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Information für die Wissenschaft Nr. 21 | 7. Mai 2018
Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen in der Medizin und Biomedizin

Senatskommission für Grundsatzfragen in der Klinischen Forschung legt Selbstverpflichtung und Handlungsempfehlungen vor

Seit einigen Jahren findet in Wissenschaft und Öffentlichkeit eine intensive Qualitätsdebatte um die Wiederholbarkeit von wissenschaftlichen Studien oder Experimenten statt. Hintergrund der Debatte sind Berichte, dass ein nennenswerter Anteil wissenschaftlicher Studien und Experimente nicht in anderen Laboren wiederholt werden konnte. Über die Ursachen hiervon und die Schlussfolgerungen, die aus diesem Befund gezogen werden, wird bis heute zum Teil sehr kontrovers diskutiert.

Wie im DFG-Positionspapier von 2017 „Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen“ dargestellt, handelt es sich bei Replikationen, also der gezielten Wiederholung von Studien und Experimenten, nicht um die einzige Form der Qualitätssicherung im Forschungsprozess. Zudem unterliegt Replizierbarkeit einigen unvermeidbaren Einschränkungen. Trotzdem sollten alle Wissenschaftsgebiete eine möglichst umfassende Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen sicherstellen und anstreben, um dem eigenen Anspruch an sorgfältige und verlässliche Forschung gerecht zu werden. Es wird daher auch weiterhin eine wesentliche Aufgabe der Wissenschaft sein, die eigenen, häufig dynamischen und in Veränderung befindlichen Forschungsprozesse immer wieder selbstkritisch zu hinterfragen, Schwachstellen zu identifizieren und passfähige Lösungsansätze zu entwickeln. Mit der Veröffentlichung des Positionspapiers hatte die DFG aus diesem Grund die unterschiedlichen Fachbereiche aufgefordert, den angestoßenen Diskussionsprozess fachspezifisch zu vertiefen und fortzusetzen.

Die Senatskommission für Grundsatzfragen in der Klinischen Forschung hat nun durch eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Professor Dr. Bernd Fleischmann die fachspezifischen Herausforderungen beschrieben, die für eine möglichst umfassende Replizierbarkeit von Ergebnissen in der Medizin und Biomedizin relevant sind. Die Stellungnahme enthält Empfehlungen, die sich an wissenschaftliche Einrichtungen, Verlage, aber auch an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizin und Biomedizin direkt richten.

Die DFG wird die selbstkritische Analyse von Forschungsprozessen aller Wissenschaftsbereiche weiter begleiten und dazu auch den Dialog mit anderen Förderern und Forschungseinrichtungen weiter intensivieren.

Weiterführende Informationen

Das DFG-Positionspapier ist zu finden unter:

Ansprechpartnerinnen in der DFG-Geschäftsstelle:

Hinweis:

Diese "Ausschreibung - Information für die Wissenschaft" ist unter  Interner Linkwww.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/2018/info_wissenschaft_18_21/
erreichbar. Bitte verwenden Sie ausschließlich diese URL, um das Dokument zu zitieren oder per Link einzubinden.

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