Bereichsnavigation

Information für die Wissenschaft Nr. 2 | 5. Januar 2016
Projektakademie Medizintechnik

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ruft unter dem Titel „Projektakademie Medizintechnik“ zur Mitwirkung an einem neuen Veranstaltungsformat in diesem Bereich auf. Ziel der Projektakademien ist es, interessierten Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen in einem frühen Stadium ihrer Laufbahn einen Einstieg in die Durchführung von Forschungsprojekten auf der Grundlage von DFG-Fördermitteln zu bieten.

Die Medizintechnik ist ein multidisziplinäres Forschungsgebiet, dessen Ergebnisse aus den Bereichen der Medizin, den Ingenieurwissenschaften, der Informatik und den Naturwissenschaften immer wieder neue Anwendungsfelder im Gesundheitswesen eröffnen. In einer eher kleineren Zahl gibt es bereits erfolgreiche Antragstellerinnen und Antragsteller von Fachhochschulen, die zu speziellen Themen der Medizintechnik über eine sehr gute Expertise verfügen und somit auch grundlagenorientierte Forschung betreiben können. Dieses Potenzial in einem größeren Umfang zu erschließen, ist das Ziel dieser Projektakademie.

Antragsberechtigt zur Teilnahme sind Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen aus dem Bereich der Medizintechnik, deren erster Ruf noch nicht länger als sechs Jahre zurückliegt. Angesprochen sind Professorinnen und Professoren aus der Medizintechnik, die Interesse an der Durchführung von Grundlagenforschung auf der Basis von DFG-Drittmitteln haben.

Interessentinnen und Interessenten an der Projektakademie bewerben sich mit einer Skizze für ein grundlagenwissenschaftliches Forschungsprojekt aus dem Spektrum der Medizintechnik. In der Skizze sollen die Projektidee, die Grundkonzeption des Projektablaufs sowie bereits erfolgte Vorarbeiten und notwendige vorbereitende Maßnahmen aufgezeigt werden. Eine Kommission aus den Leitern der Projektakademie und weiteren eingeladenen Experten evaluiert die Bewerbungen. Bis zu 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zum ersten Akademietreffen nach Lübeck eingeladen.

Im Rahmen eines ersten dreitägigen Treffens werden den Teilnehmenden mit Vorträgen, Seminaren und Einzelgesprächen fundierte Einsichten in die Antragstellung, das Management von Forschungsvorhaben und die Besonderheiten an Fachhochschulen gegeben. Die Referentinnen und Referenten stehen darüber hinaus zur Diskussion über die Projektskizzen und für weiterführende Beratung zur Ausarbeitung von DFG-Anträgen zur Verfügung. Daneben wird der frühen Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander ein hohes Gewicht zukommen.

Die für die Projektakademie ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer können bei der DFG einen Antrag auf das Modul Vertretung stellen. Dies soll ihnen ermöglichen, sich während der Laufzeit der Projektakademie für die Dauer von bis zu zwölf Monaten – insbesondere teilweise – von ihren Lehr- und Verwaltungsaufgaben freistellen zu lassen, um das erste Projekt auszuarbeiten und gegebenenfalls Vorarbeiten dazu durchzuführen.

Treffen 1 findet vom 7. bis 9. September 2016 in Lübeck statt. Fahrtkosten (Bahn, 2. Klasse), Unterkunft und Verpflegung werden übernommen. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird eine Eigenbeteiligung in Höhe von 100 Euro zur Deckung von Kosten erwartet, die nicht übernommen werden können.

Im März 2017 wird ein zweites Treffen in Lübeck stattfinden, um letzte Fragen zur Antragstellung zu klären. Im Anschluss daran reichen die Teilnehmenden ihre aus den Projektskizzen entwickelten Einzelanträge bei der DFG ein. Die Entscheidung der DFG über die aus der Projektakademie hervorgegangenen Anträge erfolgt nach den für Einzelanträge üblichen Verfahren und Bedingungen in den fachlich zuständigen Fachkollegien der DFG.

Interessenten bewerben sich mit:

  • Lebenslauf (max. 1 Seite)
  • vollständiger Publikationsliste
  • bisherige Drittmitteleinwerbungen
  • Projektskizze (max. 3 Seiten), beinhaltend die Projektidee, die Grundkonzeption des Projektablaufs sowie bereits erfolgte Vorarbeiten und notwendige vorbereitende Maßnahmen

Die eingereichten Projektskizzen werden von einer Expertenkommission evaluiert. Die Auswahlkriterien sind:

  • Bedeutung des Projekts für das betreffende Themengebiet
  • Originalität des Projekts
  • Machbarkeit des Projekts
  • Einbettung in den wissenschaftlichen Kontext

Die geplante Laufzeit des Projekts kann ein, zwei oder drei Jahre betragen.

Projektskizzen im PDF-Format für die Teilnahme können bis einschließlich 31. März 2016 beim Leiter der Projektakademie eingereicht werden. Mit einer Entscheidung über die Teilnahmemöglichkeit ist im Juni 2016 zu rechnen.

Weitere Informationen

Fachliche Fragen beantwortet der Leiter der Projektakademie:

  • Prof. Dr. Thorsten M. Buzug
    Institut für Medizintechnik
    Universität zu Lübeck
    Tel. +49 451 3101-5400
    buzug@imt.uni-luebeck.de

Die zu verwendenden DFG-Formulare und Merkblätter – wie das Formular „Modul Vertretung“ (52.03) – stehen zur Verfügung unter:

Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle:

Zusatzinformationen

© 2010-2017 DFG Aktualisierungsdatum: 05.01.2016Sitemap  |  Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Kontakt  |  RSS Feeds

Textvergrößerung und Kontrastanpassung