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Information für die Wissenschaft Nr. 54 | 9. September 2016
Schwerpunktprogramm „Opus Fluidum Futurum – Rheologie reaktiver, multiskaliger, mehrphasiger Baustoffsysteme“ (SPP 2005)

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im März 2016 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms „Opus Fluidum Futurum ‒ Rheologie reaktiver, multiskaliger, mehrphasiger Baustoffsysteme“ (SPP 2005) beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen. Die Ausschreibung lädt ein zur Antragstellung für die erste dreijährige Förderperiode.

Die wissenschaftliche Zielsetzung besteht darin, theoretische und experimentelle Grundlagen für eine rheologiebasierte Gestaltung von Bauprozessen sowie für die Entwicklung neuer, nachhaltiger Baustoffe und bahnbrechender Verarbeitungstechnologien zu schaffen.

Im Einzelnen soll das Schwerpunktprogramm die folgenden Ziele verfolgen:

Untersuchung und Analyse der Wechselwirkungen reaktiver (hydratisierender) Partikel auf der Mikroebene einschließlich der Quantifizierung der Einflüsse (Morphologie, Chemie, Temperatur, Zeit etc.) und der Modellierung der Partikelwechselwirkung

Entwicklung von Strategien und Konzepten zur Beschreibung von Verformungs- und Fließprozessen von Frischbeton auf Basis mikroskaliger Prozesse und unter Berücksichtigung mesoskopischer Vorgänge (Entmischung, Entlüftung, Faserverteilung etc.)

Analyse und Durchdringung der maßgebenden Verarbeitungsvorgänge von Frischbeton (Fördern, Einbau, Verdichten, Glätten etc.) unter Anwendung wissenschaftlicher Werkzeuge und Methoden der Rheologie

Ausarbeitung der Messmethoden zur Erfassung des Frischbetonverhaltens auf unterschiedlichen Betrachtungsebenen und für unterschiedliche Beanspruchungsszenarien

Entwicklung konstitutiver Stoffgesetze für Frischbeton zur Simulation der Phasen und Prozesse der Verarbeitung

Zur Erreichung dieser Zielsetzungen ist das Programm in drei Module gegliedert.

Modul I: Partikelwechselwirkungen als Grundlage der Rheologie von Bindemittelsuspensionen

Modul II: Fließ- und Verformungsverhalten von Frischbeton

Modul III: Stoffgesetze und Methoden zur Beschreibung und Beeinflussung technologischer Prozesse

Bei der Auswahl der betrachteten Prozesse sollte klar das rheologische Verhalten der fertigen Suspension, nicht jedoch die Technik zur Herstellung dieser Suspension im Vordergrund stehen. Im Hinblick auf Arbeiten an der Schnittstelle Baustofftechnik/Maschine sollen ebenfalls die rheologischen Eigenschaften der Suspension deutlich im Vordergrund der Forschung stehen. Gegenstand des Programms ist nicht die Optimierung/Verbesserung einzelner technologischer Prozesse.

Die adressierten Fragen sollten in jedem Projektantrag auf mindesten zwei der durch Module I bis III definierten Skalen behandelt werden. Um die übergeordneten Ziele des Programms durch eine ausgeprägt interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu erreichen, sind Gemeinschaftsanträge aus verschiedenen Fachdisziplinen besonders erwünscht. Bei der Verbundbildung kann Prof. Viktor Mechtcherine als Koordinator des Programms gegebenenfalls unterstützen.

Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit kürzlich abgeschlossener Promotion (Postdocs) werden ermutigt, Anträge einzureichen. Bei der Fördermaßnahme wird den Regelungen der DFG bezüglich der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards besondere Beachtung geschenkt werden.

Reichen Sie Ihren in englischer Sprache verfassten Antrag bitte bis spätestens 25. Januar 2017 über das elan-Portal ein – dieses steht Ihnen für die Erfassung der antragsbezogenen Daten und zur sicheren Übermittlung von Dokumenten zur Verfügung. Wählen Sie in der angebotenen Liste der Ausschreibungen unter der Rubrik Schwerpunktprogramme „SPP 2005“ aus. Berücksichtigen Sie beim Aufbau Ihres Antrags das DFG-Merkblatt 54.01 zu Sachbeihilfen mit Leitfaden für die Antragstellung und die Hinweise im Merkblatt Schwerpunktprogramm 50.05, Teil B – Allgemeine Informationen zur Antragstellung (insbesondere zur Antragsberechtigung und zu den beantragbaren Mitteln). Senden Sie bitte ein weiteres Exemplar des Antrags in elektronischer Form an den Koordinator des Programms, Prof. Viktor Mechtcherine (mechtcherine@tu-dresden.de ).

Handelt es sich bei dem Antrag innerhalb dieses Schwerpunktprogramms um Ihren ersten Antrag bei der DFG, berücksichtigen Sie bitte, sich rechtzeitig im elan-Portal zu registrieren. Die Bestätigung erfolgt in der Regel bis zum darauffolgenden Arbeitstag. Ohne vorherige Registrierung ist eine Antragstellung nicht möglich.

Weiterführende Informationen

Detaillierte Informationen zur Zielsetzung des Schwerpunktprogramms, zu den Modulen und zur Abgrenzung erhalten Sie unter:

Der Zugang zum elan-Portal der DFG erfolgt über:

Die zu verwendenden DFG-Formulare und Merkblätter finden Sie unter:

Fragen zu den wissenschaftlichen Zielen des Schwerpunktprogramms richten Sie bitte an den Koordinator:

  • Prof. Dr.-Ing. Viktor Mechtcherine,
    Technische Universität Dresden,
    Institut für Baustoffe,
    Tel. +49 351 463-35920,
    mechtcherine@tu-dresden.de

Auskünfte zur Antragstellung bei der DFG erteilen:

Fachlich:

Formal:

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