften untersucht. Projekte sollen entlang dieser Themen entwickelt werden, um die einzelnen Projekte im Schwerpunktprogramm miteinander zu verknüpfen. Kooperationen sind hier ausdrücklich erwünscht und sollten bereits im Antrag genannt werden. Das Programm wird in enger Zusammenarbeit mit iranischen Partnerinnen und Partnern durchgeführt.

Das Programm wird in drei Schwerpunktthemen gegliedert, zu denen sich die unten genannten Forschungsfelder quer und verbindend verhalten. Projekte sollen mindestens in einem Schwerpunktthema verankert sein und Beiträge zu den zentralen Forschungsfeldern leisten (siehe im Detail: www.iran-highlands.com).

Schwerpunktthemen:

  • Landschaften und Rohstoffregime: Zentrale Frage ist, wie der vielfältig strukturierte Rohstoffraum auf die Lebensbedingungen der Bevölkerungen des iranischen Hochlandes eingewirkt hat und wie dieser auf die gesellschaftlichen Institutionen und Netzwerke eingewirkt hat.
  • Alltag und Institution: Ein Hauptinteresse gilt der Frage, wieweit die zunehmende Ausdifferenzierung („Spezialisierung“) von Institutionen und ihre Verstetigung einer hochlandspezifischen Konfiguration entsprachen.
  • Mobilität und Netzwerke: Wie intensiv war gesellschaftliche Mobilität in den Hochlandgesellschaften, welche Formen nahm sie an und wie durchlässig, anpassungsfähig und resilient waren solche Lebensformen?

Die konkreten Forschungsvorhaben sollen Beiträge zu folgenden zentralen Forschungsfeldern leisten:

  • Rohstoffnetze und Ressourcenaneignungsstrategien
  • Bevölkerungsdynamik und Siedlungssysteme
  • Subsistenzstrategien
  • Strategien der Entfernungsbewältigung – Wege und Wegemodellierung
  • Mobilitätsmuster
  • Politische Systeme/politische Ökonomie
  • Intra- und transkulturelle Netze des Wissenstransfers und kulturelle Erfahrungen
  • Dynamik kultureller Kerne

Antragstellung:

Bitte verfassen Sie Ihren Antrag auf Englisch und reichen Sie ihn spätestens zum 31. Oktober 2018 bei der DFG ein. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über das elan-Portal zur Erfassung der antragsbezogenen Daten und zur sicheren Übermittlung von Dokumenten. Bitte wählen Sie unter „Antragstellung – Neues Projekt/Antragsskizze – Schwerpunktprogramm“ im elektronischen Formular aus der angebotenen Liste „SPP 2176 – Das iranische Hochland: Resilienzen und Integration in vormodernen Gesellschaften“ aus.

Berücksichtigen Sie bitte beim Aufbau Ihres Antrags das DFG-Merkblatt 54.01 zu Sachbeihilfen mit Leitfaden für die Antragstellung und die Hinweise im Merkblatt Schwerpunktprogramm 50.05, Teil B. Bitte senden Sie ein weiteres Exemplar des Antrags in elektronischer Form an den Koordinator des Programms.

Handelt es sich bei dem Antrag innerhalb dieses Schwerpunktprogramms um Ihren ersten Antrag bei der DFG, beachten Sie, dass Sie sich bis zwei Wochen vor der Antragstellung im elan-Portal registrieren müssen. Bitte wählen Sie im Registrierungsformular bei den abschließenden Angaben ebenso wie bei der Antragstellung Ihr Schwerpunktprogramm aus der angebotenen Liste der Ausschreibungen aus. Die Bestätigung der Registrierung erfolgt in der Regel bis zum darauffolgenden Arbeitstag.

Weiterführende Informationen

Detaillierte Informationen zum Schwerpunktprogramm erhalten Sie im Internet unter:

Das elan-Portal der DFG zur Einreichung der Anträge finden Sie unter:

Die Merkblätter DFG-Vordruck 50.05 und 54.01 stehen unter:

Inhaltliche Fragen beantwortet Ihnen der Koordinator des Schwerpunktprogramms:

  • Prof. Dr. Thomas Stöllner,
    Ruhr-Universität Bochum,
    Institut für Archäologische Wissenschaften/
    Deutsches Bergbau-Museum Bochum,
    Haus der Archäologien,
    Am Bergbaumuseum 31,
    44791 Bochum,
    Tel. +49 234 3222546,
    Link auf E-Mailthomas.stoellner@rub.de

Auskünfte zur Antragstellung bei der DFG erteilen:

Hinweis:

Diese "Ausschreibung - Information für die Wissenschaft" ist unter Interner Linkwww.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/2018/info_wissenschaft_18_34/
erreichbar. Bitte verwenden Sie ausschließlich diese URL, um das Dokument zu zitieren oder per Link einzubinden.