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Information für die Wissenschaft Nr. 1 | 4. Januar 2018
Großgeräteinitiative: Neuartige, experimentelle Lichtmikroskope für die Forschung

Im Sommer 2017 hat die DFG zu Vorschlägen für eine Großgeräteinitiative aufgerufen. Zu den insgesamt acht daraufhin vorgeschlagenen Themen haben die zuständigen Gremien eine eingehende Bewertung vorgenommen und die Lichtmikroskopie als derzeit in besonderem Maße geeignet für eine Großgeräteinitiative identifiziert. Die DFG greift die aktuell hohe und technologisch vielfältige Dynamik in der Lichtmikroskopie auf und lädt Hochschulen zur Beantragung hoch entwickelter Lichtmikroskope für eine frühzeitige Erschließung neu verfügbarer Technologien durch die Forschung ein.

Die Großgeräteinitiative – neuartige, experimentelle Lichtmikroskope für die Forschung – fokussiert auf die Förderung von Lichtmikroskopen, die verfügbare Technologien deutlich übertreffen, um die an Hochschulen vorhandene lichtmikroskopische Infrastruktur mit aufwendigen, teils noch experimentellen Systemen zu ergänzen. Dies soll frühzeitig den breiten wissenschaftlichen Einsatz nicht oder noch kaum etablierter lichtmikroskopischer Methoden ermöglichen.

Zielsetzung dieser Großgeräteinitiative ist zum einen eine Evaluation der geförderten Technologien in Hinblick auf aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen. Zum anderen werden Strategien erwartet, die durch eine Bereitstellung von Expertise und Geräteressourcen sowie gegebenenfalls weitergehender Serviceleistungen eine breite Erprobung des Nutzungspotenzials der Technologien in wissenschaftlichen Projekten ermöglichen. Einbezogen wird dabei der gesamte methodische Arbeitsprozess – inklusive Projektplanung, Probenvorbereitung, Aufnahme, Auswertung sowie der Umgang mit den erhobenen Daten.

Die Ausschreibung richtet sich an Hochschulen als antragstellende Institutionen. Ein Antrag ist durch eigene infrastrukturelle Maßnahmen und Zusagen sowie ein entsprechendes institutionelles Konzept im Bereich der Hochleistungslichtmikroskopie in angemessener Weise zu unterstützen. Der Antrag sollte diesbezüglich aufzeigen, wie das beantragte Gerät in die vorhandene lichtmikroskopische Infrastruktur eingebettet werden soll, um so die vielfältige Anwendung neuester lichtmikroskopischer Methoden insgesamt zu befördern. Von der Hochschule ist eine für den Antrag verantwortliche Person zu benennen, die im Bewilligungsfall für die wissenschaftliche und gerätetechnische Betreuung, Koordination und Durchführung des Projekts verantwortlich zeichnet.

Zentraler Gegenstand der Förderung ist die Beschaffung von technologisch aufwendigen, bislang wenig bis noch nicht verbreiteten hoch entwickelten Lichtmikroskopen und dem erforderlichen Zubehör. Es wird eine konkrete Abgrenzung technischer Spezifikationen des beantragten Mikroskops von bereits etablierten Technologien und Geräten sowie die Darstellung von dadurch zugänglich gewordenen neuen Forschungsmöglichkeiten erwartet. Eine Beantragung von Geräten, die bereits über andere Programme (etwa das Forschungsgroßgeräteprogramm nach Art. 91b GG) in einem nennenswerten Umfang gefördert wurden, ist ebenso wenig vorgesehen wie die Entwicklung von Geräten innerhalb des Projektverlaufs.

Anträge sollten die vorhandene wissenschaftliche und technische Expertise der gerätebetreibenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler belegen. Zudem sind laufende und geplante wissenschaftliche Projekte an der Hochschule zu skizzieren und darzustellen, die für einen Nutzungszeitraum von mindestens fünf Jahren durch den Einsatz des beantragten Gerätes in hohem Maße profitieren können. Die Förderung dieser wissenschaftlichen Projekte selbst ist indes nicht Gegenstand dieser Ausschreibung und kann daher nicht an dieser Stelle beantragt werden. Neben den auf wissenschaftliche Erkenntnis abzielenden Projekten sollen zudem Maßnahmen beschrieben werden, die das Potenzial der Geräte für die Wissenschaft und die spezifischen Anforderungen der beantragten Technologie – über die Hochschule hinaus – sichtbar evaluieren.

Zusätzlich zur Nutzung des Geräts durch die im Antrag benannten Projekte ist eine Bereitstellung von mindestens 20 Prozent der Nutzungszeit für weitere wissenschaftliche Projekte zu gewährleisten. Der Antrag sollte aufzeigen, wie diese Bereitstellung der Technologie wissenschaftlich und methodisch möglichst gewinnbringend begleitet werden soll. Im Förderfall ist eine entsprechende Nutzungsordnung für das Gerät zu erstellen und der DFG vorzulegen.

Für die Erfüllung der infrastrukturellen, räumlichen und technischen Voraussetzungen und den Betrieb der geförderten Geräte ist die antragstellende Hochschule verantwortlich. Zusätzlich sind die Verfügbarkeit des grundsätzlich erforderlichen Personals für den Betrieb des Mikroskops sowie eine Sicherstellung der zu erwartenden Betriebs- und Folgekosten von der Hochschule zuzusagen oder vorzuweisen. Eine Beantragung von spezifischem Personal und weiteren Sachmitteln zur Erreichung der Ziele dieser Ausschreibung ist in begründeten Fällen möglich. Ebenso beantragbar sind Mittel zur Durchführung von projektspezifischen Workshops und für Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit.

An der Antragstellung interessierte Hochschulen werden gebeten, bis 1. März 2018 per E-Mail an Link auf E-Mailmichael.royeck@dfg.de eine formlose Absichtserklärung zu senden. Diese sollte die Nennung der hauptsächlich am Antrag beteiligten Gruppen und Personen sowie die wichtigsten Merkmale der avisierten Gerätetechnologie enthalten.

Anträge in englischer Sprache müssen spätestens am 24. April 2018 bei der DFG im Rahmen des Programms Großgeräteinitiative (DFG-Vordruck 53.101) und unter Berücksichtigung des Merkblatts Großgeräteinitiative mit Leitfaden für die Antragstellung (DFG-Vordruck 21.7) vorliegen. Der Antrag wird durch eine von der Hochschule benannte verantwortliche Person bei der DFG eingereicht. Die Antragstellung erfolgt nicht über das elan-Portal der DFG, sondern ausschließlich auf elektronischem Datenträger per Post oder per E-Mail (max. 10 MB) mit dem Betreff „Großgeräteinitiative – Lichtmikroskopie 2018“ an Link auf E-Mailwgi@dfg.de.

Weiterführende Informationen

Das Merkblatt Großgeräteinitiative mit Leitfaden für die Antragstellung im Programm Großgeräteinitiative (DFG-Vordruck 21.7) steht im Internet zur Verfügung unter:

Als Vorlage ist der der Vordruck 53.101 zu verwenden:

Antragstellung mit Betreff „Großgeräteinitiative – Lichtmikroskopie 2018“ bitte senden an:

Ansprechpartner bei der DFG:

Hinweis:

Diese "Ausschreibung - Information für die Wissenschaft" ist unter der URL
Interner Linkwww.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/2018/info_wissenschaft_18_01/
erreichbar. Bitte verwenden Sie ausschließlich diese URL, um das Dokument zu zitieren oder per Link einzubinden.

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