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Information für die Wissenschaft Nr. 68 | 14. Oktober 2015
Ursula M. Händel-Tierschutzpreis

100 000 Euro für den Tierschutz in der Forschung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) schreibt zum sechsten Mal den Ursula M. Händel-Tierschutzpreis aus. Ziel des Preises ist die Auszeichnung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich besonders um die Förderung des Tierschutzes in Wissenschaft und Forschung verdient machen. Der Preis wird für wissenschaftliche Forschungsprojekte vergeben, die dazu beitragen, die Belastung für die in einem Tierversuch eingesetzten Tiere zu vermindern, deren Zahl zu reduzieren oder sie zu ersetzen (3-R-Konzept: Reduction, Refinement, Replacement). Für den Preis können sowohl abgeschlossene Projekte als auch vielversprechende laufende Arbeiten berücksichtigt werden.

Der Preis ist mit bis zu 100 000 Euro dotiert und soll für Vorhaben verwendet werden, die dem Tierschutz in der Forschung zugutekommen. Neben der Finanzierung von Forschungsvorhaben und Stipendien können die Mittel auch für ergänzende Maßnahmen verwendet werden, so für Aus- und Fortbildungen von tierexperimentell arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern oder für wissenschaftliche Veranstaltungen zur Förderung des Tierschutzgedankens in der Forschung. Eine Aufteilung des Preises auf mehrere Preisträger bleibt vorbehalten. Über die Preisvergabe entscheidet der Präsident der DFG aufgrund des Votums einer unabhängigen Jury. Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Der Preis wird im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung verliehen. Kriterien für die Preisvergabe sind die Qualität und Originalität der bisherigen oder der geplanten Forschungsarbeiten und deren Bedeutung für den Tierschutz in der Forschung.

Die Bewerbungsunterlagen sollen einen wissenschaftlichen Bericht über die Forschungsergebnisse und deren Bedeutung für den Tierschutz (max. 10 Seiten), einen tabellarischen Lebenslauf, eine Publikationsliste mit den wichtigsten zehn Publikationen sowie relevante Veröffentlichungen enthalten. Bei laufenden Forschungsprojekten sollen der wissenschaftliche Hintergrund, die Forschungsziele, das Arbeitsprogramm und die Bedeutung für den Tierschutz (max. 10 Seiten) dargelegt werden. Darüber hinaus sollte auch ein Hinweis auf die geplante Verwendung der Mittel gegeben werden.

Bewerbungen (eine unterschriebene Papierversion sowie eine elektronische Version als PDF) sind bis zum 15. Januar 2016 einzureichen bei der DFG, Kennedyallee 40, 53175 Bonn.

Fragen beantwortet:

  • Dr. Jan Kunze,
    DFG,
    Lebenswissenschaften,
    Tel. +49 228 885-2297,
    Fax +49 228 885-2777,
    Jan.Kunze@dfg.de

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